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Tuningen lässt sich über zwei unterschiedliche Themen erschließen: die Geschichte des Alltags im Heimatmuseum und die ganzjährig verfügbare Nordic-Walking-Tour „Auf dem Weg der Kelten“. Dazu kommen der als Bannwald ausgewiesene Haldenwald mit 26,56 Hektar, eine saisonale Beobachtungsmöglichkeit an der Mahnwald-Büffelweide und ein 15 mal 25 Meter großer Beachvolleyballplatz. Das Ortsprofil reicht damit von kulturhistorischen Einblicken bis zu Aktivitäten im Freien. Für die Übernachtungsplanung lohnt es sich, den eigenen Schwerpunkt zu setzen: Soll der Aufenthalt vor allem der Ortsgeschichte, einer Tour oder einem konkreten Freizeitangebot gelten?

Heimatmuseum: Alltag und Ortsgeschichte

Das Heimatmuseum nimmt das frühere Alltagsleben der Tuninger Bevölkerung in den Blick. Seine Hauptausstellung rekonstruiert häusliche Lebenswelten des 18. und 19. Jahrhunderts anhand von Kleidung, Möbeln und Haushaltsgegenständen. Die Auswahl lenkt den Blick auf konkrete Seiten des Alltags, etwa Wohnen und Hausrat.

Ergänzend wird Tuningens Geschichte chronologisch dargestellt. Lokale Funde erscheinen als Originale, Repliken oder Modelle; so stehen die zeitliche Einordnung des Ortes und die unterschiedlichen Formen der Fundpräsentation nebeneinander. In der Werkstatt geht es um Werkzeuge, die mit Tischlern, Schmieden, Schuhmachern und Landwirten verbunden sind. Damit kommen neben dem häuslichen Alltag auch Handwerk und Landwirtschaft zur Sprache.

Zum lokalen Geschichtsbild gehört Johann Jakob Erchinger, der in Tuningen als Schreiner, Mesner und Postbote arbeitete. Seine drei Berufe verweisen auf handwerkliche, kirchliche und postalische Aufgaben. Zusammen mit den Werkstattwerkzeugen eröffnet diese Biografie einen weiteren Blickwinkel auf die Tätigkeiten, die in der Ortsgeschichte eine Rolle spielen.

Draußen: Nordic Walking und Natur

Die Nordic-Walking-Tour „Auf dem Weg der Kelten“ ist ganzjährig verfügbar. Zu ihr gehören die Reste der Vierecksschanze, einer keltischen Kultstätte, die wahrscheinlich auch als Fliehburg genutzt wurde. Die Tour verbindet damit Bewegung mit einem historischen Thema; bei der Deutung als Fliehburg bleibt die Wahrscheinlichkeit ausdrücklich Teil der Aussage.

Ein eigener Naturaspekt ist der Haldenwald: Er ist in Tuningen als Bannwald ausgewiesen und umfasst 26,56 Hektar. An der Mahnwald-Büffelweide bieten Bänke Gelegenheit, Wasserbüffel zu beobachten. Da die Tiere saisonal präsent sind, prüfen Sie die Bedingungen vor Ihrem Besuch.

Freizeitangebote und Anfahrt

Als weitere Freizeitmöglichkeit gibt es in Tuningen einen Beachvolleyballplatz mit den Maßen 15 mal 25 Meter. Das ist ein anderer Schwerpunkt als der Museumsbesuch oder die Nordic-Walking-Tour: Hier steht ein konkretes Sportangebot im Ort neben Geschichts- und Naturthemen. So können Sie bei der Planung unterscheiden, ob Sie Ihre Zeit eher für Ortsgeschichte, Bewegung auf der Tour oder eine sportliche Aktivität vorsehen möchten.

Der Autobahnanschluss wird mit etwa zwei Minuten angegeben. Verkehr und Streckenführung können die tatsächliche Zeit verändern. Für die Wahl einer Unterkunft ist es deshalb hilfreich, neben der Anfahrt auch zu überlegen, welche der lokalen Themen Ihren Aufenthalt prägen soll. Die beschriebenen Angebote geben dafür verschiedene Anknüpfungspunkte, ohne einen festen Tagesablauf vorzugeben.

Im übergeordneten Reiseziel Schwarzwald-Baar-Kreis

Im Schwarzwald-Baar-Kreis finden sich Wege in unterschiedlichen Größenordnungen. Am Kirnbergsee in Bräunlingen-Unterbränd führt ein 2,5 Kilometer langer Rundweg um den ovalen See und über die Staumauer. Deutlich länger ist der 109 Kilometer lange WasserWeltenSteig: Auf deutscher Seite verläuft er vollständig durch den Schwarzwald-Baar-Kreis, von Deutschlands höchsten Wasserfällen in Triberg bis zum Rheinfall bei Neuhausen. Der Vergleich zeigt den Unterschied zwischen einem Rundweg und einer grenzüberschreitenden Fernwanderroute im übergeordneten Reiseziel.

Auch die schwäbisch-alemannische Fasnet im Schwarzwald-Baar-Kreis bietet einen regionalen Kulturbezug. Sie wurde im Dezember 2014 in das bundesweite UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Fastnacht dauert im Schwarzwald-Baar-Kreis sechs Tage, vom Schmotzigen Dunnschtig bis zum Aschermittwoch.

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