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Spätkeltische Siedlung am Rhein

Die Schanz, der etwa 800 m lange Hauptwall am südöstlichen Dorfrand von Altenburg, grenzt das spätkeltische Oppidum Altenburg-Rheinau auf der vom Rhein umflossenen, 233 Hektar großen Halbinsel Schwaben gegen das Hinterland ab. Das Oppidum zählte im 1. Jahrhundert v. Chr. zu den bedeutendsten spätkeltischen Großsiedlungen nördlich der Alpen.

Archäologische Funde weisen in der Siedlung auf Handel, Metallverarbeitung und Münzprägung hin. Diese Hinweise erweitern den Blick über die Befestigung hinaus: Zur Geschichte des Platzes gehören sowohl die Abgrenzung gegen das Hinterland als auch die Tätigkeiten innerhalb der Siedlung. Wer sich für frühe Siedlungsformen interessiert, kann an der Schanz die Befestigung im Zusammenhang mit dieser größeren Anlage betrachten.

Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Altenburger Kulturweg führt durch wichtige Gebäude und Plätze des Ortes und umfasst 18 aufgeführte Stationen. Dazu gehören die Schanz, die Kirche St. Jakobus sowie die Rheinauer Brücke und die Römerbrücke. Damit versammelt der Weg archäologische und bauliche Themen in einer Route, ohne dass alle Stationen denselben historischen Schwerpunkt haben.

Der Keltenrundweg setzt einen anderen Akzent. Er ist 8,8 km lang und in etwa zweieinhalb Stunden zu Fuß zu bewältigen. Der Start liegt am Dorfplatz in Altenburg; am Stauwehr des Kraftwerks Rheinau überquert der Weg die Staatsgrenze und führt über die Rheinauer Zollbrücke zurück nach Altenburg. Der Grenzübertritt gehört ausdrücklich zur Wegführung. Die angegebene Länge und Gehzeit liefern einen konkreten Zeitrahmen für diesen Weg, während der Kulturweg durch seine 18 aufgeführten Stationen beschrieben ist.

Wer eine Ferienwohnung in Altenburg sucht, kann den Aufenthalt anhand dieses Unterschieds planen: Soll ein Weg mit konkret benannter Länge und Gehzeit den Schwerpunkt bilden, oder möchten Sie die 18 Stationen des Kulturwegs in den Mittelpunkt stellen?

Brücken und Fußwege

Die als Römerbrücke bekannte Volkenbachbrücke wurde 1696 errichtet. 1770 wurde ihre Nutzung verboten, nachdem sich ihre Fundamente als schadhaft erwiesen hatten. Die Ruine wurde durch Erhaltungsreparaturen in den Jahren 1892, 1937/38 und 1966 stark verändert. Baujahr, Nutzungsverbot und spätere Reparaturen bilden verschiedene Stationen ihrer Geschichte.

Der Wanderweg bei der Römerbrücke ist weiterhin eine wichtige Fußwanderverbindung. So stehen bei diesem Ort sowohl die Bau- und Erhaltungsgeschichte als auch die Bedeutung des Weges für Fußwanderungen im Blick.

Die Rheinauer Brücke ist eine gedeckte Holzbrücke zwischen Altenburg und Rheinau. 1988 wurde sie nach mehrmonatigen Renovierungsarbeiten feierlich wiedereröffnet. Bei der Volkenbachbrücke stehen Baujahr, Nutzungsverbot und die Veränderung der Ruine im Vordergrund; bei der Rheinauer Brücke ist die Wiedereröffnung nach der Renovierung ein markanter Zeitpunkt.

St. Jakobus: Grundstein und heutige Gestalt

Der Grundstein zur heutigen Kirche St. Jakobus in Altenburg wurde 1711 von Abt Gerold II. von Zurlauben gelegt. 1961 wurde die Kirche erneut renoviert und erhielt dabei ihre heutige Gestalt. Grundsteinlegung und heutige Form liegen damit in unterschiedlichen Momenten der Ortsgeschichte. Für einen kulturgeschichtlichen Aufenthalt ergänzt die Kirche die Themen Oppidumsbefestigung und Brücken um die Entwicklung eines Sakralbaus über mehrere Jahrhunderte.

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