Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul bietet einen kulturgeschichtlichen Anker in Dürbheim: Ihr Bau stammt aus dem Jahr 1763, der Turm wurde etwa ein Jahrhundert später im neugotischen Stil erhöht. Einen anderen Akzent setzt das Wandergebiet rund um Dürbheim, wo Grillplätze und Einkehrmöglichkeiten in Lokalen zur Rast einladen. Für eine geplante Einkehr empfiehlt es sich, die aktuellen Möglichkeiten vorab zu prüfen.
Kirchenbau und Rokoko-Altar
Die Baugeschichte der Pfarrkirche verbindet zwei unterschiedliche Zeitpunkte: Auf die Errichtung im Jahr 1763 folgte ungefähr ein Jahrhundert später die Erhöhung des Turms. Diese spätere Veränderung im neugotischen Stil lässt sich als eigener Abschnitt der Baugeschichte betrachten. Zum Hochaltar gehört ein weiterer, eigenständiger Aspekt: Der Rokoko-Hochaltar ist ein Sakramentsaltar mit goldenem Tabernakel.
Für die kulturgeschichtliche Einordnung ergeben sich damit zwei Blickwinkel: die Entwicklung des Kirchenbaus und die Gestaltung des Altars. Wenn Sie Dürbheim mit einem Schwerpunkt auf Geschichte und Architektur auswählen, bieten diese Details einen konkreten Ausgangspunkt, ohne dass dafür ein umfangreiches Programm vorausgesetzt werden muss.
Landschaft und Natur im übergeordneten Reiseziel Tuttlingen
Das übergeordnete Reiseziel Tuttlingen eröffnet einen eigenen landschaftlichen Rahmen. Der Landkreis Tuttlingen umfasst auf 734,4 Quadratkilometern die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, Teile der Baar und das Tal der Jungen Donau. Im nördlichen Teil liegen Wacholderheiden und die Region der 10-Tausender: Dort gibt es zehn Berge, die höher als 1.000 Meter sind. Im Donautal ragen weiße Kalkfelsen auf; auch das Donaudurchbruchstal und der Vulkankrater Höwenegg zählen zu den landschaftlichen Höhepunkten des Landkreises.
Eine besondere Naturbeobachtung ist die Donauversickerung zwischen Immendingen, Möhringen, Tuttlingen und Fridingen. Ihr Erscheinungsbild kann sich von Tag zu Tag unterscheiden: Die Donau führt dort teils viel Wasser, an anderen Stellen liegt sie vollständig trocken oder führt nur wenig Wasser. Wer diesen Naturraum einbezieht, sollte daher mit wechselnden Wasserbildern rechnen. Eine andere Art, die Region zu Fuß zu erkunden, bietet der Premiumwanderweg „Donauversinkung“ der DonauWellen, der zwischen Tuttlingen-Möhringen und Immendingen verläuft. Der letzte Abschnitt des Albsteigs führt über den Rußberg, den Bettelmannskeller und die Nonnehöhle bei Wurmlingen direkt nach Tuttlingen.
Für Kletternde sind die saisonalen Angaben am Rabenfels im Bäratal wichtig: Die Kletterbereiche zwischen den Routen „Mister Wendl“ und „Gebrüderweg“ sind vom 1. August bis zum 31. Dezember freigegeben. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Regelungen. Eine andere Möglichkeit im übergeordneten Reiseziel Tuttlingen ist die zwei Kilometer lange „Rock- & Roll-Tour“ in Tuttlingen-Nendingen. Sie ist weitgehend barrierefrei und vollständig rollstuhltauglich; auch hier sollten Sie die örtlichen Bedingungen vor der Tour prüfen.
Kultur, Museen und weitere Möglichkeiten
Die Museen im Landkreis setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck zeigt 25 historische Gebäude, die an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut, dorthin versetzt und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurden. Im Künstlerhaus Scharf Eck in Fridingen befindet sich in den oberen Stockwerken ein Museum über den Maler des Donautals Hans Bucher. Auf drei Etagen werden sein Leben und Werk gezeigt; beachten Sie für einen Besuch die saisonalen Öffnungszeiten. Das Museum Oberes Donautal im Ifflinger Schloss verbindet wechselnde Sonderausstellungen mit Dauerausstellungen zur Stadt- und Herrschaftsgeschichte, Archäologie, Fasnacht und jüngeren Geschichte.
Auch Bewegung und Freizeit sind im Reiseziel Tuttlingen vertreten. Mühlheim an der Donau liegt direkt am Internationalen Donauradweg, der bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer führt und sich in kleinen Etappen befahren lässt. Die Arena Geisingen bietet ein 30.000 Quadratmeter großes Außengelände mit Straßenkurs, Biergarten, Slacklining, Beachvolleyballfeld und weiteren Angeboten. Da sich der konkrete Zugang ändern kann, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Informationen.
Für Kultur mit Veranstaltungsschwerpunkt gibt es den jährlich stattfindenden Tuttlinger Honberg-Sommer in der Burgruine Honberg, der jährlich zehntausende Gäste anzieht. Wenn Sie Ihre Reise an einem Festival ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine. Eine weitere geologische Besonderheit ist die Mühlheimer Felsenhöhle: Sie wurde im Oktober 2022 als erste Höhle auf der Schwäbischen Alb vom UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb als Geopoint ausgezeichnet. So stehen im übergeordneten Reiseziel Tuttlingen unterschiedliche Themen nebeneinander – von Landschaft und Radfahren bis zu Museen und Veranstaltungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Nendingen, Möhringen, Durchhausen, Trossingen, Geisingen, Königsheim, Renquishausen, Reichenbach Am Heuberg.
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