Mitteleschenbach liegt in einer hügeligen Waldlandschaft im nördlichen Fränkischen Seenland. Der Ort verbindet Ausflüge in den Wald mit Einblicken in seine Ortsgeschichte: Rundwanderwege, eine Radroute und ein Audioguide stehen neben den Kirchen St. Nikolaus und St. Walburga sowie dem Gänsebrunnen im Ortszentrum. Für Ihre Planung können Sie zwischen einer Rundtour, der Radverbindung zum Altmühlsee und einem kulturgeschichtlichen Weg mit Hörstationen wählen.
Rundwege und Waldlandschaft
Die Gemeinde Mitteleschenbach hat mehr als 50 Kilometer neue Rundwanderwege rund um den Ort ausgeschildert. Die Wanderkarte „Wandern im Mönchswald – Wandertipps rund um Mitteleschenbach“ enthält sechs Rundwanderwege mit Längen zwischen 6 und 14 Kilometern. Wenn Sie eine bestimmte Länge bevorzugen, bietet die Karte einen hilfreichen Rahmen für die Planung. Die Wanderkarten sind kostenlos im Rathaus von Mitteleschenbach und in verschiedenen Gasthäusern erhältlich.
Der ausgedehnte Mönchswald bietet Naturliebhabern vielfältige Erholungsmöglichkeiten. Im Waldgebiet um den 526 Meter hohen Mönchsberg gibt es Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren. So gehört die bewaldete Hügellandschaft zum Charakter der Ausflüge ebenso wie die Entscheidung für eine Rundtour oder eine Aktivität auf dem Rad.
Mit dem Rad oder per Audioguide unterwegs
Der gut ausgeschilderte Radweg Nr. 8 verbindet Mitteleschenbach mit dem Altmühlsee und führt unter Umgehung des Höhenzugs des Mönchswaldes. Der See liegt 14 Kilometer entfernt. Damit steht den Rundwanderwegen eine Radverbindung mit einem klar benannten Ziel gegenüber. Wenn Sie lieber eine Strecke mit Ziel wählen als eine Rundtour, ist der Altmühlsee der Orientierungspunkt dieser Route.
Die Altmühl-Mönchswald-Lauschtouren bieten eine etwa 1,4 Kilometer lange Audioguide-Tour durch die Mönchswaldgemeinde mit acht Lauschpunkten. Inhaltlich geht es um den früheren Dorfalltag und die Themen Arbeit, Schule und Glaube. Der Audioweg setzt damit einen anderen Schwerpunkt als die Wanderkarte: Neben der Streckenlänge rückt die Vermittlung von Ortsgeschichte in den Mittelpunkt. Sie können die Rundwege nach ihrer Länge betrachten und die Lauschtour nach ihrem kulturellen Thema auswählen.
St. Nikolaus und St. Walburga
Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Mitteleschenbach ist ein einfacher spätgotischer Bau aus Sandstein. Bei einer Erweiterung wurden 1895 ein neuer Chor und ein neues Schiff errichtet; die ältere Kirche blieb als Querschiff erhalten. Auch die Ausstattung umfasst Werke aus verschiedenen Zeiten: Den Hochaltar schmückt ein Kruzifix vom Ende des 15. Jahrhunderts. In der Kirche befinden sich außerdem wertvolle Hochrelieffiguren der Beweinung Christi aus der Zeit um 1520.
Die Friedhofskirche St. Walburga gilt als das älteste Gebäude in Mitteleschenbach. Ihr Altar wurde am 13. Juni 1400 durch Weihbischof Seyfried von Eichstätt konsekriert. 1722 wurde die Kirche nach Plänen des damaligen Baudirektors Gabriel di Gabrieli erweitert. Arbeiten an der Friedhofskirche wurden im Juli 2020 abgeschlossen. Für St. Walburga wird außerdem ein virtueller Besuch angeboten.
Ein weiteres Motiv aus der Ortsgeschichte begegnet Ihnen auf dem Dorfplatz im Ortszentrum: Der Gänsebrunnen ist mit Bronzefiguren der Künstlerin L. Kressel-Orfzky geschmückt. Sie nehmen Bezug auf das ländliche und bäuerliche Leben vergangener Zeiten.
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