St. Stephanus und ein 8,1 km langer Wanderweg geben Hausen ob Verena zwei klar unterscheidbare Themen: Bau- und Kunstgeschichte sowie Bewegung im Freien. Dazu kommt das Museum des Hofguts Hohenkarpfen mit jährlich zwei Wechselausstellungen. Für die Planung eines Aufenthalts können Sie sich an Kultur, Ausstellungen oder einer Wanderung orientieren. Prüfen Sie vorab die aktuellen Besucherinformationen des Museums und die Wegverhältnisse.
St. Stephanus: Baugeschichte und Kunst
Die evangelische Kirche St. Stephanus in Hausen ob Verena hat einen gotischen Chor. Das Langhaus wurde 1769 umgebaut. Beide Angaben setzen unterschiedliche Akzente: Der Chor ist durch seine gotische Bauform gekennzeichnet, während beim Langhaus ein konkreter Umbauzeitpunkt genannt ist.
In der Kirche befindet sich eine Hochaltar-Predella aus der Zeit um 1500, die einem Meister der Ulmer Schule zugeschrieben wird. Eine Predella ist der untere Teil eines Altaraufbaus. Ein weiteres Werk ist das Votivbild von Hans III. von Karpfen für seine Frau Ursula, geborene Reischach. Sie starb 1559; das Bild wird der Nürnberger Schule des Barthel Beham zugeschrieben. Damit sind unterschiedliche kunsthistorische Angaben verbunden: Bei der Predella steht die ungefähre Zeitstellung im Vordergrund, beim Votivbild die Widmung an ein benanntes Ehepaar und die Zuschreibung an eine andere Schule.
Ausstellungen und Wanderweg
Im Museum des Hofguts Hohenkarpfen finden jährlich zwei Wechselausstellungen statt. Das Ausstellungsprogramm bietet damit einen anderen Schwerpunkt als die Bau- und Kunstgeschichte von St. Stephanus. Wenn Sie einen Besuch einplanen, orientieren Sie sich an den aktuellen Besucherinformationen des Museums.
Der Wanderweg „Von Hausen ob Verena auf den Hohenkarpfen“ ist 8,1 km lang. Er beginnt am Wanderparkplatz Bergstraße in Hausen ob Verena. Name, Startpunkt und Streckenlänge helfen dabei, die Route als eigenes Vorhaben einzuordnen. Da sich die Wegverhältnisse ändern können, prüfen Sie sie vor dem Start. Die angegebene Länge allein sagt nichts über die aktuellen Bedingungen unterwegs aus.
Tuttlingen als größerer Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Tuttlingen umfasst der Landkreis 734,4 Quadratkilometer. Zu seiner Landschaft gehören die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, Teile der Baar und das Tal der Jungen Donau. Im nördlichen Kreisgebiet liegen Wacholderheiden und die Region der 10-Tausender mit zehn Bergen über 1.000 Meter Höhe. Im Donautal ragen weiße Kalkfelsen auf; zu den landschaftlichen Höhepunkten des Landkreises zählen außerdem das Donaudurchbruchstal und der Vulkankrater Höwenegg.
Auch Kulturthemen sind im Landkreis Tuttlingen vertreten. Das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck zeigt 25 historische Gebäude, die an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut, nach Neuhausen ob Eck versetzt und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurden. Im Künstlerhaus Scharf Eck in Fridingen befindet sich in den oberen Stockwerken ein Museum über den Maler des Donautals Hans Bucher. Auf drei Etagen werden sein Leben und Werk gezeigt. Das Museum Oberes Donautal im Ifflinger Schloss präsentiert wechselnde Sonderausstellungen sowie Dauerausstellungen zu Stadt- und Herrschaftsgeschichte, Archäologie, Fasnacht und jüngerer Geschichte.
Weitere Reiseziele entdecken: Dürbheim, Böttingen, Geisingen, Königsheim, Irndorf, Schura, Kolbingen, Talheim.
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