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Zwischen Spessart und Odenwald liegt Obernburg a.Main dort, wo Mömling und Elsava in den Main münden. Römische Geschichte, mittelalterliche Befestigungen und Wege in der Stadt und im Stadtteil Eisenbach setzen unterschiedliche Akzente. Sie können zwischen Rundwegen durch die Ortsgeschichte, Naturthemen und längeren Wanderstrecken wählen.

Römisches Erbe und mittelalterliche Altstadt

Die Obernburger Altstadt steht auf den Fundamenten des Kastells der 4. aquitanischen Reiterkohorte, das 83/85 n. Chr. angelegt wurde. Seit 2005 gehört Obernburg zum UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Rätischer Limes. Im RömerMuseum Obernburg werden eine Benefiziarierstation, ein Gräberfeld und eine Jupitergigantensäule als Zeugnisse des antiken Lebens im römischen Kastell präsentiert. Ein eigener Bereich zeigt den Fossilfund der Richelbacher Fährtenplatte mit detailgetreuen Spuren von Archosauriern, die 247 Millionen Jahre alt sind.

Auch die mittelalterliche Geschichte ist im Ortsbild präsent: Reste der Stadtmauer, fünf gotische Wehrtürme und zwei Stadttore sind erhalten. Die Annakapelle wurde über einem römischen Mithrasheiligtum errichtet. In der katholischen Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul befindet sich im alten Kirchturm aus dem Jahr 1581 das Grabmal von Johannes Obernburger.

Der „Römerspaziergang“ bietet einen Rundweg mit Start und Ende am RömerMuseum. Er führt an der mittelalterlichen Stadtmauer entlang und eröffnet einen Panoramablick über Obernburg, das Maintal und den Spessart. So verbindet die Runde den Ausgangspunkt am Museum mit einem Blick auf die Stadt und ihre Umgebung.

Wege durch Eisenbach und die Landschaft

In Obernburg-Eisenbach setzt der Naturerlebnispfad zur biologischen Vielfalt einen anderen Schwerpunkt. Der Weg ist 2,3 km lang und umfasst zehn Stationen entlang der Mümling und der angrenzenden Wiesen. Thematisch geht es um Feuchtbiotope, Wälder, Streuobstwiesen, artenreiche Wiesen und Feldhecken. Die Stationen lenken den Blick auf unterschiedliche Lebensräume und Landschaftselemente.

Die etwa 11 km lange „Eisenbacher Runde“ führt zunächst durch Streuobstwiesen und anschließend durch Wald mit archäologischen und historischen Kleinoden. Im Wald sind außerdem Reste von Eisenerz- und Basaltgruben zu sehen. Der Abbau wurde 1924 endgültig eingestellt. Zur Bergbaugeschichte gehört auch die Kapelle der heiligen Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute. Das Heimatmuseum im Stadtteil Eisenbach präsentiert eine lokalgeschichtliche Sammlung landwirtschaftlicher und handwerklicher Geräte.

Die Längen geben einen konkreten Vergleich zwischen zwei der beschriebenen Wege: Der Naturerlebnispfad misst 2,3 km, die Eisenbacher Runde etwa 11 km. Neben dem Umfang unterscheiden sie sich auch in ihren Themen: Hier stehen Lebensräume und Wiesen im Mittelpunkt, dort der Wechsel von Streuobstwiesen und Wald sowie archäologische und historische Spuren.

Wandern und Radfahren mit Römerbezug

Wer weiter wandern möchte, findet mit dem Fernwanderweg „Limeswanderweg West“ eine Route, die auf den Spuren der Römer von Obernburg zum Neckar führt. Die Mountainbike-Rundstrecke „Ei1“ verbindet Obernburg und den Stadtteil Eisenbach. Der „Obernburger Stern“ bietet sechs Tagestouren für Genuss- und Kulturradler zwischen Römerkultur und E-Bike-Zeitalter. Damit stehen für die Tourenplanung unterschiedliche Schwerpunkte bereit: ein Rundweg an der Stadtmauer, eine Strecke mit Natur- und Bergbaugeschichte sowie Angebote, die Römerkultur mit Wandern oder Radfahren verbinden.

Weitere Reiseziele entdecken: Arnstein, Rothenfels, Retzstadt, Frammersbach, Schollbrunn, Eußenheim, Mönchberg, Hafenlohr.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Main-Spessart.

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