Pasing zeigt mehrere unterscheidbare Seiten: Der Stadtpark und der Magdalenenpark setzen grüne Akzente, während Kulturorte, Kapellen und Plätze von Geschichte und Stadtgestaltung erzählen. Dazu kommen der Verkehrsknoten am Bahnhofsplatz und der Viktualienmarkt mit seinem Lebensmittelangebot. Die verschiedenen Orte geben Ihnen Ansatzpunkte, Pasing nach eigenen Interessen zu entdecken.
Grünräume an der Würm
Der Pasinger Stadtpark ist ein geschütztes Erholungsgebiet entlang der Würm. Er umfasst rund 20 Hektar und erstreckt sich über 1,5 Kilometer. Wiesen, Baumgruppen und ein kleiner See gehören ebenso zu seinem Bild wie Spielplätze und eine Sommerstockbahn. Zugleich bietet der Park Lebensraum für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. Hier treffen Erholungsfunktion, geschützte Landschaft und Naturraum aufeinander.
Der Magdalenenpark liegt direkt an der Würm und nahe dem Pasinger Marienplatz. Als ehemaliger Klostergarten hat er einen eigenen historischen Charakter. Holztäfelchen, die in den Boden gesteckt sind, nennen die Pflanzen im Park. Auf einer kleinen Anhöhe steht eine Holzkapelle mit einer Jesus-Figur, das Haus des Gebets. Der Park verbindet damit seine Lage am Wasser und die benannten Pflanzen mit einem stillen religiösen Ort.
Auch der KulturGeschichtsPfad Pasing-Obermenzing bietet unterschiedliche Perspektiven auf den Stadtbezirk an der Würm: eine urbane und eine grüne Route. Der Gegensatz steckt bereits in der Routenwahl – die eine setzt einen städtischen, die andere einen grünen Akzent für die Erkundung.
Kulturgeschichte und Kapellen
Die Pasinger Fabrik GmbH wurde 1991 durch den Stadtrat gegründet und ist ein Kultur- und Bürgerzentrum der Landeshauptstadt München. Ihr Angebot umfasst Ausstellungen, Oper, Theatergastspiele, Konzerte, Film und Festivals. In den Räumen der ehemaligen Ritterwerke gibt es fast 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Die unterschiedlichen Formate setzen verschiedene kulturelle Schwerpunkte – von bildender Kunst bis zu Bühne, Musik und Film.
Mehrere Kapellen und Kirchen erzählen Pasinger Geschichte über unterschiedliche Zeiten hinweg. Die Johann-Nepomuk-Kapelle an der Pasinger Würmbrücke wurde 1700 vom Grafen von Berchem errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört, 1963 im alten Zustand wiederhergestellt und eingeweiht. Mariä Geburt war bis zur Benediktion der neuen Pfarrkirche Maria Schutz in der Bäckerstraße die Pfarrkirche. Maria Schutz ist vor allem für ihre Schutzmantelmadonna bekannt.
Die Kapelle Maria am Wege, auch Förg-Kapelle genannt, wurde 1902 errichtet. In ihrer Apsis befindet sich ein goldener Sternendekor auf lapislazuliblauem Grund; die Kapelle lädt zum stillen Gebet ein. Eine weitere historische Adresse ist die Ebenböckstraße 11: Dort befand sich der Wohnsitz von Alois Ebenböck, früher waren dort eine Wachszieherei und eine Wachsbleiche. Heute hat das Pasinger Archiv e.V. dort sein Büro.
Plätze, Orientierung und Markt
Der Pasinger Bahnhofsplatz ist ein Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs. Hier liegen die Endhaltestelle der Tramlinie 19 und ein zentraler Bushaltebereich; Zugangstunnel führen zur Bahn. Am Pasinger Marienplatz wurde der öffentliche Raum weitgehend als Fußgängerzone umgestaltet und mit benachbarten verkehrsberuhigten Bereichen verbunden. Auch die Pasinger Mariensäule ist ein Orientierungspunkt: Sie wurde restauriert, ihre Originalstatue neu vergoldet und die Marienfigur blickt nun nach Osten in Richtung Münchner Marienplatz. Die beiden Marienplätze sind also nicht derselbe Ort.
Der Pasinger Viktualienmarkt liegt in einem Innenhof neben dem Pasinger Rathaus, der vom letzten Krieg verschont blieb. Auf 400 Quadratmetern werden unter anderem Brot, Käse, Fisch, Fleisch, Blumen und Kräuter sowie weitere frische Lebensmittel angeboten. Damit ergänzt der Markt die kulturellen und grünen Themen um einen eigenen Blick auf das lokale Lebensmittelangebot.
Historische Orte in München
In München selbst stehen mit der Residenz und dem Hofgarten weitere historische Bezugspunkte. Die Münchner Residenz diente von 1508 bis 1918 als Regierungssitz und Wohnsitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Der Hofgarten an der Residenz wurde zwischen 1613 und 1617 nach dem Vorbild eines italienischen Renaissancegartens angelegt; Kurfürst Karl Theodor öffnete ihn 1780 für die Öffentlichkeit.
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