Auf einem Höhenzug oberhalb von Dunningen steht die St. Christophorus-Kapelle. Sie verbindet einen minimalistischen Entwurf mit einer langen Kirchenfolge am Ort. Das Museum im Rathaus setzt einen anderen Schwerpunkt: Seine Themen reichen von der Frühgeschichte bis zur neueren Wirtschaftsgeschichte. Dazu führt der Hauptweg einer Etappe des Eschachwegs von Dunningen hinauf zur Kapelle. So können Sie bei der Planung zwischen Architektur, Ortsgeschichte und einer konkreten Wanderroute unterscheiden.
St. Christophorus-Kapelle: Architektur und Geschichte
Der Rottweiler Künstler Tobias Kammerer entwarf die St. Christophorus-Kapelle nach minimalistischer Architektur. Als lichtdurchfluteter, puristischer Ort ist sie zum Verweilen und Besinnen beschrieben. Wer sich für Sakralarchitektur interessiert, findet hier einen klaren Gegensatz zur thematischen Vielfalt des Museums: An der Kapelle stehen der reduzierte Entwurf und das Licht im Mittelpunkt, während im Rathaus unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte und verschiedene Sammlungsstücke zusammenkommen.
Die Kirchenfolge in Dunningen beginnt um 630/40 mit einer ersten Holzkirche und reicht bis zur Einweihung des heutigen Gotteshauses am 7. Juli 1968. Diese Daten geben einen zeitlichen Rahmen für die Geschichte der Kirchen am Ort; sie bezeichnen sowohl einen frühen Beginn als auch einen klar datierten Abschnitt der jüngeren Geschichte. Die heutige Kapelle lässt sich damit nicht nur über ihre Architektur, sondern auch im Zusammenhang mit einer langen örtlichen Kirchengeschichte betrachten.
Für die Sommerzeit werden tägliche Öffnungszeiten von 8 Uhr bis etwa 20 Uhr angegeben. Prüfen Sie den Zugang vor dem Besuch lokal.
Das Museum im Rathaus: Geschichte und Sammlung
Das Museum im Rathaus behandelt Dunningens Frühgeschichte, die Zeit unter Rottweiler Herrschaft und die neuere Wirtschaftsgeschichte. Eigene Dokumentationen erinnern an Leben und Werk des Künstlers Landolin Ohnmacht (1760–1834), des Industriellen Jacob Mayer (1813–1875) und des Politikers Emil Maier (1876–1932). Damit stehen unterschiedliche Personen und Themen neben der zeitlichen Gliederung der Ortsgeschichte.
Zu den gezeigten archäologischen Objekten gehören Duplikate von Grabungsfunden aus einem alamannischen Adelsfriedhof in Dunningen. Weitere Exponate geben Einblick in verschiedene Bereiche: Geräte zur Strohverarbeitung, Narrenkleider und Trachten aus Dunningen, Lackendorf und Seedorf sowie frühe Holzreliefs und eine Marmorbüste einer griechischen Göttin. Die Herkunft der Trachten und Narrenkleider verweist dabei auf drei benannte Orte; die übrigen Stücke zeigen andere Seiten der Sammlung.
Ein besonders konkretes Beispiel aus der Wirtschaftsgeschichte ist eine Stahlgussglocke aus dem Jahr 1854. Sie ist als Beispiel für Jacob Mayers Stahlformguss-Technik ausgestellt. So lässt sich ein einzelnes Objekt mit der im Museum dokumentierten Geschichte des Industriellen verbinden, ohne die übrigen Sammlungsbereiche darauf zu reduzieren.
Wandern zur Kapelle
Der Hauptweg der zweiten Etappe des Eschachwegs führt von Dunningen über die Staudenstraße hinauf zur Kapelle St. Christophorus. Die Kapelle ist damit auch als Ziel einer benannten Etappenroute beschrieben. Wenn Sie die Wanderung in Ihre Aufenthaltsplanung aufnehmen, behalten Sie im Blick, dass die Routenangabe den Hauptweg dieser Etappe betrifft.
Eine 2023 veröffentlichte Beschreibung nennt für den Eschach-Wanderweg eine Länge von 49,9 Kilometern. Die Route beginnt in Aichhalden und führt über Heiligenbronn, Seedorf, Dunningen, Lackendorf, Flözlingen, Horgen und Eckhof nach Bühlingen zur Mündung. Diese Gesamtstrecke und der Hauptweg der zweiten Etappe sind Angaben in unterschiedlichem Umfang: Die eine beschreibt den Verlauf des Wanderwegs über mehrere Orte, die andere den Weg von Dunningen hinauf zur Kapelle. Das hilft, die konkrete Verbindung zur Kapelle von der längeren Route zu unterscheiden.
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