In Mömlingen führen verschiedene Themen durch die Orts- und Landschaftsgeschichte: Am Geopark-Pfad „Feuer und Wasser“ sind vulkanisch entstandene Gesteine zu sehen, unterwegs liegen Spuren des früheren Bergbaus und einer historischen Grenzbefestigung. Im Ort ergänzen ein archäologisches Museum, Geschichten aus dem Arbeitsleben und zwei Kirchen aus verschiedenen Epochen das Bild. So können Sie Ihren Aufenthalt nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
Geologie und historische Spuren am Geopark-Pfad
An Station 3 des Geopark-Pfads „Feuer und Wasser“ sind Basalttuffe und ein Basaltgang zu sehen. Beide entstanden beim Ausbruch des „Mühlhansenloch-Maares“. Der benannte Punkt macht den geologischen Schwerpunkt konkret: Hier stehen Gesteine im Mittelpunkt, die unmittelbar mit diesem Ausbruch verbunden sind.
Der Geopark-Pfad führt außerdem an der ehemaligen Eisenerzgrube „Berta“ aus dem 19. Jahrhundert vorbei. Ein weiteres Zeugnis entlang des Weges ist ein rekonstruiertes Teilstück der kurmainzischen Landwehr. Diese ehemalige Grenzbefestigung stammt aus dem 15. Jahrhundert. Bergbau im 19. Jahrhundert und eine Grenzanlage aus dem 15. Jahrhundert stehen damit für unterschiedliche Kapitel der Geschichte, die Sie am Pfad entdecken können. Zusammen mit den geologischen Spuren bietet der Weg mehrere konkrete Anknüpfungspunkte – von der Entstehung der Gesteine bis zu menschlichen Eingriffen in die Landschaft.
Für eine Radrunde gibt es einen eigenen, benannten Ausgangspunkt: Der permanente Mountainbike-Rundkurs in Mömlingen beginnt am Löwenparkplatz gegenüber dem Rathaus. Wenn Sie diese Tour einplanen, können Sie den Start Ihrer Orientierung zugrunde legen.
Museum: Archäologie und Mömlinger Lebensgeschichte
Seit 1997 ist das Schul- und Heimatmuseum Mömlingen im zweiten Stock und im Dachgeschoss des Bürgerhauses „Alte Schule“ untergebracht. Das Gebäude wurde aus Mömlinger Buntsandstein erbaut. Ein Schwerpunkt ist die archäologische Ausstellung „Langhäuser und Reiterkrieger“: Sie behandelt Themen von den ersten Siedlern der Steinzeit bis zum Mömlingen der Neuzeit. Die Ausstellung wurde im September 2017 öffentlich zugänglich. Prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Zugang.
Die Ortsgeschichte umfasst auch den Wandel der Arbeitsmöglichkeiten. Vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre bot die Heimschneiderei vielen Menschen in Mömlingen gute Verdienstmöglichkeiten. Zuvor hatten viele, meist als Kleinbauern, nur bescheiden leben können. Die Heimschneiderstube im Schul- und Heimatmuseum war bereits im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ausgestellt. Damit lässt sich neben dem weiten Bogen der archäologischen Ausstellung auch ein genauerer Blick auf eine jüngere Phase des örtlichen Lebens richten.
Barock und moderne Kirchenbaukunst
St. Martin stammt aus den Jahren 1774 bis 1777 und ist das Wahrzeichen Mömlingens. Direkt neben der Kirche wurde von 1961 bis 1963 die katholische Pfarrkirche Corpus Domini erbaut. Sie gilt als Beispiel moderner Kirchenbaukunst und besitzt zwei Farbglasfenster, die sich über die gesamte Gebäudehöhe erstrecken. Die Nachbarschaft der beiden Kirchen macht den zeitlichen und architektonischen Kontrast besonders anschaulich: Auf die Barockkirche folgt ein moderner Kirchenbau mit großformatigen Fenstern. Wenn Sie sich für Baugeschichte interessieren, begegnen Ihnen hier zwei klar unterschiedliche Epochen am selben Ort.
Geologie, archäologische Ausstellung, Arbeitsgeschichte und Kirchenbau setzen jeweils eigene Akzente. Das gibt Ihnen verschiedene Möglichkeiten, Mömlingen kennenzulernen: über die sichtbaren Gesteine und historischen Spuren am Geopark-Pfad, über die Themen im Museum oder über den Kontrast zwischen St. Martin und Corpus Domini.
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