Bergheim liegt direkt an der Donau und auf sanften Hügeln zwischen Feldern und Wiesen. Die Verbindung von Flusslage und offener Landschaft trifft hier auf eine lange Ortsgeschichte, die sich auch an Kirchen und Kapellen nachvollziehen lässt. Im übergeordneten Reiseziel Neuburg-Schrobenhausen kommt eine eigenständige regionale Ebene aus Architektur, Flusslandschaft und Natur hinzu.
Kirchen und Kapellen in Bergheim
Bergheim ist erstmals in einem Zeitraum zwischen 1182 und 1195 dokumentiert. In dieselbe Zeit fällt die erste urkundlich belegte Weihe von St. Mauritius Bergheim, die mit Bischof Otto von Eichstätt verbunden ist. Das sind zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte: die frühe Erwähnung des Ortes und die überlieferte Weihe der Kirche. St. Mauritius ist den Heiligen Mauritius und Dionysius geweiht.
Die Baugeschichte von St. Mauritius lässt sich an mehreren Daten ablesen. 1744 wurde die Kirche grundlegend erneuert und barockisiert; der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1765. Die barocke Umgestaltung wurde 1783 geweiht. Die drei Jahreszahlen markieren unterschiedliche Stationen der Bau- und Ausstattungsgeschichte.
Die Marienkapelle wurde 1748 anstelle einer älteren Kapelle errichtet. Ihr Altar enthält eine Kopie der Altöttinger Madonna, die 1702 erworben wurde. Damit verbindet die Kapelle zwei unterschiedliche Zeitpunkte: den Erwerb des Bildes und den späteren Bau der Kapelle. Die heutige St.-Anna-Kapelle in Hennenweidach entstand zwischen 1910 und 1912. In Bergheim steht außerdem die St.-Josefskapelle am Wiesenweg.
Neuburg-Schrobenhausen als übergeordnetes Reiseziel
Wer den Blick über Bergheim hinaus erweitert, findet im übergeordneten Reiseziel Neuburg-Schrobenhausen weitere Themen der Architekturgeschichte. Das Residenzschloss Neuburg ist eine bedeutende Anlage der Frührenaissance, die Pfalzgraf Ottheinrich zwischen 1530 und 1545 erbauen ließ. Seine Schlosskapelle zählt zu den ältesten protestantischen Kirchenbauten der Welt und besitzt Fresken von Hans Bocksberger aus dem Jahr 1543. Auch das Jagdschloss Grünau ist ein Beispiel der Frührenaissance-Architektur.
Die Landschaft des Neuburg-Schrobenhausener Landes reicht von Felsformationen im Norden über den Auwald an der Donau und das Donaumoos mit seiner tiefschwarzen Erde bis zu den Spargelfeldern des Schrobenhausener Landes im Süden. Zu den regionalen Naturräumen gehören auch die Feuchtwiesen der Wiesenbrütergebiete im Donaumoos und im Paartal. Sie sind wichtige Lebensräume für Großen Brachvogel, Kiebitz, Wiesenpieper, Grauammer, Braunkehlchen, Wachtelkönig und Bekassine.
Im übergeordneten Reiseziel Neuburg-Schrobenhausen ist auch der Antoniberg in seiner Gesamtheit als Naturdenkmal geschützt. Eine Allee alter Linden führt auf den Antoniberg und zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Donau und die umliegenden Donauauen. Dort befindet sich auch die 2015 errichtete Installation „Durchblick“. Sie lässt den genauen Standort der im Flussbett nachgewiesenen, von den Römern errichteten 500 Meter langen Donaubrücke nachvollziehen.
Radwege, Themenwege und Führungen
Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen verläuft ein 63 Kilometer langer Abschnitt des Donauradwegs von Donauwörth bis Ingolstadt. Sechs ausgeschilderte Themenwege führen durch die Donauauenlandschaft. Diese Angebote eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Region: auf dem Rad, zu Fuß oder mit dem Schwerpunkt Natur. Prüfen Sie vor einer konkreten Planung aktuelle Angaben zu den Wegen und ihrer Streckenführung.
Im Landkreis bieten Gästeführer Themenführungen und individuell zusammengestellte Entdeckungsreisen an. Dazu gehören Museums- oder Kirchenbesuche, Erlebniswanderungen und Radtouren mit Naturerlebnis. Das Angebot kann sich ändern; für Termine und Buchungsbedingungen prüfen Sie bitte den offiziellen Kalender.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neuburg An Der Donau.