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Weigenheim verbindet Weinbau, Baugeschichte und die Überlieferung der Mühlen an der Iff. Für einen Aufenthalt ergeben sich daraus unterschiedliche Schwerpunkte: eine Wanderung, die auf dem Kapellberg beginnen kann, Sakralbauten und Fachwerk oder die Geschichte der Wassernutzung. Auch die frühe schriftliche Ortsgeschichte ist konkret greifbar: 822 n. Chr. wurde Weigenheim erstmals in einer Gütertauschurkunde zwischen dem Würzburger Bischof Ulcherus und einem Grafen Wicbaldus genannt. Dieses Datum bezeichnet die erste Nennung, nicht das Gründungsjahr.

Weinbau und Wanderung am Kapellberg

Die Weigenheimer Winzerbetriebe bewirtschaften gegenwärtig 18 Hektar Rebfläche; zugleich ist Weigenheim die zweitgrößte Weinbaugemeinde im Landkreis. Die Flächenangabe beschreibt den Weinbau in Hektar, der Rang ordnet Weigenheim innerhalb des Landkreises ein. Auf dem Kapellberg befindet sich der Paradiesstein. Dort kann eine Wanderung auf dem Weinparadiesweg beginnen. Weinbau und Wandern bilden damit zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Aufenthaltsplanung. Wenn Sie die Route einplanen, prüfen Sie vorab den aktuellen Zustand des Weges.

Kirchen und Fachwerk

Die Pfarrkirche Weigenheim ist eine große klassizistische Saalkirche. In der Marienkirche in Reusch befindet sich ein spätgotischer Flügelaltar aus dem Jahr 1490. Die beiden Beispiele lenken den Blick auf unterschiedliche Aspekte kirchlicher Geschichte: die klassizistische Architektur der Pfarrkirche und den datierten spätgotischen Altar in der Marienkirche. In Weigenheim gibt es außerdem einen denkmalgeschützten Fachwerkgasthof mit Biergarten. Damit kommt eine weitere historische Bauform zu den Kirchen hinzu.

Hof-Zellesmühle und Gärten in Reusch

Die Fachwerkgebäude des Mühlenanwesens Hof-Zellesmühle in Reusch stammen aus dem 16. Jahrhundert. Zur Hof-Zellesmühle gehören Stauden- und Blumenpflanzungen, ein Kräutergarten, ein Bauerngarten, ein Obstgarten und ein Weinnest. Die mediterrane Wassertreppe bietet einen Ausblick über die gesamte Parklandschaft. Auch eine Orangerie und eine Gartenbaumschule gehören dazu; in der Baumschule können Pflanzen für den eigenen Garten erworben werden. Wenn Sie einen Kauf planen, erkundigen Sie sich vorab nach der aktuellen Möglichkeit. So stehen am Anwesen historische Fachwerkgebäude neben mehreren unterschiedlichen Gartenbereichen.

Quellen und Mühlen an der Iff

Die drei Taubenlöcher sind Quelltöpfe der Iff in einem Wäldchen bei Reusch. Früher versorgten sie das nahe gelegene Schloss Frankenberg mit Trinkwasser. Am kurzen Lauf der Iff standen einst 22 Mühlen; 18 davon stehen noch, und der Mühlenweg führt an ihnen entlang. Die Taubenlöcher erzählen von früherer Wasserversorgung, während die Mühlen den einstigen Umfang der Nutzung greifbar machen. Schloss Frankenberg in Weigenheim zählt zu den Ausflugszielen im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim.

Ein regionaler Architekturvergleich

Im übergeordneten Reiseziel Neustadt A.D.Aisch-Bad Windsheim liegt in Bad Windsheim das Fränkische Freilandmuseum. Ein Rundgang dort gilt als Zeitreise durch 700 Jahre fränkische Alltagsgeschichte. Im Museum steht auch der Bauhofstadel, errichtet 1441–1444: Sein spätmittelalterlicher Dachstuhl überspannt stützenfrei einen etwa 360 Quadratmeter großen Innenraum. Im zeitlichen Vergleich liegt dieser Bau vor den Fachwerkgebäuden der Hof-Zellesmühle aus dem 16. Jahrhundert. Der Stadel und das Mühlenanwesen geben damit zwei unterschiedliche Zeitmarken fränkischer Baugeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Münchsteinach, Dietersheim, Ipsheim, Bad Windsheim, Oberscheinfeld, Langenfeld, Neuhof An Der Zenn, Baudenbach

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neustadt A.D.Aisch-Bad Windsheim.

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