Ein Steinsarkophag, der 1954 bei Bauarbeiten entdeckt wurde, kann in der Kapelle bei der St.-Ulrich-Kirche in Rettenbach besichtigt werden. Gemeinsam mit der Kirche und einer Informationstafel am Ortsrand eröffnet er einen Blick auf die kirchliche Geschichte und den römischen Grabkult des Ortes.
St. Ulrich und Spuren der Ortsgeschichte
In Rettenbach gibt es die Pfarrei St. Ulrich. Auch der Hochaltar der St.-Ulrichs-Kirche erzählt von einem historischen Anlass: Zum 800-jährigen Jubiläum der Schlacht auf dem Lechfeld stiftete ihn die Patronatsfamilie der Freiherren von Riedheim. Ausgestattet ist der Altar mit einem Ulrichsbild von Johann Anwander aus Lauingen. Stifterfamilie, Anlass und Künstler geben dem Altar mehrere konkrete Bezugspunkte, die sich beim Betrachten auseinanderhalten lassen.
Die Kapelle bei der Kirche bietet den Ort für die Besichtigung des Steinsarkophags; seine Entdeckung bei Bauarbeiten datiert auf 1954. Am Ortsrand lädt außerdem eine Infotafel zu einer kurzen Rast ein und informiert über den römischen Grabkult. Wer sich für religiöse Kunst oder archäologische Themen interessiert, findet damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte: hier den Hochaltar und das Ulrichsbild, dort die Information zum Grabkult. Die Tafel eignet sich zugleich als eigener kurzer Halt, ohne dass daraus eine bestimmte Gehzeit zwischen den Orten folgt.
Silbersee bei Remshart
Ein anderer Schwerpunkt liegt bei Remshart, in der Gemeinde Rettenbach: Am Silbersee können Besucher baden und schwimmen. Die im Sommer 2004 eröffnete Wassererlebnislandschaft bietet Kindern Spielmöglichkeiten. Damit steht neben den kirchlichen und historischen Themen auch ein Ziel für einen Aufenthalt am Wasser.
Ein Spaziergang um den Silbersee dauert etwa 35 Minuten; die tatsächliche Dauer kann je nach Besucher variieren. Für Ihre Auswahl ist der Unterschied der Themen hilfreich: St. Ulrich, Sarkophag und Infotafel stehen für Ortsgeschichte, der Silbersee bei Remshart für Baden, Schwimmen, Spielmöglichkeiten und eine Runde zu Fuß.
Weitere Ausflüge im übergeordneten Reiseziel Günzburg
Im übergeordneten Reiseziel Günzburg finden sich weitere Naturangebote mit unterschiedlichen Streckenlängen. Der Naturerlebnispfad Hansenhohl in Thannhausen ist rund 1,5 Kilometer lang und hat acht Spiel- und Informationsstationen. Von Besuchen im Winter wird wegen Rutschgefahr abgeraten. Zum Pfad gehört außerdem die kostenlose Quiztour „Sabotage im Hansenhohl“ als Krimi-App; prüfen Sie vorab, ob die App verfügbar ist.
Für längere Wegstrecken stehen im Reiseziel Günzburg andere Größenordnungen zur Wahl: Die DonauHänge sind ein 18,5 Kilometer langer Rundweg zwischen Günzburg und Offingen durch den Hangwald. Der DonAuwald-Wanderweg verläuft auf rund 60 Kilometern zwischen Günzburg und Schwenningen und ist der erste Premiumwanderweg in Bayerisch-Schwaben. Die Längen helfen, diese beiden Wege als unterschiedlich umfangreiche Optionen einzuordnen; sie sagen für sich genommen nichts über eine persönliche Gehzeit aus.
Auch weitere Ziele im übergeordneten Reiseziel Günzburg setzen andere Schwerpunkte. Am Turncable Wakepark in Thannhausen gehören Wakeboarden und Wasserskifahren zum Angebot. Die Kurse richten sich an Anfänger und Fortgeschrittene sowie an Einzelpersonen und Gruppen. Da es sich um aktuelle Betreiberinformationen handelt, sollten Sie Betriebstage und Kursverfügbarkeit vorab prüfen.
Pilgerorte, Museen und Familienausflüge in Günzburg
Maria Vesperbild bei Ziemetshausen im Landkreis Günzburg zieht jährlich 400.000 bis 500.000 Pilger zum Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes und gilt als größte Wallfahrt Bayerisch-Schwabens. Von der Wallfahrtskirche führt ein Kreuzweg zur Fatimagrotte im nahe gelegenen Wald. Die Grotte wurde 1957 erbaut und 2011 restauriert; an ihr stehen mehr als 1.000 Votivtafeln mit Dankesworten und Bezeugungen erhaltener Hilfe der Mutter Gottes. So verbinden sich religiöse Bedeutung, ein konkreter Wegverlauf und die Geschichte der Grotte an einem regionalen Ziel.
Für Museumsthemen bieten Ichenhausen und Burgau unterschiedliche Zugänge. Das Bayerische Schulmuseum Ichenhausen stellt die Entwicklung des Schulwesens über tausende Jahre dar. Zu seinen historischen Räumen gehört ein Klassenzimmer, in dem früher rund 50 Kinder Platz fanden. Das Museum der Stadt Burgau zeigt dagegen auf zwei Etagen die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zur jüngsten Vergangenheit und erstreckt sich über mehr als 700 Quadratmeter. Die Themen und Präsentationsformen unterscheiden die beiden Museumsbesuche deutlich.
Für einen Ausflug mit Kindern ist LEGOLAND® Deutschland in Günzburg eine weitere Option im übergeordneten Reiseziel: Der Freizeitpark umfasst 11 Themenwelten und 68 Attraktionen; das MINILAND ist sein Herzstück. Der Freizeitpark und das angeschlossene Feriendorf bieten Erlebnisse für Kinder zwischen 2 und 12 Jahren. Damit lässt sich ein familienorientierter Ausflug als eigener Baustein betrachten, getrennt von den örtlichen Themen Rettenbachs.
Die Unterkunftssuche nach dem Ausflugsprofil ausrichten
Die Angebote unterscheiden sich nach Thema und Umfang, von einem kurzen Spaziergang am See bis zu längeren Wanderwegen und Museumsbesuchen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Offingen.