Kirchenthumbach verbindet kirchliche Kunst mit einem markanten Aussichtspunkt und mehreren Radstrecken. Für die Planung eines Aufenthalts geben diese unterschiedlichen Schwerpunkte eine klare Orientierung: vom Kreuzweg in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und dem steilen Aufstieg zum Kalvarienberg bis zu mehreren Radstrecken; der NEW-26-Rad-Rundweg beginnt und endet in Kirchenthumbach.
Kirchliche Kunst in Kirchenthumbach und Thurndorf
Bischof Dr. Rudolf Graber konsekrierte die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt am 26. Mai 1974. Ein eigener Schwerpunkt ist der von Egino Günter Weinert gestaltete Kreuzweg, der 1977 in die Kirche kam. Seine 15 Stationen zeigen farbige Bildmotive, die in Emaille gebrannt und von einem Bronzerahmen umgeben sind. Die 15. Station stellt die Auferstehung dar.
Auch am Kirchplatz ist ein historisches Kunstwerk verortet: An der Westfassade der Pfarrkirche steht eine barocke Muttergottesstatue aus dem Jahr 1719, die auch „Frauenbild“ genannt wird. Sie wurde 1984 renoviert. Im Gemeindegebiet liegt zudem Thurndorf. Im Turm der dortigen Jakobuskirche hängt die Theophilusglocke, eine der ältesten Kirchenglocken Bayerns.
Aufstieg und Aussicht am Kalvarienberg
Der NEW-26-Rundweg führt steil auf den 642 Meter hohen Kalvarienberg, den höchsten Punkt des Kütschenrains. Von dort reicht der Blick über Thurndorf nach Süden und Westen. In der Nähe des Kalvarienbergs wurde 2014/15 ein 25 Meter hoher Aussichtsturm errichtet. Er ermöglicht einen Rundumblick bis zu den Bergkuppen des Oberpfälzer Jura, in die Fränkische Schweiz, das Fichtelgebirge und den Oberpfälzer Wald. Wer diesen Weg in die Tagesplanung aufnimmt, sollte den steilen Anstieg als Teil des Erlebnisses berücksichtigen.
Radstrecken mit verschiedenen Anhaltspunkten
Der NEW-26-Rad-Rundweg beginnt in Kirchenthumbach, führt über Burggrub, Wölkersdorf, Thurndorf, Neuzirkendorf, Höflas und Görglas und kehrt nach Kirchenthumbach zurück. Er verläuft überwiegend auf Asphaltstraßen, darunter einige Kilometer auf Staatsstraßen. Hinzu kommen ruhige Nebenstraßen, ein Waldwegstück und ein kurzer straßenbegleitender Radweg. Diese Mischung aus Straßen- und Wegabschnitten ist ein konkreter Punkt für die eigene Streckenwahl.
Ein anderer Bezugspunkt für Radfahrende ist der GEO-Radweg „Weg des Lebens“: Er führt an der Heberbräu-Brauerei in Kirchenthumbach vorbei, die als Sehenswürdigkeit entlang der Strecke gilt.
Weitere Ziele im übergeordneten Reiseziel Neustadt An Der Waldnaab
Der Bockl ist eine 52 Kilometer lange Strecke von Neustadt an der Waldnaab nach Eslarn auf einer historischen Bahntrasse. Sie kann zu Fuß, mit dem Rad oder auf Inlineskates genutzt werden, ist größtenteils asphaltiert und verkehrsfrei; die Steigungen überschreiten nur selten drei Prozent. Das Streckenprofil unterscheidet sich damit deutlich vom steilen Aufstieg auf den Kalvarienberg. Der Start des Bockl in Neustadt an der Waldnaab ist direkt per Bahn erreichbar. Züge fahren im Stundentakt bis zum Endbahnhof der Strecke Nürnberg–Neustadt an der Waldnaab; dort ist der direkte Umstieg aufs Rad möglich. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.
Für einen weiteren kulturellen Schwerpunkt steht die Klosterkirche Speinshart. Sie zählt zu den bedeutendsten Barockbauten im süddeutschen Raum und zeichnet sich durch ihre Ausstattung im italienischen Hochbarock aus. Das Kloster und das erhaltene historische Klosterdorf Speinshart zählen zusammen zu einem Kulturgut von europäischem Rang. In der Klosterkirche findet an jedem Sonn- und Feiertag um 15 Uhr eine öffentliche Führung statt. Da sich Führungszeiten ändern können, prüfen Sie diese vor der Reise auf der offiziellen Klosterseite.
Weitere Reiseziele entdecken: Weiden In Der Oberpfalz, Flossenbürg, Luhe-Wildenau, Waldthurn, Vorbach, Waidhaus, Pressath, Schirmitz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neustadt An Der Waldnaab.