Kirchenbau, ein ehemaliges Landsassengut und Landschaftsziele geben einer Reise nach Pirk unterschiedliche Schwerpunkte. Für Ihre Planung lohnt es sich, zwischen dem Ort Pirk und weiteren Dörfern der Gemeinde zu unterscheiden: Mariä Heimsuchung und das Neue Schloss sind dem Ort zugeordnet; Wallfahrt, Dorfkapellen und mehrere Landschaftspunkte liegen in anderen Gemeindeteilen.
Baugeschichte im Ort Pirk
Am Rathausplatz 7–9 steht die katholische Kirche Mariä Heimsuchung. Sie ist eine Saalkirche mit Walmdach und einem eingezogenen, fünfseitig geschlossenen Chor. Die Kirche stammt aus der Zeit um 1770; der Chorscheitelturm mit Pyramidendach hat einen älteren Kern. So treffen an einem Bauwerk unterschiedliche zeitliche Hinweise zusammen: Die Kirche wird auf die Zeit um 1770 datiert, während der Kern des Turms älter ist.
Das Neue Schloss in Pirk ist ein ehemaliges Landsassengut. Sein Kern stammt aus dem 17. oder 18. Jahrhundert; der dreigeschossige Walmdachbau wurde verändert. Für die Einordnung sind daher sowohl die frühere Funktion als Landsassengut als auch die offene Datierung des Kerns und die spätere Veränderung der Bauform wichtig.
Zum Ensemble am Rathausplatz gehört außerdem ein Friedhofskreuz aus dem 19. Jahrhundert: ein gusseisernes Kruzifix mit Beifigur auf erneuertem Sockel. Eine weitere historische Zeitmarke setzt die Auferstehungskirche, die 1964 von Bischof Rudolf Graber eingeweiht wurde.
Kirchen und Tradition in den Dörfern
Auch außerhalb des Hauptorts gibt es eigene Ziele. In Enzenrieth steht die katholische Kirche St. Georg aus dem Jahr 1849. Sie ist eine Saalkirche mit Satteldach, dreiseitig geschlossenem Chor und Dachreiter mit Spitzhelm. Von Enzenrieth aus findet alljährlich am dritten Sonntag im September eine Fußwallfahrt nach Pleystein statt; die Tradition besteht seit über 100 Jahren. Wenn Sie Ihre Reise auf diesen Termin abstimmen möchten, prüfen Sie den Veranstaltungstermin vorab.
In Engleshof steht auf dem Platz in der Ortsmitte eine Dorfkapelle, die dem heiligen Wolfgang geweiht ist. Unmittelbar neben Engleshof liegt eine alte Steinbrücke aus dem 17. Jahrhundert, die als Sehenswürdigkeit gilt. Beide Angaben beziehen sich auf Engleshof und nicht auf den Ort Pirk selbst.
Landschaft im Gemeindegebiet
Das Naturschutzgebiet Bonau liegt nahe dem Weiler Au; dort kommen viele seltene Tiere und Pflanzen vor. In Pischeldorf ist der Dorfbach freigelegt. Östlich des Dorfes beginnt außerdem eine Weiherkette, die in Richtung Hochdorf verläuft. Diese Punkte verteilen sich auf verschiedene Gemeindeteile und beschreiben unterschiedliche Landschaftsmerkmale.
Matzlesberg liegt auf einer Bergkuppe hoch über dem Luhetal und bietet einen Rundblick, insbesondere auf die Burgruine Leuchtenberg. Als räumliche Orientierung gilt für das Gemeindegebiet: Im Süden wird es vom Luhetal, im Westen vom Waldnaabtal begrenzt. Der Hauptort Pirk liegt auf 400 m über NN.
Anreise und Radroute
Die Gemeinde Pirk liegt unmittelbar an der A 93 und etwa 6 km südlich von Weiden i.d.OPf. Erreichbar ist sie über die Ausfahrt Luhe mit Anfahrt über Pischeldorf oder über die Ausfahrt Weiden Süd mit Anfahrt über Schirmitz. Die B 22 (Ostmarkstraße) verläuft etwa 3 km vom Gemeindegebiet entfernt. Rund 10 km südlich davon kreuzt bei Wernberg-Köblitz die A 6 die A 93.
Radinteressierte finden mit der Naturpark-Entdecker-Runde einen regionalen Routenbezug: Sie führt über Luhe-Wildenau und Pirk weiter nach Weiden i.d.OPf. Damit lässt sich Pirk als Zwischenort einer Tour einordnen, während Kirchen, Schloss und die beschriebenen Landschaftsziele unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung setzen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schirmitz.