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Am Ufer und über dem Ort

Die Route Muggendorf-Uferpromenade verläuft direkt am Ufer der Wiesent und führt am Naturpark-Infozentrum im Alten Bahnhof vorbei. Die dortige Ausstellung stellt die örtliche Flora und Fauna, fränkisches Brauchtum, die historische Eisenbahn sowie Entstehung und Schutz von Höhlen vor; sie zeigt außerdem naturkundliche und kulturelle Besonderheiten des Naturparks Fränkische Schweiz – Frankenjura. So stehen auf derselben Route Flussufer und Themen der Natur- und Kulturgeschichte nebeneinander.

Der Pavillon Muggendorf, fränkisch auch „Babylon“ genannt, ist ein traditionsreicher Aussichtspunkt auf einem freistehenden Felsen oberhalb des Ortes. Von dort geht der Blick über den Ortskern und das sich verbreiternde Wiesenttal bis zur Burgruine Neideck an der erneuten Engstelle des Tals. Eine andere Perspektive bietet der 12 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Hohen Kreuz mit seinem 270-Grad-Blick.

Wanderwege mit unterschiedlichem Charakter

Im Destinationsbereich Muggendorf-Streitberg erschließt ein weit verzweigtes, vorbildlich markiertes Wanderwegenetz landschaftliche Schönheiten und bevorzugte Aussichtspunkte. Der Felsensteig hat alpinen Charakter und umfasst einen mit einem Drahtseil gesicherten Abschnitt. Im übergeordneten Reiseziel Wiesenttal beginnt in Muggendorf außerdem die 35,0 km lange, mittelschwere Wiesenttal-Tour, die entlang des Wiesenttals nach Forchheim führt. Die Optionen unterscheiden sich in ihren Planungsmerkmalen: Beim Felsensteig sind alpiner Charakter und Sicherungsabschnitt wichtig, bei der Wiesenttal-Tour die ausgewiesene Länge und mittelschwere Einstufung.

Höhlen und historische Namen

Die Rosenmüllerhöhle oberhalb von Muggendorf ist eine ehemalige Schauhöhle, die als leicht begehbar gilt. Für die Höhle ist wegen des Fledermausschutzes eine Schließzeit vom 1. Oktober bis 31. März angegeben. Prüfen Sie vor dem Besuch lokal, ob diese Regelung aktuell gilt; auch die saisonalen Höhlenbedingungen sollten Sie vorab klären.

Auch die Namen der Region erzählen von ihrer Geschichte: Ende des 18. Jahrhunderts verwendeten die ersten Höhlenforscher und Romantiker für sie die Bezeichnung „Muggendorfer Gebürg“, bevor sich der Name „Fränkische Schweiz“ durchsetzte. Im Naturpark-Infozentrum begegnen Ihnen weitere Anknüpfungspunkte an diese Landschaftsgeschichte, darunter die historische Eisenbahn und die Entstehung und der Schutz von Höhlen.

Dampfbahn, Minigolf und Wiesenttal

Bei der Dampfbahn Fränkische Schweiz können Sie in Muggendorf ein- und aussteigen. Die Fahrpläne sind saisonal; prüfen Sie sie daher vor Ihrer Reise. Minigolf Muggendorf ist eine 18-Bahnen-Anlage neben dem Rathaus. Für die Sommermonate ist tägliches Spielen bei Tageslicht als Möglichkeit genannt. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob diese Angabe noch gilt.

Im übergeordneten Reiseziel Wiesenttal ist auch die Burgruine Neideck ein Ausflugsziel: Sie ist ein Zeugnis mittelalterlicher Geschichte und bietet Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Die Ruine ist nicht mit dem Auto erreichbar. Wege führen vom Freibad in Streitberg und vom Ortsteil Haag bergauf dorthin; Parkmöglichkeiten sollten Sie separat prüfen. Von Muggendorf aus lässt sich die Ruine zudem vom Pavillon aus im Landschaftsbild erkennen.

Weitere Reiseziele entdecken: Streitberg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wiesenttal.

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