Mehr als 80 Türme umfasste einst die erweiterte Ingolstädter Stadtmauer; daraus entstand der Beiname „Die hunderttürmige Stadt“. Der Name gibt einen ersten Eindruck von der historischen Perspektive, die Ingolstadt neben Museen, Literatur und Wegen im Grünen bietet. Wenn Sie ein Hotel in Ingolstadt suchen, hilft die Frage nach Ihren Interessen dabei, die Zeit für diese unterschiedlichen Themen einzuplanen.
Stadtgeschichte zwischen Museum und Schloss
Im Stadtmuseum Ingolstadt veranschaulicht ein Stadtmodell aus dem Jahr 1571 die Stadt des Spätmittelalters. Weitere gezeigte Stücke führen in andere Epochen: Dazu gehören das Ingolstädter Bernstein-Collier, ein Bernsteinfund aus der Bronzezeit, und das Pferd des schwedischen Königs Gustav Adolf, das als Siegestrophäe aus dem Dreißigjährigen Krieg gezeigt wird. Zusammen eröffnen diese Objekte verschiedene historische Zugänge, vom Fundstück bis zum Stadtbild und zum Kriegsrelikt.
Das Neue Schloss, auch Neue Veste genannt, gilt als Vorreiter des neuzeitlichen Schlossbaus in Deutschland. Es liegt am Paradeplatz 4 im Südosten der Ingolstädter Altstadt. Damit lässt sich seine architektonische Bedeutung mit einer konkreten Position im Stadtgebiet verbinden, ohne das Schloss mit den Sammlungen des Stadtmuseums zu verwechseln.
Literatur und Audi-Geschichte
Das Marieluise-Fleißer-Haus widmet sich Leben und Werk der Schriftstellerin. Untergebracht ist das Museum in einem denkmalgerecht sanierten spätmittelalterlichen Bürgerhaus mit ehemaliger Schmiede. Der Marieluise-Fleißer-Spaziergang setzt einen anderen Akzent: Er verbindet historische Schauplätze mit Texten der Autorin, die an den jeweiligen Orten vorgetragen oder auf einem Display gelesen werden können. Die digitale Präsentation kann sich ändern; prüfen Sie vor Ihrem Besuch, wie die Texte vor Ort angeboten werden.
Im Audi museum mobile stehen mehr als 100 Automobile und Fahrräder sowie multimediale Präsentationen im Mittelpunkt. Sie veranschaulichen die Geschichte und lange Tradition von Audi. Davon zu unterscheiden sind die Werksbesichtigungen am Ingolstädter Unternehmensstandort, die Einblicke in die moderne Automobilproduktion geben. Wenn Sie eine solche Besichtigung einplanen möchten, prüfen Sie die Verfügbarkeit vorab.
Zu Fuß oder mit dem Rad durch Grünanlagen und Auen
Der Biotoperlebnispfad ist ein etwa elf Kilometer langer Fuß- und Radweg durch den Klenzepark, den Luitpoldpark, die westlichen Donauauen und die Glacisanlagen. 18 Informationstafeln informieren über wichtige Biotoptypen des Stadtgebiets. Der erste Abschnitt beginnt am Rathausplatz, führt durch Klenzepark und Luitpoldpark, entlang der Donau, über die Glacisbrücke und durch den Künettegraben zurück zum Rathausplatz.
Der zweite Abschnitt führt entlang der Donau zur Staustufe Ingolstadt und anschließend über die Fohlenweide und die Kleingartenanlage Moosgärten. Von dort verläuft er am Westfriedhof vorbei und über den Künettegraben zurück zum Ausgangspunkt. Die beiden Abschnitte bieten konkrete Orientierungspunkte für alle, die neben Museen auch einen Fuß- oder Radweg durch unterschiedliche Teile des Stadtgebiets einplanen möchten.
Weitere Orte im übergeordneten Reiseziel Ingolstadt
Im übergeordneten Reiseziel Ingolstadt ergänzt der Klenzepark, ein gärtnerisch gestalteter Bürgerpark am Südufer der Donau, die grünen Wege. Eine für Fußgänger und Radfahrer reservierte Brücke verbindet den Park mit der Altstadt. Im Ingolstädter Radwegenetz gibt es außerdem vier Themenradwege, die im Stadtgebiet beginnen, enden oder es durchqueren.
Zu den weiteren kulturhistorischen Themen gehört die Asamkirche Maria de Victoria. Sie wurde 1732/36 als Betsaal der Marianischen Kongregation erbaut; in der Kirche befindet sich ein 42 mal 16 Meter großes Deckenbild von Cosmas Damian Asam. In der Sakristei wird die Lepantomonstranz gezeigt. Das Deutsche Medizinhistorische Museum liegt südlich der historischen Altstadt. Seine Dauerausstellung erzählt die Geschichte der Medizin des 18. Jahrhunderts; zum Museum gehört auch ein barock angelegter Arzneipflanzengarten, der zum Schauen, Lernen und Flanieren einlädt.
Wer sich für die mittelalterliche Stadtentwicklung interessiert, findet mit dem Kreuztor einen weiteren markanten Bezugspunkt: Es ist ein Wahrzeichen Ingolstadts aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und war eines von vier großen Haupttoren, die während der mittelalterlichen Stadterweiterung errichtet wurden. So lassen sich für den Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte setzen – von Stadtgeschichte und Architektur über Literatur und Audi bis zu Grünanlagen und Radwegen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ingolstadt.