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Freilassing verbindet eine markante Eisenbahngeschichte mit unterschiedlichen kulturellen Themen: Im Stadtmuseum reichen die Abteilungen von Vor- und Frühgeschichte bis Wirtschaft, während die Lokwelt den Blick auf die Eisenbahngeschichte richtet. Für die Planung bieten außerdem ein leichter Radrundweg, der Wochenmarkt und die nahe Saalachau verschiedene Anknüpfungspunkte. Die Stadt liegt in verkehrsgünstiger Lage direkt vor den Toren der Messe- und Weltkulturstadt Salzburg, inmitten der oberbayerischen Berglandschaft.

Geschichte zwischen Bahn und Stadtmuseum

Der Bau der Eisenbahnstrecke München–Salzburg machte Freilassing 1860 zu einer Bahnstation an einer wichtigen europäischen Verkehrsverbindung an der Grenze zum österreichischen Kaiserreich. Im Stadtmuseum werden dazu weitere Aspekte der Stadtgeschichte eingeordnet. Die fünf Abteilungen widmen sich der Vor- und Frühgeschichte, der Ortsentwicklung, Freilassing als Grenzstadt, der Eisenbahn und der Wirtschaft. So stehen frühe Geschichte, die Entwicklung des Ortes und seine Rolle als Grenzstadt nebeneinander.

Ein Schaugrab zeigt eine junge Bajuwarin, die vor etwa 1.500 Jahren hier gelebt hat. Der Verein, der das Stadtmuseum betreibt und 1998 mit dem Kulturförderungspreis der Stadt Freilassing ausgezeichnet wurde, veranstaltet jährlich drei Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Themen. Da das Programm vom Betreiber überarbeitet werden kann, prüfen Sie vor dem Besuch, welche Sonderausstellungen aktuell angesetzt sind.

Kunst und Eisenbahnerbe

Die Stadtgalerie Freilassing befindet sich im Erdgeschoss des Alten Feuerwehrhauses am Hermann-Ober-Platz und zeigt das ganze Jahr über verschiedene Ausstellungen regionaler Künstler. In der Marienkirche setzt ein frühklassizistischer Hochaltar aus vielfarbigem Untersberger Marmor einen anderen Akzent: Wolfgang Hagenauer entwarf ihn, geschaffen wurde er 1775/76. Damit treffen wechselnde regionale Kunstausstellungen auf ein genau datiertes sakrales Kunstwerk.

Die Lokwelt Freilassing umfasst einen liebevoll restaurierten Rundlokschuppen und vermittelt 150 Jahre Eisenbahngeschichte. Der Rundlokschuppen wurde von 1902 bis 1905 errichtet und ist ein bedeutendes Baudenkmal der Industriegeschichte. Zusammen mit der Bahnstation von 1860 ergeben sich zwei verschiedene Zeitmarken: der Ausbau der Strecke München–Salzburg und der später errichtete Lokschuppen.

Unterwegs in Freilassing

Der Freilassinger Radrundweg ist als leicht beschrieben. Er beginnt am Bahnhof, führt in die Stadt und bezieht die Freilassinger Lokwelt ein. Teilweise verläuft die Runde an der Saalach entlang, bevor sie zum Bahnhof zurückkehrt. So verbindet die Strecke Stadtabschnitte und das Eisenbahnthema mit Flussabschnitten.

Im Außenbereich der Sport- und Freizeitanlage Badylon befindet sich eine überdachte Kletterwand des Deutschen Alpenvereins mit einer Wandhöhe von bis zu neun Metern. Sie bildet einen anderen sportlichen Bezugspunkt als der Radrundweg, dessen Verlauf durch Stadt und Umgebung führt.

Der Wochenmarkt, auch Grünmarkt genannt, findet jeden Mittwoch und Samstag von 7.00 bis 13.00 Uhr in der Hauptstraße beziehungsweise Fußgängerzone statt. Prüfen Sie die Termine und Zeiten vor der Anreise, damit Sie den Marktbesuch in das passende Zeitfenster legen können.

Im näheren Umfeld liegt die Saalachau, ein etwa sieben Kilometer langes grünes Band entlang der Saalach, des Grenzflusses. Dieser Landschaftsraum ergänzt die kulturellen Stationen im Stadtgebiet um einen nahen Bezug zum Fluss und zur grünen Umgebung.

Weitere Reiseziele entdecken: Bayerisch Gmain, Ainring, Ramsau bei Berchtesgaden, Piding, Schönau am Königssee, Anger, Berchtesgaden, Laufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Berchtesgadener Land.

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