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Die Afrakirche bündelt mehrere Details der Täferroter Kulturgeschichte: Baugeschichte, Bildwerke und Chorgestühl verweisen auf unterschiedliche Jahrhunderte. Auch die Landschaft in und um Täferrot ist ein eigenes Thema für die Reiseplanung. So können Sie einen kulturellen Schwerpunkt und die Umgebung als unterschiedliche Interessen für Ihren Aufenthalt betrachten.

Eine Kirche mit mehreren Zeitschichten

Die Afrakirche wurde 1491 erbaut. Schon zuvor stand an derselben Stelle eine Kirche; der Turm dieses Vorgängerbaus wurde wahrscheinlich in den Neubau integriert. Die Baugeschichte verbindet damit den spätmittelalterlichen Neubau mit einem älteren Kirchenbau, dessen Turm möglicherweise erhalten blieb.

Auch die Darstellungen im Inneren stammen aus verschiedenen Zeiten. An der Emporenbrüstung zeigen Bilder Szenen aus dem Neuen Testament. Sie entstanden im 16. Jahrhundert nach Vorlagen Albrecht Dürers. Die gegenüberliegenden Darstellungen aus dem Alten Testament wurden erst nach dem Dreißigjährigen Krieg gemalt. Die beiden Bildfolgen stehen also nicht für eine einzige Entstehungsphase: Ihre unterschiedlichen Zeitangaben helfen, die Ausstattung historisch einzuordnen.

Am Chorgestühl findet sich unter anderem eine Brezel, das Zeichen des damaligen Abtes von Lorch. Auch die vermutete Herkunft des Gestühls verweist auf eine Verbindung zu Lorch: Es stammt wahrscheinlich aus dem dortigen Kloster. Die Vermutung bleibt dabei eine Vermutung; sicher zugeordnet ist das Brezelzeichen dem Abt.

Landschaft rund um Täferrot

Die Übersichtskarte zeigt nur einige Möglichkeiten, die Landschaft in und um Täferrot näher kennenzulernen. Sie ist daher als Auswahl zu verstehen, nicht als vollständige Zusammenstellung aller Möglichkeiten. Wenn Sie Ihre Reise planen, kann die Karte einen Einstieg bieten; ihre Auswahl sollte jedoch nicht mit einem vollständigen Verzeichnis gleichgesetzt werden.

Weitere Themen im Ostalbkreis

Im übergeordneten Reiseziel Ostalbkreis kommt zum lokalen Kirchenmotiv ein eigenständiger Schwerpunkt des römischen Erbes hinzu. Der Obergermanisch-Raetische Limes, seit 2005 UNESCO-Welterbe, durchzieht das Gemeindegebiet von Rainau in den Ortsteilen Buch, Schwabsberg und Dalkingen auf etwa sechs Kilometern. Im Limes-Park Rainau bietet ein nachgebauter Wachtturm eine Rundumsicht über die Ostalb.

Wer sich für eine Wanderung entlang des Limes interessiert, findet bei Rainau einen etwa elf Kilometer langen Rundwanderweg. Die Gehzeit beträgt ungefähr zweieinhalb Stunden. Der ausgeschilderte Weg verläuft von der Limesmauer und dem Limesturm zwischen Buch und Schwabsberg durch den Wald Mahdholz entlang des Limes bis zum Südrand von Schwabsberg. Länge und ungefähre Dauer geben eine konkrete Orientierung für diese Route im Ostalbkreis.

Ein anderer historischer Schwerpunkt ist das Kloster Lorch. Es wurde 1102 von Friedrich I., dem ersten Staufer, und seiner Frau Agnes von Waiblingen als Grablege gegründet. Zur Anlage gehören eine mittelalterliche Kirche, die Klausur, Wirtschaftsgebäude und der Marsiliusturm. Von dort bieten sich Ausblicke auf die Klosteranlage, den Kräutergarten, den Sinnesgarten und die Umgebung. Eine Dauerausstellung informiert über 900 Jahre Klostergeschichte, unter anderem anhand der verzierten Lorcher Chorbücher.

Unter Tage führt das Besucherbergwerk Tiefer Stollen in ein weiteres Kapitel der Regionalgeschichte. Die Grubenbahn fährt durch Versinterungen und kleine Tropfsteine in Sandsteinhallen mit einer Fläche von 2.500 Quadratmetern, 100 Meter unter der Erde. Dort führt eine Multivisionsschau in die Geschichte des Erzbergbaus im Raum Aalen ein. Ein Rundweg durch das Stollenlabyrinth passiert ehemalige Abbaubereiche mit Schächten, Verladestellen und Erzabbaukammern.

Weitere Reiseziele entdecken: Essingen, Heubach, Heuchlingen, Wört, Hüttlingen, Ruppertshofen, Obergröningen, Leinzell.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostalbkreis.

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