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Meßkirch verbindet Baugeschichte, Kunst und Geologie als unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt. Schloss, Stadtpfarrkirche St. Martin und Liebfrauenkirche stehen für verschiedene historische Stationen; ein Altarbild und die Bezüge zu Martin Heidegger ergänzen das kulturelle Bild. Mit dem Hofgarten und dem Felsentäle kommen Parkgeschichte und Landschaft hinzu. Für Ihre Planung können Sie diese Schwerpunkte getrennt gewichten: Bauphasen, Kunst und Philosophie haben andere Akzente als ein französisch angelegter Schlosspark oder die geologischen Formen des Felsentäle. Im näheren Umfeld setzt Campus Galli einen weiteren, eigenständigen Akzent.

Schloss, Museen und Heidegger-Bezüge

Schloss Meßkirch gilt als die früheste Vierflügelanlage nördlich der Alpen. Im Unteren Hof befindet sich das Städtische Heimatmuseum von Meßkirch, während die Remise des Schlosses das Oldtimermuseum beherbergt. Ein Museum im Ostflügel informiert über Leben und Werk des Philosophen Martin Heidegger. Sein Ortsbezug hat zudem eine biografische Seite: Das Mesmerhaus ist Heideggers Elternhaus; er lebte von 1889 bis 1976. So stehen im Schloss Stadtgeschichte, Fahrzeuggeschichte und Philosophie als unterschiedliche Themen nebeneinander, während das Mesmerhaus Heideggers familiäre Verbindung zu Meßkirch bezeichnet. Wenn Sie das Oldtimermuseum oder das Museum im Ostflügel einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Kirchenkunst und Bauphasen

Die Stadtpfarrkirche St. Martin wurde 1526 gotisch errichtet und von 1769 bis 1773 barockisiert. Sie gilt als die letzte große spätrokokozeitliche Kirche Oberschwabens. Im Inneren befindet sich ein Altarbild des Meisters von Meßkirch. An der Kirche lassen sich damit zwei Bauphasen unterscheiden: die gotische Errichtung und die spätere Barockisierung; das Altarbild ergänzt den Bau um einen eigenen kunsthistorischen Bezug. Die Liebfrauenkirche eröffnet einen weiteren Blick in die Baugeschichte. Sie ist seit 1272 erwähnt, während ihr gotischer Bau von 1356 stammt. Die erste Erwähnung und das Datum des gotischen Gebäudes bezeichnen unterschiedliche historische Stationen.

Hofgarten und Felsentäle

Der Hofgarten wurde um 1740 als Schlosspark im französischen Stil mit 300 Lindenbäumen angelegt. Die Datierung, das Gestaltungsvorbild und die Zahl der Linden geben der Anlage einen anderen Akzent als die Baugeschichte der Kirchen. Im Felsentäle in Meßkirch gibt es Höhlen, Schluchten und Bachläufe. Geologisch ist das Felsentäle ein Kalkriff des Weißen Jura, das vor rund 140 Millionen Jahren im Jurameer entstand. Damit stehen in Meßkirch Park- und Baugeschichte neben einem Landschaftsthema, dessen Ursprung weit in die Erdgeschichte zurückreicht.

Campus Galli und die Anreise

Campus Galli liegt außerhalb Meßkirchs im näheren Umfeld. Auf der Klosterbaustelle entsteht auf Grundlage des St. Galler Klosterplans und mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts ein Kloster; Handwerker und Ehrenamtliche wirken daran mit. Das Vorhaben unterscheidet sich von den historischen Bauwerken in Meßkirch: Im Mittelpunkt steht hier die laufende Umsetzung eines Klosterplans mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts. Die Regio 600 verkehrt stündlich zwischen Meßkirch und dem nahe gelegenen Campus Galli. Zusätzlich führt der Radweg Meßkirch–Rohrdorf–Campus Galli von der Meßkircher Innenstadt zum Ausflugsziel; er ist 5,21 km lang. Wenn Sie die Busverbindung nutzen möchten, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sigmaringen.

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