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Der Stuttgarter Fernsehturm war weltweit der erste Fernsehturm aus Stahlbeton. Bei gutem Wetter können Besucher vom Korb bis zur Schwäbischen Alb blicken. Architekturgeschichte und ein weiter Ausblick treffen hier aufeinander – ein prägnanter Einstieg in die vielen unterschiedlichen Entdeckungen, die Stuttgart bereithält.

Architektur und Kunstgeschichte

Auch die Weissenhofsiedlung lädt dazu ein, Stuttgarts Baugeschichte genauer zu betrachten. Das Doppelhaus von Le Corbusier und Pierre Jeanneret wurde 2016 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Das Le-Corbusier-Haus in der Siedlung ist seit 2006 ein Museum. So begegnen Ihnen dort sowohl eine historische Auszeichnung als auch ein Ort, der die Architektur für Besucher zugänglich macht.

Die Staatsgalerie schlägt einen weiten Bogen durch die Kunstgeschichte: Ihre Sammlung reicht vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Dazu gehören altschwäbische Kunst ebenso wie internationale Werke. Insgesamt umfasst das Angebot 800 Jahre Kunstgeschichte. Wer unterschiedliche Zeiten und künstlerische Strömungen gegenüberstellen möchte, findet hier einen anderen Zugang zur Stadtgeschichte als in den Architekturorten.

Zwei Automobilmuseen, verschiedene Einblicke

Auch die beiden Automobilmuseen lassen sich anhand ihrer Sammlungen vergleichen. Das Mercedes-Benz Museum zeigt 160 Fahrzeuge und insgesamt mehr als 1.500 Exponate. Im Porsche Museum sind mehr als 80 Fahrzeuge und zahlreiche kleinere Exponate zu sehen. Dort können Besucher außerdem durch eine Glasscheibe Fachleuten bei der Reparatur historischer Fahrzeuge zusehen. Neben den ausgestellten Objekten gehört damit auch ein Einblick in die Arbeit an den Fahrzeugen zum Besuchserlebnis.

Grünanlagen und Ausblicke

Die Wilhelma verbindet Zoo und botanischen Garten; sie ist Deutschlands einzige Einrichtung dieser Art. Dort leben rund 11.000 Tiere aus fast 1.200 Arten. Zur Wilhelma gehört außerdem eine Parkanlage aus dem 19. Jahrhundert, die als eingetragenes Kulturdenkmal unter Schutz steht. Der Rosensteinpark bietet eine andere Art, Grün zu erleben: Auf 100 Hektar können Besucher unter heimischen und exotischen Bäumen flanieren. Insgesamt bestehen rund 600 Hektar der Stuttgarter Grünflächen aus hochwertig gestalteten und ökologisch gepflegten Park- und Grünanlagen.

Für einen Blick über die Innenstadt bietet die Aussichtsterrasse des Weißenburgparks einen der schönsten Ausblicke. Der Schlossplatz wiederum ist ein grünes Kleinod im Herzen Stuttgarts und liegt direkt an der Einkaufsmeile Königstraße. In Stuttgart-West laden die Wege und Pfade rund um das Bärenschlössle zum Spazierengehen, Radfahren und Joggen ein. Am Max-Eyth-See können Besucher Tretboot fahren. Die Angebote unterscheiden sich deutlich: Hier stehen Aussicht, ein grüner Platz, Bewegung auf Wegen und eine Aktivität auf dem Wasser nebeneinander.

Weindorf und saisonale Feste

Das Stuttgarter Weindorf findet seit 1974 jedes Jahr von Ende August bis Anfang September statt. Dort können Besucher Weine aus Baden-Württemberg probieren und traditionelle schwäbische Gerichte genießen. Zur Weindorf-Tradition gehört auch die Hocketse mit regionalem Essen und Wein. Das Frühlingsfest ist ein weiteres jährlich wiederkehrendes Ereignis; sein Zeitraum liegt zwischen Mitte April und Anfang Mai. So setzen die beiden Feste unterschiedliche saisonale Akzente. Wenn Sie Ihren Besuch auf ein Fest abstimmen möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstage.

Ob Sie sich besonders für Kunst, Architektur, Grünanlagen oder regionale Ess- und Weinkultur interessieren: Stuttgart bietet dafür sehr unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die genannten Orte und Aktivitäten geben Ihnen Gelegenheit, eigene Schwerpunkte zu setzen, statt die Stadt auf ein einzelnes Thema zu reduzieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Stuttgart, Rohr, Rastatt, Biberach, Karlsruhe, Heilbronn, Konstanz, Böblingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Baden-Württemberg.

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