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Pleystein wird als Rosenquarzstadt bezeichnet. Am Kreuzberg tritt stellenweise rosafarbener Rosenquarz auf; außerdem kommen dort seltene Phosphatminerale vor. Das geologische Profil ist damit nicht auf den namensgebenden Quarz beschränkt. Zusammen mit dem mineralogisch geprägten Stadtmuseum und dem Bockl ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung: Geologie, Stadtgeschichte und Radfahren.

Rosenquarz und Geologie am Kreuzberg

Der Kreuzberg zählt zu den schönsten Geotopen Bayerns. Neben dem rosafarbenen Rosenquarz kommen dort seltene Phosphatminerale vor, darunter Strengit, Rockbridgeit und Phosphosiderit. Die benannten Minerale machen deutlich, dass das geologische Thema über die auffällige Rosenquarzfärbung hinausgeht. Wer sich für Mineralogie interessiert, findet am Kreuzberg so mehrere unterschiedliche Gesteinsbesonderheiten, die sich unter dem Begriff Rosenquarzstadt nicht allein zusammenfassen lassen.

Der Quarz des Kreuzbergs wurde von 1851 bis 1920 abgebaut und als Rohstoff für die Porzellan- und Glasherstellung verwendet. Das ergänzt die geologische Perspektive um eine frühere Nutzungsgeschichte: Die natürliche Besonderheit des Quarzes und seine Verwendung als Werkstoff sind zwei verschiedene Zugänge zum selben Ort. Die zeitliche Einordnung macht zugleich deutlich, dass es sich um historischen Abbau handelt.

Mineralogie und Stadtgeschichte im Museum

Im Stadtmuseum Pleystein liegt der Schwerpunkt auf Mineralogie. Das Museum bietet einen Überblick über die Pegmatit- und Mineralienvorkommen der Region und beherbergt eine Infostelle des Geoparks Bayern-Böhmen. Zugleich vermittelt es die Geschichte Pleysteins und stellt das bürgerliche Leben von vor 50 bis 100 Jahren anschaulich dar. Damit stehen regionale Geologie und Stadtgeschichte als unterschiedliche Themen nebeneinander.

Zu den Ausstellungsstücken gehören Funde aus der Steinzeit, eine historisch eingerichtete Küche aus der Zeit um 1920 und Objekte zur lokalen Tradition des Holzschnitzens. Besondere Stücke aus der Umgebung und Wissenswertes über die Entstehung dieser Steine ergänzen den mineralogischen Schwerpunkt. In einigen Räumen sind außerdem viele Alltagsgegenstände und Einrichtungsstücke aus vergangenen Zeiten ausgestellt. So umfasst die Museumsdarstellung sowohl mineralische Themen als auch frühere Lebenswelten und örtliches Handwerk.

Vom Geologie-Lehrpfad zum Bockl

Auch die Wege setzen unterschiedliche Akzente. Der PleyStein-Pfad ist ein Erlebnisweg rund um das G´steinach bei Pleystein und beginnt mit einem Geologie-Lehrpfad. Der Bockl bietet einen anderen Maßstab: Er ist 52 Kilometer lang und wird als Bayerns längster Bahntrassen-Radweg bezeichnet. Damit stehen ein Erlebnisweg mit geologischem Einstieg und eine längere Radroute als verschiedene Möglichkeiten nebeneinander.

Ab Pleystein beziehungsweise Lohma verläuft der Bockl auf derselben Trasse wie der Grüne Dach Radweg beziehungsweise der Pfreimdtal-Radweg und führt bis zum Grenzübergang Eslarn–Železná/Eisendorf an der tschechischen Grenze. Außerdem ist er in den Paneuropa-Radweg von Paris nach Prag eingebunden und wird als Freizeitangebot im Zusammenhang mit Pleystein genannt. Diese Streckenbezüge helfen bei der Wahl des Reiseinteresses: Der PleyStein-Pfad setzt den Schwerpunkt auf das G´steinach und Geologie, der Bockl auf eine längere Radstrecke.

Weitere Reiseziele entdecken: Trabitz, Georgenberg, Vohenstrauß, Weiherhammer, Vorbach, Schirmitz, Waidhaus, Eslarn

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neustadt An Der Waldnaab.

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