Obernbreit verbindet eine lange belegte Weinbaugeschichte mit Kirchenkunst und jüdischer Geschichte. Für eine Reise mit kulturellem Schwerpunkt finden Sie verschiedene historische Bezugspunkte: sakrale Kunstwerke aus mehreren Jahrhunderten, Spuren der jüdischen Gemeinde und regelmäßige Kulturveranstaltungen in der ehemaligen Synagoge. Ein jährlich stattfindendes Weinfest setzt zusätzlich einen konkreten Terminrahmen. Wenn Sie Ihren Besuch daran ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstage für das jeweilige Jahr.
Kirchenkunst und historische Spuren
Die evangelische St. Burkardkirche birgt eine Bonifatiusskulptur aus der Zeit um 1500, einen Taufstein von 1635, einen Hochaltar von 1662 und eine Moseskanzel von 1696. Die Datierungen reichen damit von einer Skulptur um 1500 bis zu einer Kanzel aus dem späten 17. Jahrhundert. Zugleich stehen unterschiedliche Formen sakraler Kunst nebeneinander. Wenn Sie sich für die Gestaltung von Kirchenräumen interessieren, bietet dieser Vergleich einen konkreten Zugang zur Obernbreiter Geschichte.
Die katholische Marienkirche setzt einen anderen Akzent: Sie ist ein moderner Bau des Würzburger Diözesanbaumeisters Hans Schädel und besitzt einen Kreuzweg von Karl Clobes. Im Vergleich zu den datierten Ausstattungsstücken der St. Burkardkirche stehen hier die moderne Architektur und die künstlerische Zuschreibung des Kreuzwegs im Vordergrund. So lassen sich zwei Kirchen und unterschiedliche kunstgeschichtliche Bezugspunkte in die Beschäftigung mit dem Ort einbeziehen.
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde gehört die Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Synagoge mit Mikwe, die bis 1911 genutzt wurde. In der ehemaligen Synagoge finden regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Vorträge statt. Die Themen reichen von jüdischer Kultur und Geschichte bis zu kultureller Vielfalt und Toleranz. Wenn Sie Ihre Reise mit einer Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Ankündigungen: Das Programm ist wiederkehrend, einzelne Termine sollten Sie für Ihren Reisetag aber gezielt nachsehen.
Die erstmals 1301 urkundlich erwähnte Hl. Kreuzkapelle liegt im Steinbachtal auf dem Friedhof, 300 Meter südlich des Dorfes Obernbreit. Sie besitzt Epitaphien aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Damit treffen an der Kapelle eine frühe urkundliche Erwähnung und Grabdenkmäler aus späteren Jahrhunderten zusammen. Auch die ehemaligen Amtshäuser gehören zur historischen Ortsprägung: Sie zeugen von der Macht und dem Reichtum der früheren Dorfherren.
Weinbau und ein jährlicher Festtermin
Der Weinbau in Obernbreit ist seit dem 13. oder 14. Jahrhundert urkundlich belegt. Eine genau benannte Weinlage ist die zusammenhängende „Obernbreiter Kanzel“: Sie umfasst 24,4 Hektar und wurde 1982, 1983 und 1990 in drei Abschnitten angelegt. Die lange überlieferte Weinbautradition und die datierte Anlage dieser Lage bieten zwei unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte, wenn Sie Obernbreits Weinbaugeschichte einordnen.
Das Weinfest „Romantik & Wein am historischen Rathaus“ findet jährlich am ersten Wochenende im Juli statt. Damit gibt es neben den dauerhaft prägenden historischen Themen einen wiederkehrenden Anlass mit einem klaren Zeitraum im Jahreslauf. Die konkreten Termine können von Jahr zu Jahr variieren; informieren Sie sich deshalb über die Daten für den geplanten Besuch.
Der Breitbach in Obernbreit
Auch der Breitbach ist ein geografischer Bezugspunkt für die Orientierung: Er durchfließt Obernbreit und mündet im benachbarten Marktbreit in den Main. Flusslauf und Mündung lassen sich so klar unterscheiden, ohne beide Orte gleichzusetzen.
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