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Esselbach verbindet fränkische Fachwerkgeschichte, Kirchenkunst und einen Kulturweg von 6 km. Das Pfarrhaus von 1617, das älteste erhaltene Postgebäude Unterfrankens und die Pfarrkirche St. Margaretha setzen unterschiedliche architektonische Akzente. Der Kulturweg „Poststraße und Milchstraße“ führt durch Esselbach, Kredenbach und Steinmark und beginnt an der Freizeitanlage Die Weed. Damit reicht die Auswahl von historischen Bauwerken bis zu einer Route durch mehrere Ortsteile.

Fachwerk, Postgeschichte und Kirchenkunst

Das Esselbacher Pfarrhaus wurde 1617 in typischer fränkischer Fachwerkbauweise errichtet. In Esselbach steht auch das älteste erhaltene Postgebäude Unterfrankens; es stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Unter dem Putz dieses historischen Postgebäudes verbirgt sich ein Zierfachwerk, das mit dem Fachwerk am Pfarrhaus vergleichbar ist. Beim Pfarrhaus prägt die fränkische Fachwerkbauweise das Erscheinungsbild, beim Postgebäude liegt der besondere Akzent auf dem verborgenen Zierschmuck. Der Vergleich lenkt den Blick einmal auf die Bauweise und einmal auf ein Detail unter Putz.

Die Pfarrkirche St. Margaretha in Esselbach wurde 1779 im frühklassizistischen Stil errichtet. Ihre Kanzel und ihr Orgelprospekt sind barock, stammen aus der Zeit um 1700 und kommen aus dem ehemaligen Chorherrenstift Triefenstein. Bauwerk und Ausstattung stehen damit für unterschiedliche Zeitbezüge: Die Kirche stammt aus dem späten 18. Jahrhundert, die beiden Ausstattungsstücke aus der Zeit um 1700. Für die historische Einordnung lohnt es sich, Bau und Ausstattung auseinanderzuhalten: Die Kirche ist frühklassizistisch, Kanzel und Orgelprospekt sind barock.

Nahe Esselbach, am Trieb in Richtung Baumgartshof, steht ein Bildstock aus dem Jahr 1487, einer der ältesten Bildstöcke Unterfrankens. Mit seinem Entstehungsjahr reicht diese historische Spur weiter zurück als die genannten Bauwerke des 17. und 18. Jahrhunderts.

Kulturweg, Freizeitanlage und Landschaft

Der 6 km lange Kulturweg „Poststraße und Milchstraße“ beginnt an der Weed in Esselbach und führt durch Esselbach sowie die Ortsteile Kredenbach und Steinmark. Für die Planung sind damit seine Länge, der Startpunkt und die durchquerten Orte benannt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.

Die Freizeitanlage „Die Weed“ steht Ortsbürgern und Gästen offen. Sie bietet einen großen Spielplatz, ein Beachvolleyballfeld, Tischtennisplatten und eine Bocciabahn. Die Weed ist somit sowohl Startpunkt des Kulturwegs als auch ein Ort mit eigenständigen Freizeitangeboten. Bei der Planung können Sie diese verschiedenen Schwerpunkte berücksichtigen, ohne sie mit dem Verlauf der Route gleichzusetzen.

Esselbach liegt als Erholungsort auf einem weitläufigen Hochplateau inmitten des Naturparks Spessart. Das gibt den Bauwerken und Freizeitmöglichkeiten einen landschaftlichen Rahmen: Zur Ortsgeschichte und zum Kulturweg kommt so die Lage in einem Naturpark hinzu.

Main-Spessart als übergeordneter Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Main-Spessart verbinden sich Weinberge, Wasser und Wald zu einem Feriengebiet. Im Naturpark Spessart reicht das Wanderspektrum von kurzen Spaziergängen bis zu mehrtägigen Wanderungen. Eine andere Größenordnung hat der Main-Wanderweg: Er ist rund 500 Kilometer lang; knapp 100 Kilometer davon verlaufen im Landkreis Main-Spessart und verbinden Karlstadt, Gemünden a.Main, Lohr a.Main, Rothenfels und Marktheidenfeld. Dem steht der 6 km lange Kulturweg durch Esselbach, Kredenbach und Steinmark gegenüber. So lassen sich eine örtliche Route und ein Wanderweg mit regionalem Abschnitt anhand ihrer unterschiedlichen Längen und räumlichen Reichweiten einordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Urspringen, Hafenlohr, Burgsinn, Rieneck, Bischbrunn, Karlstadt, Karbach, Heigenbrücken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Main-Spessart.

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