Jungingen liegt eingebettet in die Landschaft des Killertals. Mehr als die Hälfte der Gemeindefläche ist bewaldet; zahlreiche Wander- und Spazierwege mit Grillstellen machen die Landschaft zu einem prägenden Teil des Aufenthalts. Dazu kommen Naturmotive wie der Starzel-Wasserfall, historische Orte und kirchliches Erbe. Wer Natur und Ortsgeschichte verbinden möchte, findet mehrere unterschiedliche Ansatzpunkte – von Wegen im Tal bis zu Jungingens Sehenswürdigkeiten.
Landschaft und Wege im Killertal
Der Starzel-Wasserfall, auch Junginger Gieß genannt, liegt zwischen Jungingen und Schlatt im Killertal und ist etwa acht Meter hoch. Die Kirchenköpfle-Tour führt am Wasserfall vorbei und verbindet eine Wanderung mit diesem markanten Naturziel. Eine weitere Wanderung im Umfeld Jungingens bietet Blicke auf Burg Hohenzollern, artenreiche Wiesen und einen versteckten Wasserfall. Der beschriebene Weg beginnt und endet am Bahnhof Jungingen und steht auch mit dem Hohenzollerischen Pilgerweg in Verbindung.
Die Wege eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Landschaft: Der Starzel-Wasserfall ist ein benanntes Ziel entlang einer Tour, während Wiesen und Wasserfallblicke auch eine Wanderung im Umfeld des Ortes prägen. Wer unterwegs eine Rast einplanen möchte, findet an Jungingens Wander- und Spazierwegen Grillstellen. Routenverläufe und örtliche Bedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor dem Aufbruch.
Ortsgeschichte und kirchliches Erbe
Jungingen wurde 1075 erstmals erwähnt. Von einer späteren örtlichen Geschichte erzählt die ehemalige Burg Bürgle: Sie stand etwa einen Kilometer südlich des heutigen Ortszentrums und diente als Sitz des Ortsadels. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt außerdem das Heimatmuseum. Für einen Museumsbesuch empfiehlt es sich, die aktuellen Öffnungszeiten vorab zu prüfen.
Auch die beiden Kirchen setzen unterschiedliche Akzente. St. Sylvester ist Pfarr- und Wallfahrtskirche; dort wird die Schwarze Madonna verehrt, die als Unsere Liebe Frau von Einsiedeln bekannt ist. Die St.-Anna-Kapelle wiederum ist Jungingens ältestes Gebäude und wurde 2006 restauriert. Zusammen geben die Orte einen Einblick in die religiöse und bauliche Geschichte Jungingens, ohne dass dafür ein einzelnes Bauwerk für die ganze Ortsgeschichte stehen muss.
Weitere Möglichkeiten je nach Reisezeit
Für gutes Wetter kommt das Freibad als weitere Möglichkeit hinzu. Auch ein Skilift gehört zu Jungingen; sein Betrieb ist saisonabhängig. Wenn Sie den Aufenthalt um eine dieser Einrichtungen herum planen, prüfen Sie vorab den aktuellen Betrieb. So lässt sich besser entscheiden, ob bei Ihrer Reisezeit eher Wege und Naturziele oder eine saisonale Freizeitmöglichkeit im Mittelpunkt stehen sollen.
Die örtlichen Wanderwege, das Heimatmuseum und die Kirchen bieten verschiedene Anknüpfungspunkte für die Planung. Wer die Landschaft erkunden möchte, kann Wanderungen und Raststellen in den Blick nehmen; wer sich für Geschichte interessiert, findet mit dem ehemaligen Bürgle, dem Heimatmuseum und den Kirchen andere Themen. Das Freibad und der Skilift erweitern die Auswahl, allerdings unter unterschiedlichen Bedingungen: Die Nutzung des Freibads ist für gutes Wetter beschrieben, während der Betrieb des Skilifts saisonabhängig ist.
Im übergeordneten Reiseziel Zollernalbkreis
Wer den Blick über Jungingen hinaus auf den Zollernalbkreis richtet, findet weitere Natur- und Kulturthemen. Die Zollernalb liegt im westlichen Teil des UNESCO-Geoparks Schwäbische Alb, dort, wo die Berge am höchsten sind. Der 33 Kilometer lange Schlichemwanderweg führt von Meßstetten-Tieringen nach Epfendorf und bietet kleinere Wasserfälle, Feuchtwiesen und eine steil eingeschnittene Klamm. Diese regional angelegte Tour ist eine weitere Möglichkeit, die Landschaft des Zollernalbkreises kennenzulernen.
Auch der Martinusweg, ein europäischer Kulturweg, durchquert die Zollernalb mit vier Etappen. Zu den historischen Zielen im übergeordneten Reiseziel gehört die Burg Hohenzollern: Die heutige Burg ist die dritte Festung auf dem Zollerberg, gehört zur Gemeinde Bisingen und liegt auf der Gemarkung des Ortsteils Zimmern. Nach der Zerstörung und dem Verfall ihrer beiden Vorgängerinnen wurde sie von 1850 bis 1867 wiedererrichtet. Ihr Kulturprogramm umfasst Konzerte, Familientage, Open-Air-Kino und Ausstellungen. So lässt sich Jungingens lokale Mischung aus Landschaft und Ortsgeschichte in den größeren Kultur- und Naturraum Zollernalbkreis einordnen.
Weitere Reiseziele entdecken: Hausen Am Tann, Winterlingen, Albstadt, Dautmergen, Hechingen, Nusplingen, Dormettingen, Meßstetten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zollernalbkreis.