Ein barocker Zentralbau auf einem Hügel nordwestlich des Dorfes und ein Weiher, an dem eine Radtour optional einen Badestopp vorsieht, setzen in Notzing unterschiedliche Akzente. Die Dreifaltigkeitskapelle führt in die sakrale Baugeschichte, das Schloss in die mittelalterliche Ortsentwicklung; der Notzinger Weiher ergänzt diese Themen um eine Landschaftsperspektive. Wer für einen Aufenthalt zwischen Architekturgeschichte und Gewässerlandschaft abwägt, findet hier zwei klare Ansatzpunkte.
Kapelle und Schlossgeschichte
Die Dreifaltigkeitskapelle Notzing ist der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht und stammt aus dem Jahr 1680. Als anmutiger barocker Zentralbau besitzt sie Konchen und einen kleinen Zwiebelturm. Ihre Lage auf einem Hügel nordwestlich des Dorfes ergänzt die Bauform um einen konkreten geografischen Bezug. Widmung, Baujahr und bauliche Gliederung lassen sich gemeinsam lesen: Die Kapelle verbindet eine klare religiöse Zuordnung mit einer charakteristischen barocken Form.
Zum kulturhistorischen Bild gehört außerdem das Wasserschloss in Notzing, das für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung des Ortes im Mittelalter steht. Schloss Notzing befindet sich in Privatbesitz. Das Notzinger Schloss ist ein interessanter Bau mit Stufengiebel und kleinem Turm. So kommen zur Kapelle der mittelalterliche Bezug des Wasserschlosses und konkrete architektonische Merkmale des Schlosses hinzu.
Notzinger Weiher und Landschaft
Das Landschaftsschutzgebiet „Notzinger Weiher und Umgebung“ umfasst aktuell 118,99 Hektar im Landkreis Erding. Der Notzinger Weiher zählt zu den sonstigen Badeweihern im Landkreis, die anhand von Kriterien überwacht werden, die an die Bayerische Badegewässerverordnung angelehnt sind. Für die Einordnung lassen sich beide Angaben unterscheiden: Die Hektarangabe beschreibt den Umfang des Schutzgebiets, die Überwachung bezieht sich auf das Gewässer. Damit verbinden sich am Weiher ein Landschaftsschutzgebiet und ein eigener Badegewässer-Bezug.
Die 2024 veröffentlichte Radtour „Rund um den Flughafen – Rückfahrt vom Besucherpark zurück nach Poing“ sieht am Notzinger Weiher optional einen Badestopp vor. Der Stopp ist damit ein möglicher, nicht zwingender Bestandteil der Tour. Badebedingungen variieren saisonal; wenn Sie ihn einplanen, behandeln Sie ihn deshalb als flexible Ergänzung und nicht als festen Teil Ihres Tages.
Regionaler Kontext: Oberding
Im übergeordneten Reiseziel Oberding führt die historische Einordnung weit zurück: Oberding beziehungsweise sein Vorgängerort Dieng wurde erstmals 750 n. Chr. urkundlich erwähnt. Die Kirche St. Georg in Oberding gilt als kunsthistorisch bedeutend und ist mit Barock- und Rokokoausstattung verbunden. Diese historische und kirchliche Perspektive gehört zu Oberding und ergänzt die örtlichen Themen Notzings um einen eigenen regionalen Blick.
Auch die Radwanderroute „Ring der Regionen“ ist Oberding zugeordnet: Sie führt über den Flughafen und durch Oberding zurück nach Erding. Auf der SkulpTour III sind Holzskulpturen zu sehen, die im Sommer 2017 beim dritten und letzten Internationalen Holzbildhauersymposium in Oberding entstanden. Route und Skulpturen setzen damit eigene Rad- und Kunstthemen im Kontext Oberdings; die Notzinger Schwerpunkte bleiben die Kapelle, das Schloss und der Weiher.
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