Nonnenhorn verbindet Weinbaugeschichte, Wege durch die Bodenseelandschaft und Ausflüge zu Fuß, mit dem Rad oder vom Landesteg aus. Für die Wahl einer Unterkunft lohnt sich deshalb zunächst die Frage, worauf Sie Ihren Aufenthalt ausrichten möchten: auf Dorfgeschichte und Wein, auf eine Strecke im Freien oder auf die Anreise mit Bahn und saisonalem Schiff. Die unterschiedlichen Angebote geben dafür konkrete Anhaltspunkte, ohne dass Sie daraus einen festen Tagesplan machen müssen.
Dorfgeschichte und Weinbau entdecken
Das Dorfmuseum macht die Geschichte der Nonnenhorner Handwerker sowie der Obst- und Weinbauern lebendig. Es befindet sich in einem 300 bis 400 Jahre alten Bauernhaus. Zu den dortigen Einblicken gehören alte Weinbaugeräte, eine Küferwerkstatt, Teile einer Schlosserwerkstatt und eine alte Bauernstube mit Schlafgemach. Der alte Weintorkel ergänzt diesen Blick auf die örtliche Weintradition: Er stammt aus dem Jahr 1591 und gilt als eine der ältesten Keltern der Bodenseeregion.
Auch der Schäfflertanz gehört zur örtlichen Überlieferung. Er kam 1846 nach Nonnenhorn und findet dort traditionell alle sieben Jahre statt. Museum, Torkel und Tanz beleuchten so unterschiedliche Seiten der Dorfgeschichte: Handwerk und Landwirtschaft ebenso wie eine wiederkehrende Tradition.
Wein erleben und Termine einplanen
Der Weinhof Hornstein ist eine Rädlewirtschaft in Nonnenhorn, in der selbst erzeugter Wein und eine zünftige Brotzeit angeboten werden. Da sich Betrieb und Öffnungstermine ändern können, prüfen Sie diese Angaben am besten vor einem geplanten Besuch. Eine weitere Möglichkeit, sich mit dem Weinbau am See zu beschäftigen, ist die „Weintour Bodensee“ ab Nonnenhorn. Sie führt zu zwei bis drei Weingütern und verbindet Weinverkostungen mit Besichtigungen von Weinkellern und Einblicken in den Weinbau. Buchungs- und Anbieterdetails sollten Sie vor der Planung abgleichen.
Beim Programm am historischen Weintorkel wird erklärt, wie früher Trauben verarbeitet wurden; außerdem geht es um die Geschichte des Wein- und Obstbaus in Nonnenhorn. Das Programm 2026 nennt dafür Zeiträume vom 1. April bis 24. Juni sowie vom 7. bis 28. Oktober. Eine Weinverkostung gehört dazu und ist mit einem Unkostenbeitrag von 3 Euro verbunden. Prüfen Sie vor dem Besuch die konkreten Veranstaltungstermine.
Zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Wasser
Der rund 3 km lange Genießerweg führt durch die fruchtbare Bodenseelandschaft. Informationstafeln erläutern wichtige Apfel- und Rebsorten sowie die Kunst des Obst- und Weinbaus. Der Ortsrundgang setzt einen anderen Akzent: Er führt zu historischen Sehenswürdigkeiten, liebevoll gestalteten Vorgärten und verträumten Plätzen im erhaltenen dörflichen Charakter des Weindorfs.
Für eine Radtour kann die Panorama Radrunde am Lindauer Bodensee in Nonnenhorn begonnen werden; ihre Länge beträgt 21,7 km. Die genannten Streckenlängen und die Art der Fortbewegung unterscheiden die Radrunde vom rund 3 km langen Genießerweg. Da Startmöglichkeiten und Wegführung überarbeitet werden können, prüfen Sie die aktuellen Angaben vor dem Aufbruch. Am Landesteg Nonnenhorn werden Tretboote, Motorboote und Kajaks verliehen. Auch hier empfiehlt es sich, die aktuellen Betreiberinformationen zu prüfen.
Pilgerweg und Anreise
In Nonnenhorn endet der Bayerisch-Schwäbische Jakobsweg an der historischen St. Jakobus Kapelle. Pilger setzen von dort traditionell mit dem Schiff über den Bodensee ins schweizerische Rorschach über, um ihre Reise auf der Via Jacobi fortzusetzen. Für die tatsächliche Überfahrt sollten Sie den Fahrplan der saisonalen Kursschiffe prüfen.
Nonnenhorn verfügt über einen Bahnhof der Deutschen Bahn und über eine Schiffsanlegestelle mit saisonalen Kursschiffen der BSB. Von Lindau aus ist der Ort mit der Bahn in etwa zehn Minuten erreichbar; die Fahrzeit kann je nach Verbindung variieren. Prüfen Sie die Zugverbindung und, falls Ihre Planung eine Schifffahrt einschließt, den saisonalen Fahrplan.
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