Unterhalb des Gipfels des Haussteins liegt ein kleines Plateau mit einer knapp zwei Meter hohen Granitsäule. Ihre Inschriften erinnern an zwei genau datierte Anwesenheiten: König Max II. und Marie am 11. Juli 1849 sowie einen bayerischen Prinzen am 10. Juni 1901. In Schaufling treffen solche konkreten Geschichtsspuren auf Wanderwege mit unterschiedlichen Landschaften und Aussichtspunkten.
Wanderwege zwischen Mischwald und offener Landschaft
Der Wanderweg Nr. 18 führt durch Mischwälder und teilweise durch offene Landschaft. Er bietet Ausblicke auf den Lallinger Winkel, den Hausstein und die Donauebene. Nr. 17 verläuft durch die offene Landschaft am Fuß des Bergrückens Hausstein und eröffnet Blicke auf den Lallinger Winkel, den Brotjacklriegel und die Donauebene. Lallinger Winkel und Donauebene kommen bei beiden Wegen vor; die Waldpassagen von Nr. 18 und die offene Lage von Nr. 17 setzen unterschiedliche Akzente.
Eine Goldsteig-Alternativroute führt von der Rusel durch den Haussteiner Hochwald, an der Asklepios-Klinik vorbei nach Schaufling und über Wulreiching, Ragin, Ensbach, Böhaming und Ginn bis zur Einmündung in die Hauptstrecke. Der Zielwanderweg Nr. 7 zwischen Nadling und der Asklepios-Klinik wird im Winter als Winterwanderweg hergerichtet. Wenn Sie ihn für eine winterliche Tour einplanen, prüfen Sie die örtlichen Angaben zur saisonalen Vorbereitung vor der Reise.
Der Kräuterlehrpfad am Kräutergarten „Kräutersegen“ ist 2 km lang und führt durch offene Landschaft und Mischwald. Er liegt in der Gemeinde Schaufling. Im näheren Umfeld beginnt der GEHsundheitsweg am Parkplatz Ruselabsatz an der Staatsstraße ST 2135. Informationen zur Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie auf der Gemeindeseite.
Ortszeichen und Erinnerungen
Der Königstein liegt auf dem kleinen Plateau unterhalb des Haussteingipfels. Auf der Granitsäule erinnern Inschriften an die Anwesenheit von König Max II. und Marie am 11. Juli 1849 sowie an die eines bayerischen Prinzen am 10. Juni 1901. Die genannten Tage und Personen machen das Erinnerungszeichen zu einem konkreten Teil der Ortsgeschichte.
Im Zentrum von Schaufling steht direkt vor der Pfarrkirche die uralte „Dorflinde“. Sie gilt als Natursehenswürdigkeit und Naturdenkmal und ist ein markanter Wiedererkennungswert des Schauflinger Ortsbildes. Die Linde und die Granitsäule stehen damit für unterschiedliche Aspekte der Ortsbeschreibung: hier ein Naturdenkmal im Ortszentrum, dort ein steinernes Zeichen mit zwei datierten Erinnerungen.
Ausgezeichnete Weiler in der Gemeinde
Auch in den Weilern der Gemeinde Schaufling spielen Ortsbild und Geschichte eine Rolle. Ensbach besitzt ein markantes Bauernhausensemble. Beim Bezirksentscheid 2000 des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ erhielt der Weiler die Silbermedaille als Zweitplatzierter. Schützing erreichte im bayerischen Landesentscheid desselben Wettbewerbs den ersten Platz und im Bundesentscheid den zweiten Platz.
Der Weiler Sicking in der Gemeinde Schaufling ist für sein naturnahes Ortsbild und seine idyllische Tallage bekannt. 2006 wurde er für garten- und landeskulturelle Leistungen bei der Gestaltung einer lebenswerten Heimat ausgezeichnet. Zusammen zeigen die drei Weiler unterschiedliche Facetten: ein Bauernhausensemble in Ensbach, Wettbewerbserfolge in Schützing und die gewürdigte Orts- und Tallage Sickings.
Deggendorf als größerer Landschaftsrahmen
Im größeren Reisegebiet Deggendorf reicht das Deggendorfer Land von den Höhen des Bayerischen Waldes über die Donaulandschaft mit dem Mündungsgebiet der Isar bis zu den satten Farben des Gäubodens. Die Höhen liegen zwischen 200 und 1.150 Metern über dem Meeresspiegel. Auch die Burgruinen Natternberg und Winzer stehen im Reisegebiet Deggendorf für unterschiedliche Ausblicke. Von der Burgruine Natternberg reicht der Blick weit über den Gäuboden und in den Bayerischen Wald; Fußwege führen von drei Seiten zur Ruine. Die Burgruine Winzer bietet einen grandiosen Blick ins Donautal.
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