Maulburgs Johanneskirche vereint mehrere klar unterscheidbare Zeitschichten: Bei Renovierungsarbeiten kamen Fundamente mit einer Apsis aus dem 12. Jahrhundert zum Vorschein; die Kirche wurde am 25. November 1753 eingeweiht. Hinzu kommen ein Gemälde aus dem Jahr 1756 und Glocken mit eigenen Gussdaten. Zusammen mit Ausstellungen zur Kunst und Ortsgeschichte ergibt sich ein kultureller Zugang, der sich an konkreten Werken, Daten und Erinnerungsstücken orientiert.
Die Johanneskirche: Geschichte und Kunst
Die Evangelische Johanneskirche ist nach Johannes dem Täufer benannt. Ihre Einweihung am 25. November 1753 ist von den älteren Fundamenten zu unterscheiden: Bei Renovierungsarbeiten wurden Fundamente einschließlich einer Apsis aus dem 12. Jahrhundert freigelegt. Die beiden Datierungen bezeichnen also verschiedene historische Bezüge – das 12. Jahrhundert gehört zum Fundbefund, 1753 zur Einweihung der Johanneskirche.
In der Kirche befindet sich ein Kreuzigungs-Ölgemälde des badischen Malers Philipp Heinrich Kisling, datiert auf 1756. Auch die drei Glocken lassen sich anhand ihrer Jahreszahlen einordnen: Zu ihnen gehören Güsse aus 1830, 1921 und 1952. So stehen architektonische Spuren, Malerei und Glocken mit unterschiedlichen Datierungen nebeneinander.
Über dem Seiteneingang ist ein Gedenkstein angebracht. Das Wappen der Johanneskirche zeigt einen Fischer, der einen Lachs hält; die Darstellung spiegelt wider, dass Lachse einst bis ins Wiesental gelangten. Beide Details ergänzen den Blick auf die Kirche um ein Zeichen am Gebäude und ein Motiv mit Bezug zur Geschichte des Wiesentals.
Ausstellungen zwischen Kunst und Ortsgeschichte
Die Ausstellung „Unter die Haut“ zeigte im Mai 2023 Mäntel von Astrid J. Eichin. Für diese Ausstellung entstand der „Maulburger Mantel“ unter Mitwirkung von knapp 200 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das Ausstellungsstück verbindet damit ein konkretes Werk mit der Beteiligung vieler Menschen aus Maulburg.
Einen anderen Zugang bot die Ausstellung „Schätze aus dem Gemeindearchiv“: Sie präsentierte alte Pläne und Fotografien, die mit Maulburgs Vergangenheit verbunden sind. Während „Unter die Haut“ Mäntel und ihre Entstehung in den Mittelpunkt stellte, richtete die Archivschau den Blick auf Bild- und Planmaterial zum Ort. Wer sich für die Ausstellungen interessiert, kann so zwischen einem gestalteten Werk und historischen Ansichten und Plänen unterscheiden.
Fahrradboxen und Wiese
Für die Fahrradplanung bietet der Bahnhof Maulburg eine konkrete Orientierung: Dort gibt es zwölf Fahrradboxen, sechs davon mit Lademöglichkeit. Da sich Bahnhofseinrichtungen und Mietbedingungen ändern können, prüfen Sie die aktuellen Angaben vorab.
Auch die Wiese ist mit einem geplanten ökologischen Vorhaben verbunden. Für 2026 waren Arbeiten bis zum Zusammenfluss der Wiese mit der Kleinen Wiese nahe Maulburg vorgesehen. Ziel war, Barrieren zu beseitigen und aquatische Lebensräume zu schaffen.
Zusätzlicher Kulturkontext: Lörrach
Im übergeordneten Reiseziel Lörrach liegen weitere, ausdrücklich dort verortete Kultur- und Landschaftsthemen. Lörrach liegt im Südwesten Baden-Württembergs, im Markgräflerland, direkt an der Schweizer Grenze und in unmittelbarer Nähe der Nachbarstadt Basel. Das Dreiländermuseum Lörrach verfügt über eine Dauerausstellung auf rund 1.000 Quadratmetern. Das Kulturprogramm des Burghofs Lörrach umfasst Gesang und Musik, Tanz, Kabarett, Literatur und Kindertheater. Die Burghof Lörrach GmbH veranstaltet außerdem jährlich das internationale STIMMEN-Festival.
Auch die Weinwege sind ein eigener Lörracher Themenbereich: Von Lörrach-Tüllingen aus verbindet der Tüllinger Weinweg den Riehener Weinweg mit dem Weiler Weinweg. Die miteinander verbundenen Weinwege am Tüllinger Berg führen durch rund 90 Hektar Rebflächen mit den Lagen „Riehener Schlipfer“, „Tüllinger Sonnenbrunnen“, „Weiler Schlipf“, „Haltinger Stiege“ und „Ötlinger Sonnhole“. Die Wege bieten Ausblicke ins Wiesental und ins Rheintal und vermitteln Einblicke in die Arbeit der Winzer im Jahresverlauf.
Weitere Reiseziele entdecken: Hasel, Utzenfeld, Eimeldingen, Inzlingen, Wittlingen, Wembach, Hertingen, Kandern
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