Mühlhausen lässt sich über verschiedene lokale Perspektiven entdecken: Das Museumshaus widmet sich der Heimatgeschichte, am Hochwasserrückhaltebecken sind Vogelbeobachtungen möglich. Ein historischer Pfarrweinberg und der Tairnbacher Hohlenpfad ergänzen das Bild um weitere Spuren aus Vergangenheit und Gemeindegebiet. Für die Reiseauswahl stehen so Kulturgeschichte und Naturbeobachtung als unterschiedliche Schwerpunkte zur Verfügung.
Heimatgeschichte und Naturbeobachtung
Im Museumshaus erhalten Sie in zwei Räumen im Untergeschoss und zwei Zimmern im Obergeschoss einen Einblick in die Heimatgeschichte von Mühlhausen. Zu den ausgestellten Ausgrabungsstücken zählen Urnen, Schalen und Armreifen aus Bronze. Der heimatgeschichtliche Schwerpunkt verbindet sich damit mit konkreten Beispielen archäologischer Funde. Wenn das Museumshaus ein fester Programmpunkt Ihres Aufenthalts sein soll, prüfen Sie vorab die Besuchsmöglichkeiten.
Am Hochwasserrückhaltebecken in Mühlhausen lassen sich zwölf Vogelarten beobachten, die auf der Roten Liste Baden-Württembergs verzeichnet sind: Löffelente, Krickente, Knäkente, Wasserralle, Gänsesäger, Zwergtaucher, Flussuferläufer, Grünschenkel, Storch, Waldwasserläufer, Eisvogel und Flussregenpfeifer. Die benannten Arten machen den Naturbezug dieses Ortes konkret. Damit unterscheidet sich der Schwerpunkt am Becken von dem des Museumshauses: Hier steht die mögliche Beobachtung der Vogelarten im Mittelpunkt, dort der Einblick in die Ortsgeschichte und ihre Funde.
Historische Spuren auf Gemeindeebene
Ein Pfarrweinberg in Mühlhausen wird erstmals vor mehr als 500 Jahren erwähnt. Dieser historische Bezug ergänzt die Heimatgeschichte um die lange zurückreichende Erwähnung eines Weinbergs. Er bietet einen anderen Zugang zur Vergangenheit als die Ausgrabungsstücke im Museumshaus.
Im Gemeindegebiet erläutern fünf Tafeln des Tairnbacher Hohlenpfads die Entstehung und Pflege der Hohlen sowie ihre Flora, Fauna und Geschichte. Eine Tafel erinnert an die historische Siedlung „Sternweiler Hof“ im heutigen Tairnbacher Gewerbegebiet. So umfasst der Pfad sowohl Naturthemen als auch einen konkreten historischen Ort. Die Inhalte reichen von der Entwicklung der Hohlen bis zu ihrer Besiedlungsgeschichte.
Weitere Perspektiven im Rhein-Neckar-Kreis
Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Neckar-Kreis kommen weitere eigenständige Kulturthemen hinzu. Das kurfürstliche Schwetzinger Schloss verfügt über ein Rokokotheater und einen weltberühmten Park. Im historischen Stadtkern von Ladenburg sind große Teile des Stadtbildes bis heute mittelalterlich und teilweise von der römischen Zeit geprägt. In Wiesloch sind Teile der ehemaligen Stadtmauer und Wehrtürme erhalten. Diese Beispiele setzen unterschiedliche historische Akzente: Schloss und Park in Schwetzingen, ein vielschichtiges Stadtbild in Ladenburg und erhaltene Elemente der früheren Befestigung in Wiesloch.
Auch Landschaft und Aktivitäten lassen sich regional unterschiedlich betrachten. Die Bergstraße und der östliche Teil des Rhein-Neckar-Kreises liegen im Naturpark Neckartal-Odenwald. Eberbach verfügt über 150 Kilometer markierte Wanderwege. Das Jahresprogramm „Ab in den Wald“ bietet im gesamten Rhein-Neckar-Kreis kostenlose Waldführungen und Exkursionen an; für konkrete Termine lohnt sich ein Blick ins Programm.
Am Waidsee in Weinheim gibt es Reviere für Paddler, Segler und Windsurfer. Am Badesee von St. Leon werden Wasserski oder Wakeboardfahren an einer Seilbahn angeboten. Damit stehen in der Region verschiedene Aktivitäten auf dem Wasser nebeneinander. Der Hockenheimring in Hockenheim gilt als Anziehungspunkt für Motorsportfreunde; auf der Burgruine Windeck in Weinheim werden Burgführungen angeboten. Für die Reiseplanung können Sie so zwischen Kultur, Natur, Wassersport und Motorsport als unterschiedlichen regionalen Themen wählen.
Weitere Reiseziele entdecken: Schönbrunn, Heiligkreuzsteinach, Oftersheim, Hemsbach, Schönau, Helmstadt-Bargen, Eppelheim, Neckargemünd.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rhein-Neckar-Kreis.