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Vom Lucas-Cranach-Turm reicht der Rundblick bis ins Maintal, ins Fichtelgebirge und ins Thüringer Land. Zusammen mit Kirchenbarock, einem historischen Dorfbrunnen und der Weißenbrunner Kirchweih ergibt sich ein Reiseziel mit verschiedenen kulturellen und landschaftlichen Schwerpunkten. Für Ihre Planung können Sie sich danach richten, ob Baugeschichte, ein konkreter Veranstaltungstermin oder Aussicht und Aktivitäten im Vordergrund stehen sollen.

Kirchen, Brunnen und Ortsgeschichte

Die Dreieinigkeitskirche zu Weißenbrunn wurde 1698/99 unter Verwendung älterer Teile erbaut und gilt als Kleinod des fränkisch-protestantischen Kirchenbarocks. Die Bauzeit und die älteren Bauteile geben dem Bauwerk zwei historische Bezugspunkte. Ein anderes Motiv der Ortsgeschichte zeigt der Jungferkättl-Brunnen: Der Dorfbrunnen mit einer Wassernixe wurde 1716/17 von Johann Dümlein aus Kronach geschaffen.

Auch die Kirchen bieten unterschiedliche historische Zeitmarken. Die St.-Egidius-Kirche wird erstmals 1398 im Landbuch der Herrschaft Plassenburg erwähnt. Die Dr.-Martin-Luther-Kirche wurde am 31. Oktober 1954 feierlich eingeweiht. Zusammen mit der Dreieinigkeitskirche und dem Brunnen führen diese Jahreszahlen durch verschiedene Abschnitte der Ortsgeschichte – von der ersten überlieferten Erwähnung bis zu einem Bau des 20. Jahrhunderts.

Kirchweih und Brauer- und Büttnermuseum

Die Weißenbrunner Kirchweih findet alljährlich am vierten Wochenende im September auf dem Paradiesplatz vor dem Brauer- und Büttnermuseum statt. Wenn Sie die Kirchweih zum Anlass Ihrer Reise machen möchten, prüfen Sie die Termine und das Programm für das konkrete Jahr. So bleibt das wiederkehrende Zeitfenster von einzelnen Veranstaltungsdetails unterschieden.

Im Weißenbrunner Brauer- und Büttnermuseum können Besucher an einem Bierbrauseminar teilnehmen. Das Seminar ist damit eine weitere kulturelle Aktivität neben den Kirchen und dem Brunnen. Für einen Besuch sollten Sie die aktuellen Termine vorab klären; die Kirchweih und das Seminar sind getrennte Anlässe und nicht automatisch miteinander verbunden.

Aussicht und weitere Aktivitäten

Der Rundblick vom Lucas-Cranach-Turm umfasst das Maintal, das Fichtelgebirge und das Thüringer Land. Die drei genannten Landschaftsräume geben dem Aussichtspunkt einen anderen Schwerpunkt als die Bauwerke und historischen Daten im Ort. In der Nähe von Weißenbrunn liegt außerdem der 18-Loch-Golfplatz des Golfclubs Kronach. Damit stehen neben den kulturgeschichtlichen Themen auch Aussicht und Golf als unterschiedliche Interessen für die Reiseplanung zur Wahl.

Landschaft und Kultur im übergeordneten Reiseziel Kronach

Im übergeordneten Reiseziel Kronach erstreckt sich der größere nordöstliche Teil des Landkreises im Frankenwald: einem flachkuppigen, dicht bewaldeten Mittelgebirge mit vielen Tälern und Höhen von etwa 500 bis knapp über 700 Metern. Das übrige Kreisgebiet liegt im nördlichen Teil des Obermainischen Hügellandes. Dieses fällt vom Frankenwald nach Südwesten auf etwa 300 bis 500 Meter ab und weist ein lebhaftes Relief mit Landstufen und Terrassen auf. Die beiden Landschaftsbeschreibungen zeigen unterschiedliche regionale Prägungen innerhalb des Landkreises.

In Kronach selbst verbindet die Festung Rosenberg mittelalterliche, renaissancezeitliche und barocke Wehrbauarchitektur. Das älteste erhaltene Dokument, in dem der Name Rosenberg erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1249. Einen anderen Kulturakzent setzt die Fränkische Galerie: Auf 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert sie 220 Meisterwerke der Malerei und Skulptur aus Spätgotik und Renaissance in Franken. So lässt sich ein Aufenthalt mit Schwerpunkt Weißenbrunn um eigenständige Kultur- und Landschaftsthemen des übergeordneten Reiseziels Kronach ergänzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wallenfels, Steinwiesen, Wilhelmsthal, Kronach, Teuschnitz, Tschirn, Tettau, Mitwitz.

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