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Mistelgau lässt sich auf zwei konkreten Ebenen planen: Die Rundwanderwege unterscheiden sich in Länge und Startpunkt, während Kunst und Brauchtum eigene Themen setzen. Wer zuerst die gewünschte Streckenlänge vergleicht, findet mehrere benannte Runden; wer nach saisonalen Bräuchen sucht, kann sich an der Karwoche, dem 30. April sowie dem Zeitraum von Juli bis Oktober orientieren.

Rundwanderwege nach Länge und Startpunkt

Der 6,5 km lange Rundwanderweg um Mistelgau beginnt und endet am Rot-Kreuz-Haus Mistelgau. Dort beginnt und endet auch der 5,5 km lange Rundwanderweg Hoher Berg. Die 6 km lange Kulmleite-Runde startet und endet am Bauhof Mistelgau; beim 5,7 km langen Rundwanderweg Schobertsberg liegen Start und Ziel an der Culmer Straße. Für jeden dieser vier Wege ist eine Routenbeschreibung noch in Vorbereitung.

Die Längen bieten eine direkte Vergleichsgrundlage: Hoher Berg ist mit 5,5 km die kürzeste der vier Runden, der Rundwanderweg um Mistelgau mit 6,5 km die längste. Kulmleite und Schobertsberg liegen mit 6 beziehungsweise 5,7 km dazwischen. Eine längere Streckenoption ist der Rundwanderweg St. Rupert: Er ist 14 km lang und führt unter anderem über Obernsees, die St.-Rupert-Kapelle, Geislareuth, Mistelgau, Frankenhaag und Streit. Eine 8 km lange Abkürzung ist ebenfalls angegeben. So lassen sich die Runden mit benanntem Start- und Endpunkt und die längere Strecke mit Abkürzung anhand ihrer ausgewiesenen Kilometer vergleichen.

Kunst und saisonale Bräuche

Entlang des Ehrlichbachs in Obernsees stehen zwölf Skulpturen des dort lebenden Künstlers Fritz Föttinger. Sie sind aus Eisen alter landwirtschaftlicher Geräte gefertigt. Die Werkgruppe verbindet einen namentlich benannten Künstler mit einem klar beschriebenen Material und einem konkreten Standort.

Der Hummeltrachten-Erhaltungsverein Mistelgau stellt jedes Jahr am 30. April in sorgfältiger Handarbeit einen Maibaum auf dem Dorfplatz von Mistelgau auf. Während der Karwoche stellen Vereine in Mistelgau und einigen Gemeindeteilen Osterbrunnen auf. Die beiden Bräuche sind damit unterschiedlichen Abschnitten des Frühlings zugeordnet.

In der Gemeinde Mistelgau finden außerdem acht mehrtägige Kerwas von Juli bis Oktober statt; sie werden von den örtlichen Burschenvereinen geleitet. Für die zeitliche Einordnung ergibt sich so ein deutlicher Unterschied: Maibaum und Osterbrunnen gehören ins Frühjahr, während sich der Zeitraum der Kerwas vom Sommer bis in den Herbst erstreckt.

Geologie und Knockhütte

Im Gemeindegebiet Mistelgau liegt das Geotop „Zum Donnerkeil“. Die Fossiliengrube „Zum Donnerkeil“ enthält besondere Versteinerungen, darunter ein Belemniten-Schlachtfeld und Reste von Sauriern. Das Sammeln von Fossilien und das Graben sind dort eingeschränkt; beachten Sie diese Einschränkung bei Ihrer Planung.

Die Knockhütte steht auf einer 547 m hohen Weißjura-Erhebung, die seit 1997 Naturschutzgebiet ist. An Sonn- und Feiertagen werden an der Knockhütte Getränke und Brotzeiten für bis zu 40 Gäste angeboten. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob das Angebot aktuell gilt.

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