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Altenkunstadt verbindet zwei sehr unterschiedliche Zeitspuren: die ehemalige Synagoge und den Kordigast als Hausberg der Gemeinde. Die Synagoge wurde 1726 erbaut und dient seit 1993 als Erinnerungs- und Gedenkstätte sowie als Kulturraum der Gemeinde Altenkunstadt. Auf dem Kordigast lebten nachweislich bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. Kelten. So stehen ein historisches Bauwerk und eine viel ältere Siedlungsgeschichte als unterschiedliche kulturelle Anknüpfungspunkte nebeneinander.

Kordigast: Gipfel, Wege und Fossilien

Der Kordigast hat zwei Gipfel: Der Große Kordigast ist 536 Meter hoch, der Kleine Kordigast 538 Meter. Der Kleine ist damit zwei Meter höher als der Große. Familienfreundliche Wanderwege führen am Lehrpfad „Schlauwienix“ entlang zum Abenteuerspielplatz „Spielwienix“ auf dem Kordigast. Die Namen machen die Strecke und ihr Ziel leicht unterscheidbar: Hier stehen ein Lehrpfad und ein Abenteuerspielplatz im Mittelpunkt.

Neben dem Parkplatz Waldfrieden können kleine Geologen an einer Klopfstelle mit etwas Glück Versteinerungen aus der Jurazeit finden. Damit kommt zur Wanderung eine weitere, eigene Aktivität hinzu: die Suche nach Fossilien. Die Fundmöglichkeit bleibt ausdrücklich vom Glück abhängig.

Strössendorf: Burg, Schloss und Ortsbild

In Strössendorf wurde die Burg im 12. Jahrhundert errichtet und im Laufe der Zeit schrittweise in das heutige Schloss umgewandelt. Hoch über dem Main liegt dort ein weithin sichtbares Ensemble aus Schloss und Kirche, eingerahmt von hohen Bäumen. Die Burgentwicklung erzählt von einem Wandel über die Zeit; das Ensemble beschreibt zugleich das markante Ortsbild von Strössendorf.

Eine regionale Radroute

Für die Planung einer Radfahrt führt der Ziegenfeldertal-Radweg von Hollfeld, mit Anschluss an den Hochweg Fränkische Schweiz, über Kleinziegenfeld und entlang des Wasserlaufs Weismain durch die Stadt Weismain bis in den Bereich Altenkunstadt/Burgkunstadt am Main. Die Route eröffnet eine andere Perspektive als die Wanderwege am Kordigast: Sie verläuft über mehrere Orte und erreicht den genannten Bereich am Main. Prüfen Sie vor der Fahrt die Streckenbedingungen.

Lichtenfels als eigener Korbflecht-Schwerpunkt

Auch im übergeordneten Reiseziel Lichtenfels gibt es einen eigenen Schwerpunkt rund um die Flechtkultur. Der 14 Kilometer lange Erlebnisrundweg Pfad der Flechtkultur verbindet Lichtenfels und Michelau auf naturnahen Wegen durch die Mainauen. Seine 23 Informationstafeln widmen sich der Geschichte und Tradition des Korbmacherhandwerks, der Korbindustrie und des Korbhandels am Obermain. Nahe Oberwallenstadt gehören ein Weidenlabyrinth für Kinder, eine Weidenmuschel im Flussbad, ein geflochtenes Tipi am Ortswiesensee Oberwallenstadt sowie weitere Flechtkunstgebilde zum Pfad.

In Lichtenfels selbst hat die Altstadt ihren typisch fränkischen Charakter bewahrt. Das Bamberger Tor und das Kronacher Tor sind erhalten, Teile der alten Stadtmauer sind noch sichtbar. Im Stadtschloss Lichtenfels sind städtische Sammlungen zur Bier- und Brauereigeschichte, zur Eisenbahn und zum Korbhandel zu sehen; die Ausstellungsinhalte können sich ändern.

Ein weiterer saisonaler Anhaltspunkt ist der Lichtenfelser Korbmarkt: Er findet jedes Jahr am dritten Wochenende im September statt. Wenn Sie Ihre Reise danach ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine für das gewünschte Jahr.

Weitere Reiseziele entdecken: Hochstadt-Marktzeuln, Marktzeuln, Michelau In Oberfranken, Ebensfeld, Bad Staffelstein, Redwitz an der Rodach, Lichtenfels, Burgkunstadt.

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