Oberdachstetten liegt am Oberlauf der Rezat in einer waldreichen Hochlage; das Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Frankenhöhe. Die Rezatquelle befindet sich ebenfalls im Gemeindegebiet, am Wanderweg von Oberdachstetten nach Marktbergel. Wer einen Aufenthalt plant, findet hier verschiedene Möglichkeiten, die Tage mit Wandern, Radfahren, Kirchenbesuchen oder einem Abstecher ans Wasser zu gestalten.
Wandern mit unterschiedlichen Längen
Der Europäische Wasserscheideweg lässt sich nutzen, um das Gemeindegebiet zu Fuß zu erkunden. Daneben bieten mehrere Rundwanderwege konkrete Optionen für unterschiedliche Weglängen. Der Weg „Storch“ führt von Oberdachstetten über Urphertshofen zurück, ist 6,7 Kilometer lang, weist 160 Höhenmeter auf und wird als mittelschwer eingestuft.
Die mittelschwere Runde „Roter Milan“ ist 7,4 Kilometer lang. Ihre Strecke führt über Waldeslust, die Spinnerin, den Grabhügel, die Rezatquelle und den Steinbruch zurück über Waldeslust nach Oberdachstetten. Ebenfalls mittelschwer sind „Eichblatt“ mit 9,5 Kilometern über Buchenberg, das Jagdhaus und Spielberg sowie „Bachstelze“ mit 13,8 Kilometern über Spielberg, die B 13 südlich von Hohenau und Mitteldachstetten. Beide Rundwege beginnen und enden in Oberdachstetten.
Für eine als leicht eingestufte Alternative beginnt und endet der 7,2 Kilometer lange Rundweg „Steinpilz“ in Anfelden und führt über Landsknecht und das Schwedenkreuz. Er ist damit etwas länger als der mittelschwere „Storch“, aber leichter eingestuft. Bei der Auswahl können Sie also sowohl die angegebene Schwierigkeit als auch die Länge vergleichen. Wegbedingungen und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie die aktuelle Situation vor einer Tour.
Auch einzelne Sehenswürdigkeiten liegen an Wanderwegen: Der Teufelsgraben und die sogenannte Spinnerin befinden sich am Weg von Oberdachstetten nach Westheim. Ein Grabdenkmal in Form eines romanischen Kreuzes erinnert an die Spinnerin. Im Naturschutzgebiet „Weiherboden bei Anfelden“ umfasst ein Teil wichtige Feuchtlebensräume für spezielle Tier- und Pflanzenarten, die durch extensive Bewirtschaftung erhalten werden.
Kirchen, Geschichte und Kirchweih
Die Kirchen im Gemeindegebiet zeigen verschiedene historische und bauliche Bezüge. Die St.-Bartholomäus-Kirche in Oberdachstetten wurde von 1837 bis 1844 im Stil des Münchner Klassizismus errichtet. Die Kirche in Berglein ist eine Wehrkirche; in ihrem Chorturm mit anschließender Sakristei sind mittelalterliche Mauerreste erhalten.
Die Kirche in Mitteldachstetten wurde erstmals 1122 urkundlich erwähnt. Ihr Chorturm entstand Ende des 14. Jahrhunderts und besitzt Schießscharten. Damit reicht die örtliche Kirchengeschichte von einer frühen urkundlichen Erwähnung bis zu erhaltenen mittelalterlichen Bauteilen und einem Bau aus dem 19. Jahrhundert.
Ein wiederkehrender Termin im Jahreslauf ist die Kirchweih: Sie findet alljährlich am dritten Sonntag im Oktober statt. Den Abschluss des traditionellen Kirchweih-Umzugs bildet das „Pariser Eilrad“. Wenn Sie Ihren Besuch gezielt mit dem Fest verbinden möchten, prüfen Sie vorab das Programm für den jeweiligen Termin.
Badestelle, Anreise und Radwege
Die gemeindeeigene Badestelle bietet Abkühlung im Wasser, eine Liegewiese zum Sonnenbaden und ein Volleyballfeld; sanitäre Anlagen sind vorhanden. Am Rand von Oberdachstetten liegt außerdem ein Jugendzeltplatz mit Betriebsgebäude und Badestelle. Wenn Sie diese Übernachtungsmöglichkeit erwägen, klären Sie Buchung und Verfügbarkeit vorab.
Der Bahnhof Oberdachstetten kann als Ausgangspunkt für viele Tagestouren sowie für die An- und Abreise von und nach Nürnberg und Würzburg dienen. Für die konkrete Verbindung sollten Sie die Fahrpläne für Ihren Reisetag prüfen. Auch für Radtouren gibt es mehrere Anknüpfungspunkte: Der Biberttalradweg führt durch Oberdachstetten und lässt sich mit dem Burgenstraßenradweg und dem Zenntalradweg durch das Romantische Franken verbinden. Der von Bamberg kommende Aischtalradweg führt durch das Gemeindegebiet. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts auf Wanderungen, Kirchen und Ortsgeschichte oder auf Radstrecken legen, ohne alle Angebote in eine einzelne Tour zu packen.
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