Bundorf zeigt seine Geschichte an Kirchen, Fachwerk und Schlossanlagen; zugleich gehören Biotoplandschaft und Wege zum möglichen Entdeckungsprogramm. Im markanten Ortskern steht die spätbarocke Pfarrkirche. Das Wasserschloss liegt mitten in Bundorf, ist aber nicht frei zugänglich. Bei Kimmelsbach ergänzt ein renaturierter Bachlauf die baulichen Themen. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie deshalb unterschiedliche Interessen in den Blick nehmen: Baugeschichte auf der einen, Natur und Wege auf der anderen Seite.
Kirchen und Schlossgeschichte
Die katholische Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit und St. Laurentius ist ein Baudenkmal. Der Saalbau wurde 1731 von Johann Georg Danzer und Johann Georg Bierdümpfel errichtet. Zu seinen architektonischen Merkmalen zählen das Walmdach, der eingezogene Chor und der Fassadenturm mit Glockendach und Laterne. Werksteingliederungen und Ausstattung gehören ebenfalls zur Kirche. Zusammen mit ihrer spätbarocken Bauform macht sie die Ortsmitte zu einem markanten Bezugspunkt für die Architekturgeschichte Bundorfs.
In Kimmelsbach steht die katholische Filialkirche St. Nikolaus, ebenfalls ein Baudenkmal. Ihr Saalbau mit eingezogenem Chor, Satteldach, Dachreiter mit Zwiebelhaube und Giebelfassade entstand zwischen 1758 und 1763; 1908 wurde die Kirche verlängert. Auch sie ist mit Ausstattung überliefert. Im Vergleich zur Pfarrkirche in Bundorf fällt hier besonders die spätere Verlängerung als eigene Bauphase ins Auge. Am Kirchplatz in Bundorf befindet sich außerdem eine Fachwerkgruppe.
Das Wasserschloss Bundorf war ursprünglich eine mittelalterliche Wasserburg. Im Bauernkrieg 1525 wurde sie weitgehend zerstört und um 1565 von den Besitzern Truchsess von Wetzhausen wieder aufgebaut. Die Anlage umfasst einen barocken Nordbau um 1700 und einen dreigeschossigen Südflügel. Für die Planung eines Besuchs ist wichtig: Das Schloss ist nicht frei zugänglich. Die Baugeschichte umfasst mehrere Phasen – von der mittelalterlichen Wasserburg über die Zerstörung bis zum Wiederaufbau.
Ein weiterer historischer Bezug führt ins Jahr 1755: Christian Truchseß von Wetzhausen zu Bettenburg wurde auf Schloss Bundorf geboren. Im Ortsteil Stöckach befindet sich eine weitere beachtliche Schlossanlage. Als Baudenkmal erfasst sind die untertägigen Bauteile des frühneuzeitlichen Schlosses mit der katholischen Schlosskapelle St. Matthäus. So ergänzen unterschiedliche Schlossbezüge die Kirchen und Fachwerkhäuser als Themen der örtlichen Baugeschichte.
Landschaft und Wege
Am Höllgraben bei Kimmelsbach liegt eine malerische Biotoplandschaft mit renaturiertem Bachlauf. Dieser Naturraum setzt einen anderen Akzent als die Bauwerke im Ortskern und die Schlossanlagen. Wenn Sie bei Ihrem Aufenthalt neben Architektur auch Landschaft einplanen möchten, bietet Bundorf damit unterschiedliche Themen für die Tagesgestaltung.
Die 32,0 Kilometer lange Rundtour „Das Vermächtnis des letzten Ritters“ führt durch Bundorf. Eine weitere benannte Möglichkeit ist die Erlebnistour „NATUR trifft KULTUR“: Sie führt an zwei ehemaligen Mühlen vorbei und startet auf einem Parkplatz am Ortsrand von Schweinshaupten. Für Radfahrende gilt ein eigener Bezug: Das Gemeindegebiet liegt an landschaftlich reizvollen Radwegen. Diese Angaben unterscheiden die Rundtour, die Mühlenroute und die Radwege, ohne sie zu einer einzigen Strecke zusammenzufassen.
Für die Auswahl eines Aufenthalts lässt sich so ein eigener Schwerpunkt setzen: Kirchen, Fachwerk und Schlossgeschichte prägen das kulturelle Thema; der Höllgraben und die beschriebenen Wege ergänzen es um Natur und Bewegung. Sie können entscheiden, ob Ihre Reiseplanung stärker auf Bauformen und historische Stationen oder auf eine Rundtour, eine Erlebnistour beziehungsweise Radwege ausgerichtet sein soll.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hofheim In Unterfranken.