Am Zusammenfluss von Inn und Salzach beginnt in Stammham der Salzhandelsweg. Dazu kommen der Innradweg, die katholische Pfarrkirche St. Laurentius und Naturgebiete am Unteren Inn. Diese Themen geben Stammham ein klares Profil zwischen Baugeschichte, Radfahren und Landschaft.
St. Laurentius: Baugeschichte in mehreren Phasen
Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius ist ein eingetragenes Baudenkmal. Die Saalkirche aus Tuffstein stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts und wurde Ende des 17. Jahrhunderts barockisiert. Sie besitzt eine Ausstattung. Damit erzählt das Bauwerk von seiner Entstehung im späten Mittelalter ebenso wie von einer späteren Veränderung seines Stils.
Auch unter der Kirche reicht die Geschichte zurück: In ihrem Bereich sind Befunde aus dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit dokumentiert. Die Kirche wird für Pfarrgottesdienste genutzt; ein Pfarrgottesdienst ist angekündigt. Wenn ein Gottesdiensttermin für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie die aktuelle Ankündigung, denn Zeiten und Termine können sich ändern.
Salzhandelsweg und Innradweg im Vergleich
Der Salzhandelsweg startet in Stammham an der Mündung von Inn und Salzach. Er folgt der früheren Salzhandelsroute Passau–Burghausen–Tittmoning–Laufen–Bad Reichenhall–Hallein. Unterwegs führt er durch Dörfer, Fluren und Wälder der Voralpenlandschaft und berührt historische Salzachstädte. So steht bei dieser Route die Verbindung von Handelsgeschichte und Landschaft im Vordergrund.
Der Innradweg setzt einen anderen Schwerpunkt. Er führt von Marktl über Stammham und Seibersdorf nach Bergham; außerdem verläuft er durch Stammham. Der Abschnitt innerhalb des Europareservats Unterer Inn ist als Naturerlebnisweg ausgewiesen. Stammham liegt zudem am Knotenpunkt mehrerer gut ausgebauter Radwanderwege. Für die Orientierung helfen die unterschiedlichen Bezugspunkte: Der Salzhandelsweg knüpft an eine historische Handelslinie an, der Innradweg an den Verlauf entlang des Inn und an den Naturerlebnisweg im Schutzgebiet.
Natur am Unteren Inn
Stammham ist der Beginn des bedeutenden Vogelschutzgebiets „Europareservat Unterer Inn“. Das EU-Vogelschutzgebiet „Salzach und Inn“ umfasst am Unteren Inn Inseln, Deichvorländer, Verlandungszonen und Auwälder. Sein Abschnitt reicht bis zur Staustufe Stammham. Diese Lebensräume geben dem Naturthema eine eigene Vielfalt, von Flussinseln und Uferbereichen bis zu Feuchtzonen und Auwäldern.
Im näheren Umfeld, vor Stammham, ist ein Abschnitt der Lindenallee entlang der ehemaligen B20 als Naturdenkmal ausgewiesen. Die Allee ergänzt die Fluss- und Schutzgebietsthemen um ein weiteres Element der Kulturlandschaft. Damit umfasst der Blick auf die Umgebung neben Radwegen und Gewässerräumen auch eine ausgewiesene Baumallee.
Der übergeordnete Rahmen: Altötting
Im übergeordneten Reiseziel Altötting liegt der Landkreis Altötting an Inn und Salzach. Sein Landschaftsbild wird von einer etwa 10 Kilometer breiten Ebene geprägt, in der der Inn fließt und die im Norden und Süden von grüner Hügellandschaft begrenzt wird. Zusammen mit dem Landkreis Mühldorf gehört Altötting zur Tourismusregion Inn-Salzach. Die Besucherinformationen dieser Region umfassen unter anderem Rad- und Pilgerwege, Museen und Badeseen.
Für die Reiseplanung lassen sich die Maßstäbe so auseinanderhalten: In Stammham stehen St. Laurentius, die beiden beschriebenen Radwege und die Natur am Unteren Inn im Mittelpunkt. Altötting bezeichnet den größeren regionalen Rahmen mit seinen eigenen Landschafts- und Besucherthemen. So können Sie entscheiden, ob Sie Ihre Reise vor allem an der Ortsgeschichte, am Radfahren oder an der Natur ausrichten möchten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marktl.