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Kasendorf lässt sich über unterschiedliche Entdeckungen kennenlernen: Der Naturpfad führt durch den Wald zum Aussichtspavillon Sonnentempel; ein prähistorisches Gräberfeld, eine Sandsteinfigur und das Kellerfest ergänzen Natur und Aussicht um Archäologie und Ortsgeschichte.

Waldweg, Quelle und frühe Geschichte

Der Naturpfad verläuft als schmaler Fußweg durch den Wald, vorbei an Karsteinbrüchen und einem Aussichtspunkt bis zur Straße Kasendorf–Zultenberg. Über Waldwege führt die Route zum Aussichtspavillon Sonnentempel, von dem aus man auf Kasendorf blickt. Waldstrecke und Aussichtspunkt geben dem Weg zwei unterschiedliche Akzente.

Entlang des Naturpfads liegt die Friesenquelle. Ihre Schüttung beträgt 400 Liter pro Sekunde. Im Pfarrwald bei Kasendorf liegt ein prähistorisches Gräberfeld aus der Zeit um 800 v. Chr. So treffen entlang des Naturpfads ein messbarer Wert zur Quelle und ein weit zurückreichender Zeithorizont aufeinander.

Wege und Aussichtspunkte

Der Magnusweg (Nr. 64) führt über den Magnusturm und den Festplatz nach Kasendorf und schließt dort an den Frankenweg an. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Wegbeschreibungen unterscheiden: Beim Naturpfad stehen Wald, Karsteinbrüche und der Sonnentempel im Mittelpunkt; beim Magnusweg sind Magnusturm, Festplatz und der Anschluss an den Frankenweg die benannten Orientierungspunkte.

Auch die Höhenangaben beziehen sich auf verschiedene Dinge: Der Turmberg bei Kasendorf ist 498 Meter hoch, während der Magnusturm 15 Meter misst. Vom Magnusturm reicht der Blick weit bis zum Thüringer Wald, Frankenwald und Fichtelgebirge. Wer Aussichtspunkte einordnet, kann so zwischen der Höhe des Turmbergs, der Höhe des Bauwerks und den genannten Fernblicken unterscheiden.

Brunnenfigur und Festtradition

Auf dem Brunnen in Kasendorf steht eine 1737 errichtete Sandsteinfigur des Herkules. Die Figur stützt sich auf einen Schild mit dem Marktwappen, dem Hohenzollernschild und einer Katze. Die mehreren Bildzeichen machen die Brunnenfigur zu einem konkreten Detail der Ortsgeschichte, das sich von den Natur- und Wegthemen unterscheidet.

Auch das Kellerfest gehört zur örtlichen Tradition: Es wird seit 1877 gepflegt. Heute ist der Gesangverein Liederkranz Kasendorf 1854 e. V. Veranstalter. Wenn das Fest zu Ihrem Aufenthalt passen soll, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vor der Reise.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Kulmbach

Im übergeordneten Reiseziel Kulmbach finden sich weitere Möglichkeiten, Natur und Kultur zu verbinden. Der Naturlehrpfad am Kulmbacher Rehberg ist etwa 4 Kilometer lang und hat 21 Lernstationen. Eine andere Wanderoption ist der 11 Kilometer lange Rundweg Frankenwaldsteigla Rehbergweg: Er führt von der Plassenburg zum Rehberg, durch die Kulmbacher Altstadt und zurück zum Ausgangspunkt. Länge und Lernstationen geben dabei einen anderen Vergleichspunkt als die Wald- und Aussichtsthemen des Kasendorfer Naturpfads.

Für Kultur steht in Kulmbach außerdem das Deutsche Zinnfigurenmuseum auf der Plassenburg. Seine Sammlung umfasst mehr als 300.000 Einzelfiguren, angeordnet in rund 150 Dioramen. Naturlehrpfad, Rundweg und Museum setzen unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb Kulmbachs: eine Route mit Lernstationen, eine längere Runde durch die Altstadt und eine umfangreiche Zinnfigurensammlung. Für die Suche nach Hotels in Kasendorf können Sie daran anknüpfen, ob Ihr Aufenthalt vor allem den Kasendorfer Wegen und der Ortsgeschichte gelten soll oder ob Sie auch solche eigenständigen Themen im übergeordneten Reiseziel Kulmbach einbeziehen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Thurnau, Marktleugast, Presseck, Grafengehaig, Himmelkron, Neuenmarkt, Kulmbach, Trebgast.

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