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Weil liegt östlich von Kaufering im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech, am linken Ufer des Verlorenen Bachs und an der Staatsstraße 2052. Zur Gemeinde gehören unter anderem Beuerbach, Geretshausen, Pestenacker, Petzenhausen und Schwabhausen. Weil hat römische Ursprünge in Siedlung und Namen. In den verschiedenen Ortsteilen begegnen Ihnen sowohl kirchliche Bau- und Kunstgeschichte als auch ein bedeutender archäologischer Schwerpunkt in Pestenacker.

Kirchen und Kapellen aus verschiedenen Jahrhunderten

Die Rupertskapelle stammt aus dem 9. Jahrhundert und ging der heutigen Pfarrkirche St. Mauritius voraus. In St. Mauritius befinden sich lebensgroße Figuren der zwölf Apostel aus dem 18. Jahrhundert. Am westlichen Rand von Weil liegt die Wolfgangskapelle. Ihre gemauerten Kreuzwegstationen schuf Lorenz Luidl im Jahr 1698.

Auch in den Ortsteilen lassen sich unterschiedliche Epochen und Gestaltungen entdecken. In Pestenacker stammt der untere Teil des Turms von St. Ulrich etwa aus dem Jahr 1400; seine heutige Höhe von 21 Metern erhielt der Turm 1710. Zur Ausstattung der Kirche zählen Wessobrunner Stuck und zwei Prozessionsstangen aus dem 15. Jahrhundert mit spätgotischen Figuren. In Geretshausen prägen barocke Ausstattung und ein Doppelturm mit Zwiebelhauben die Pfarrkirche St. Johann. Die spätgotische St.-Leonhard-Kapelle in Schwabhausen datiert auf 1478. In Petzenhausen zählt die Frauenkirche zu den wenigen Chorturmkirchen im Landkreis Landsberg am Lech. Bei Beuerbach ergänzt die Maria-Aich-Holzkapelle das Bild: Der Rundbau mit Zentralgrundriss stammt von 1686, der östliche Anbau von 1824.

Pestenacker: UNESCO-Erbe und Steinzeitdorf

Pestenacker verbindet archäologische Geschichte mit anschaulichen Beispielen jungsteinzeitlichen Lebens. Die prähistorische Siedlung gehört seit dem 27. Juni 2011 zum seriellen UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Eine Siedlung der Altheimer Kultur wurde hier ausgegraben und archäologisch erforscht.

Das Steinzeitdorf Pestenacker umfasst ein rekonstruiertes neolithisches Wohnstallhaus in Originalgröße, das besichtigt werden kann. Im Besucher-Pavillon werden Nachbildungen neolithischer Keramik, Werkzeuge, Waffen und Kleidung der Siedler gezeigt; außerdem erklärt die Ausstellung archäologische Methoden. Ein weiterer Einblick gilt der Nahrungsgewinnung: Im steinzeitlichen Lehmofen wird regelmäßig Brot gebacken, und prähistorische Bienenhäuser veranschaulichen, wie vor mehr als 5.500 Jahren Honig geerntet wurde. So stehen in Pestenacker die ausgegrabene Siedlung, ihre Erforschung und die rekonstruierten Beispiele für das Leben in der Jungsteinzeit nebeneinander.

Landschaft und Wege rund um Weil

Südöstlich von Petzenhausen liegt der Weinberg, mit 602 Metern der höchste Punkt im Gemeindegebiet. Von dort bietet sich ein weiter Blick auf die umgebende Landschaft und nahe Kirchtürme. Wer neben den historischen Orten auch Wege in der Umgebung einplanen möchte, findet Rad- und Wandertouren zu kleineren Badeseen in der Nähe. Weitere Rad- und Wanderwege verlaufen durch das Westerholz zum Naturfreundehaus. Die konkreten Routen können variieren. Die genannten Wege unterscheiden sich damit vor allem durch ihre Ziele: kleinere Badeseen auf der einen, das Naturfreundehaus durch das Westerholz auf der anderen Seite.

Weitere Reiseziele entdecken: Penzing, Windach, Dießen Am Ammersee, Hurlach, Kaufering, Prittriching, Igling, Egling An Der Paar

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landsberg Am Lech.

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