Der Ortenaukreis liegt zwischen dem Rhein und dem Schwarzwald. Seine touristischen Themen reichen von geschützten Landschaften bis zu Wassererlebnissen in Rust und kulturellen Entdeckungen. Das ergibt mehrere Ansatzpunkte für die Reiseplanung, statt den Landkreis auf eine einzige Sehenswürdigkeit zu verkürzen. Fragen Sie sich zunächst, ob Natur, Wasser oder Geschichte Ihren Aufenthalt prägen soll.
Natur zwischen Rheinebene und Schwarzwald
Im Ortenaukreis gibt es 23 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von rund 3.110 Hektar. Sie erstrecken sich von der Rheinebene bis in die Höhenlagen des Schwarzwaldes. Taubergießen umfasst 1.695 Hektar und gehört zu den größten Naturschutzgebieten Baden-Württembergs. Die Zahlen stehen für unterschiedliche Maßstäbe: Die rund 3.110 Hektar bündeln die Fläche der 23 Gebiete; die 1.695 Hektar beziehen sich auf Taubergießen als einzelnes Schutzgebiet. So lässt sich die landschaftliche Spannweite des Ortenaukreises von der geografischen Orientierung im ganzen Landkreis bis zu einem konkret benannten Schutzgebiet einordnen.
Wassererlebnisse in Rust
In der Gemeinde Rust liegt der Europa-Park. Rulantica bietet das ganze Jahr über Wasservergnügen für die ganze Familie und umfasst zahlreiche Indoor- und Outdoor-Wasserattraktionen. Zu Rulantica gehört außerdem Hyggedal, der Ruhe- und Saunabereich. Damit verbindet das Wassererlebnis unterschiedliche Akzente: Attraktionen im Innen- und Außenbereich sowie einen Ruhe- und Saunabereich. Wenn Wasser bei Ihrer Reiseplanung im Mittelpunkt steht, ist diese Unterscheidung eine konkrete Orientierung, um das Angebot von Rulantica thematisch einzuordnen.
Mineralien, Höfe und Kulturgeschichte
Das MiMa präsentiert einzigartige Mineralien aus dem Schwarzwald, die vom Verein der Freunde von Mineralien und Bergbau Oberwolfach e. V. gesammelt wurden. Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof setzt einen anderen Schwerpunkt: Ein Rundgang durch historische Bauernhöfe zeigt, wie im Schwarzwald vor bis zu 600 Jahren gewohnt, gelebt und gearbeitet wurde. Der Vergleich macht den Perspektivwechsel deutlich: Im MiMa geht es um Mineralien und ihre Sammlung, beim Vogtsbauernhof um frühere Wohn- und Arbeitsweisen. Sie begegnen hier zwei unterschiedlichen Zugängen zu Natur- und Alltagsgeschichte.
Auch Gengenbach fügt eine eigene Form hinzu: Die Führung des Gengenbacher Nachtwächters umfasst 12 Stationen und beinhaltet das traditionelle Nachtwächterlied. Die öffentlichen Rundgänge der Gengenbacher Nachtwächter sind kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mit der geführten Form unterscheidet sich dieses Kulturangebot von den Ausstellungsthemen des MiMa und der historischen Darstellung im Vogtsbauernhof. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Besucherinformation, um den Rundgang in Ihre Planung aufzunehmen.
Für Ihre Suche nach einem Hotel kann der Unterschied zwischen Natur- und Kulturerlebnis eine praktische Orientierung sein. Naturschutzgebiete geben den landschaftlichen Schwerpunkt vor; MiMa, Vogtsbauernhof und Nachtwächterrundgang stehen für unterschiedliche Kulturthemen und -formate.
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