Zum Inhalt

Renchen lässt sich über zwei gut greifbare Themen erkunden: Grimmelshausens literarisches Erbe und Wege mit unterschiedlichen Verläufen. Das Simplicissimus-Haus und die stadtgeschichtliche Ausstellung setzen eigene Akzente; außerhalb der Ausstellungen führen Wege von Renchen zu den Ortsteilen oder durch die Renchniederungen. Je nach Schwerpunkt lässt sich der Aufenthalt stärker auf Stadtgeschichte oder eine der Strecken ausrichten.

Grimmelshausen und Renchener Stadtgeschichte

Das Simplicissimus-Haus neben dem Rathaus ist ein Museum zur Rezeptionsgeschichte von Johann Jakob Christoph von Grimmelshausen. Es steht zur Besichtigung offen; Audioführungen sind auf Wunsch möglich. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Besuchsregelungen, wenn Sie den Museumsbesuch fest einplanen.

Die stadtgeschichtliche Ausstellung Renchens bietet eine zweite Perspektive: Zu sehen sind archäologische Funde, Originale, Modelle und Kunstwerke. Zusammen führen die Ausstellungsinhalte vom Werk und seiner Rezeption zur Stadtgeschichte. Der Mummelseebrunnen greift künstlerisch das Mummelsee-Thema aus Grimmelshausens „Abenteuerlichem Simplicissimus Teutsch“ auf und setzt damit einen weiteren Bezug zum Werk in Renchen.

Eine eigene Geschichte hat das Grimmelshausen-Denkmal: Der Stein war ursprünglich als Mahnmal für die während der Revolution von 1848/49 erschossenen Aufständischen vorgesehen. Er kam nach Renchen, wurde zum Grimmelshausen-Denkmal umgearbeitet und 1879 enthüllt.

Wege rund um Renchen

Für Touren draußen stehen drei Wege von ungefähr neun Kilometern zur Wahl; sie unterscheiden sich vor allem durch Verlauf und Ausgangspunkt. Der 8,7 km lange Weg verbindet Renchen mit den Ortsteilen Ulm und Erlach und verläuft fast ausschließlich auf Radwegen. Er eignet sich für eine kleine Radtour ebenso wie für eine Wanderung.

Der 9,3 km lange Sagenrundweg Mauritius beginnt an der Mergelgrube, führt über Renchen, Ulm und Erlach und kehrt zur Mergelgrube zurück. Der Naturlehrpfad Renchen ist ein etwa 9 km langer Rundweg, der am Bahnhof beginnt und durch die Renchniederungen führt. Wegweiser mit einem Storchensymbol markieren den Weg.

Die drei Längen liegen eng beieinander: 8,7 km, 9,3 km und beim Naturlehrpfad rund 9 km. Für die Auswahl ist deshalb der Verlauf besonders hilfreich: einmal die Verbindung zwischen Renchen, Ulm und Erlach, einmal eine Runde ab der Mergelgrube und einmal der Naturlehrpfad ab dem Bahnhof. Prüfen Sie vor dem Start die örtlichen Wegbedingungen.

Sommerprogramm und regionaler Rahmen

In den Sommermonaten bieten örtliche Vereine im geschichtsträchtigen Renchener Stadtpark ein reichhaltiges Kultur- und Festprogramm an. Einzelne Veranstaltungen variieren. Wenn Sie Ihren Besuch auf ein bestimmtes Ereignis abstimmen möchten, prüfen Sie daher die konkreten Termine vor der Reise.

Auf Ebene des übergeordneten Reiseziels Ortenaukreis liegt der größere geografische Rahmen zwischen Rhein und Schwarzwald. Der Ortenaukreis umfasst 23 Naturschutzgebiete mit zusammen rund 3.110 Hektar; sie erstrecken sich von der Rheinebene bis in die Höhenlagen des Schwarzwaldes. Diese regionale Einordnung ergänzt die konkreten Kultur- und Wegeoptionen in Renchen um einen Blick auf die weitere Landschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Meißenheim, Ottenhöfen Im Schwarzwald, Achern, Ettenheim, Willstätt, Kappel-Grafenhausen, Oppenau, Schwanau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ortenaukreis.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.