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Rothenburg ob der Tauber verbindet unterschiedliche kulturhistorische Themen mit mehreren Wanderoptionen. Für die Reiseplanung helfen zwei Fragen: Wie viel Zeit möchten Sie für eine Runde vorsehen, und welche Seiten der Stadtgeschichte interessieren Sie besonders? Die Wege unterscheiden sich nach Länge, Dauer und Landschaft; Museen, Gassen und Stadtmauer setzen andere Schwerpunkte. So lässt sich der Aufenthalt an den eigenen Interessen ausrichten.

Wanderwege nach Zeit und Landschaft

Am Rothenburger Marktplatz beginnen und enden 13 kombinierbare Rundwanderwege. Zusammen sind sie mehr als 170 Kilometer lang; außerhalb der historischen Altstadt sind die Wege beschildert. Für eine einzelne Runde bietet der Rothenburger Turmweg eine andere Orientierung: Er führt auf einer etwa vier Kilometer langen Strecke in rund zweieinhalb Stunden um die Altstadt.

Die Kleine Taubertalwanderung ist mit 4,1 Kilometern etwas länger als der ungefähr vier Kilometer lange Turmweg, ihre angegebene Dauer ist mit etwa eineinhalb Stunden jedoch kürzer als dessen rund zweieinhalb Stunden. Sie führt durch verborgene Gassen der Altstadt ins Taubertal und verläuft zwischen der Doppelbrücke und dem Topplerschlösschen. Damit lassen sich zwei ähnlich lange Strecken nach Dauer und Verlauf unterscheiden. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Routeninformation.

Eine weitere Wegoption ist der Rundweg W4 „Über den Naturstieg“: Er ist 5,3 bis 7,6 Kilometer lang und führt durch schattigen Mischwald oberhalb von Tauber und Schandtauber. Der Rothenburger Taubermühlenweg führt von der historischen Altstadt durch das Tauber- und Schandtaubertal bis nach Detwang und vorbei an insgesamt 15 Mühlen.

Stadtmauer, Aussicht und Tauberlandschaft

Große Teile der Stadtmauer sind rund um die Uhr begehbar. Bei Instandhaltung oder aus Sicherheitsgründen können sich die Zugangsbedingungen ändern; prüfen Sie deshalb vor dem Besuch die aktuelle Situation. Zum Aussichtspunkt des Rathausturms führen 220 Stufen. Der kleine Burggarten hoch über dem Tauberfluss setzt dazu einen landschaftlichen Akzent. Stadtmauer, Turm und Park bieten verschiedene Anknüpfungspunkte, um den Tag zwischen historischem Stadtbild und Landschaft zu gestalten.

Geschichte und Sammlungen

Das RothenburgMuseum zeigt die städtischen Sammlungen aus acht Jahrhunderten auf mehr als 2.500 Quadratmetern. Seine Judaica-Abteilung präsentiert Zeugnisse jüdischer Kultur in Rothenburg ob der Tauber. Einen anderen Zugang zur Geschichte jüdischen Lebens bietet die Judengasse: Sie trägt ihren Namen seit 1371, ist von charakteristischen Fachwerkhäusern geprägt und gilt als einzige erhaltene spätmittelalterliche Judengasse Europas. Hier lebten Juden und Christen Seite an Seite. Judengasse 10 ist ein außergewöhnliches Kulturdenkmal mit einer historischen Mikwe im Keller.

Auch Bauwerke und Museen setzen eigene historische Akzente. Die ehemalige Franziskanerkirche ist die älteste Kirche der Stadt und beherbergt den Franziskusaltar von Tilman Riemenschneider. Die ehemalige, 1396 errichtete Johanniterkommende beherbergt das Mittelalterliche Kriminalmuseum, ein Museum zur Rechtsgeschichte, das als bedeutendstes Museum dieser Art in Deutschland gilt. Das Deutsche Weihnachtsmuseum vermittelt auf mehr als 250 Quadratmetern die Geschichte des Weihnachtsfests. Zusammen zeigen diese Orte unterschiedliche Zugänge: städtische Sammlungen, religiöse und jüdische Geschichte, Rechtsgeschichte und die Entwicklung eines Festes.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ansbach.

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