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Großgressingen ist seit Langem mit dem ehemaligen Zisterzienserkloster Ebrach verbunden. Historische Spuren im Ortsbild, Zeugnisse bei Sankt Rochus, benannte Wege und ein wiederkehrender Festtermin geben Ihrer Reise verschiedene Anknüpfungspunkte. In Ebrach selbst kommen weitere Kultur- und Naturthemen hinzu.

Klostergeschichte im Ortsbild

Großgressingen befand sich über viele Jahrhunderte im Besitz des Klosters und gehörte zu dessen weitreichendem Grundherrschaftsgebiet. Die Bauern des Dorfes waren verpflichtet, dem Kloster den Zehnt zu entrichten. Spuren dieses Einflusses zeigen sich bis heute in Ortsbild, Flur- und Besitzstrukturen sowie in der Ortsgeschichte. Die historische Verbindung betrifft damit nicht nur einzelne Gebäude, sondern auch die überlieferten Strukturen des Ortes.

Ein konkretes Zeugnis ist das ehemalige Klostergebäude, das sogenannte Jägerhaus, in der St.-Rochus-Straße 3. Es stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Kirche und Friedhof bei Sankt Rochus wurden nach der verheerenden Pestepidemie von 1613 von Abt Hieronymus Höllein erbaut und den Pestheiligen St. Rochus und Sebastian geweiht. In der Nähe der Kirche steht am Ebracher Weg beziehungsweise an der St.-Rochus-Straße ein Bildstock mit einer Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit, bezeichnet mit 1820.

Wege, Ausblicke und ein Festtermin

Der Zisterzienserweg Ebrach umfasst einen Abschnitt zwischen Großgressingen und Ebrach. Auf dem Klosterlandschaftweg bietet sich zwischen Sankt Rochus und Winkelhof ein weiter Ausblick über die Steigerwaldhöhen. Die beiden Angaben geben unterschiedliche Orientierungspunkte für die Planung: Der eine Wegabschnitt verbindet die benannten Orte, der andere ist durch den Ausblick auf die Steigerwaldhöhen charakterisiert.

Das Waldfest der Steigerwaldmusikanten Ebrach-Großgressingen findet seit gut 30 Jahren jährlich am ersten Sonntag im Juli bei Sankt Rochus bei Ebrach statt. Wenn Sie Ihren Besuch auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie vorab das Datum der jeweiligen Ausgabe.

Kultur- und Naturthemen in Ebrach

Kloster Ebrach wurde 1127 im Mittleren Ebrachtal gegründet. Zur ehemaligen Klosteranlage gehören die Abteikirche, der Kaisersaal, ein prunkvoll barockes Treppenhaus und gepflegte Gärten. Von April bis Oktober ist das Kloster dienstags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.

Die Dauerausstellung „Wilde Buchenwälder“ umfasst ein Walddiorama, Amphibienmodelle, einen Waldbodentunnel für Kinder und einen digitalen Infotisch. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Besucherinformationen. Die Verwaltungsgemeinschaft Ebrach bietet Gruppen ab zehn Personen eine Führung als „Gesamtpaket“ durch die Klosterkirche, den Kaisersaal und das Treppenhaus an. Für Gruppen ab zehn Personen gibt es außerdem eine Führung durch das Museum der Geschichte Ebrachs.

Gut ausgeschilderte Rundwanderwege rund um Ebrach bieten Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren und eröffnen Ausblicke auf Ebrach und die Täler des Steigerwalds. Auch Fernwanderwege führen durch Ebrach. Für die Anreise ab Bahnhof Bamberg gibt es die Buslinien 990 und 991 nach Ebrach. Die Linie 990, der Steigerwald-Express, fährt vom 1. Mai bis zum 1. November; prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Fahrplandetails.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ebrach.

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