Etzenricht lässt sich über verschiedene Interessen entdecken: das Naturschutzgebiet Etzenrichter Kirchberg mit seiner Kirche, Angelgewässer und Routen zu Fuß oder mit dem Rad. Der Kirchberg verbindet Natur und Ortsgeschichte an einem konkreten Ziel; Fluss und Kiesgruben bieten davon unabhängige Möglichkeiten zum Angeln.
Kirchberg und St. Nikolaus
Das Naturschutzgebiet Etzenrichter Kirchberg umfasst 8 ha. Ein Weg führt zu seinem höchsten Punkt, auf dem die Kirche steht. Wer sich für die Baugeschichte interessiert, findet an St. Nikolaus eine besondere historische Schicht: Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert vermutlich aus den Resten einer älteren Burganlage als Wehrkirche mit Wallgraben und Ringmauer erbaut. Die Entstehung aus Burgresten ist dabei als Vermutung überliefert.
Auch die spätere Nutzung erzählt von der Geschichte des Ortes. Von 1663 bis 1932 verwendeten evangelische und katholische Gemeinden St. Nikolaus gemeinsam als Simultankirche. Diese gemeinsame Nutzung ist zeitlich klar von der mittelalterlichen Baugeschichte zu unterscheiden. Für Radfahrende ist außerdem die Lage der Kirche an Route 7 des Simultankirchen-Radwegs ein hilfreicher Bezugspunkt.
Angeln an Fluss und Kiesgruben
An der naturbelassenen Haidenaab steht in Etzenricht ein etwa 3 km langer Abschnitt zum Angeln zur Verfügung. Dort kommen unter anderem Waller, Hecht, Zander, Karpfen, Schleie, Aal, Nase und verschiedene Weißfischarten vor. Als weitere Angelgewässer gibt es die Kiesgrube Etzenricht mit 3,2 ha und die Schätzlergrube mit 1,5 ha. Für beide Kiesgruben sind unter anderem Hecht, Zander, Karpfen, Aal und verschiedene Weißfischarten angegeben; in der Kiesgrube kommen auch Waller vor, in der Schätzlergrube Schleien.
Die Größen lassen sich direkt vergleichen: Mit 3,2 ha ist die Kiesgrube gut doppelt so groß wie die 1,5 ha umfassende Schätzlergrube. Bei der Haidenaab beschreibt die Angabe von etwa 3 km dagegen die Länge eines Flussabschnitts, keine Gewässerfläche. Auch die Artenlisten bieten einen konkreten Unterschied: Waller sind für Haidenaab und Kiesgrube aufgeführt, Schleien für Haidenaab und Schätzlergrube.
Radwege, Wandern und eine Pause am Weiher
Der Haidenaab-Radweg führt durch Etzenricht. Für Wandernde liegt der Ort am OWV-Hauptwanderweg entlang der historischen Goldenen Straße in der Oberpfalz. Der Blaue Weiher in Etzenricht lädt zum Abkühlen und Rasten ein; die Badebedingungen sind saisonal. Damit stehen neben den Angelgewässern auch Rad- und Wanderbezüge sowie ein Ort für eine Pause zur Auswahl.
Für eine lokale Entdeckung lässt sich der Kirchberg mit St. Nikolaus in den Mittelpunkt stellen; wer sich stärker für das Angeln interessiert, kann die unterschiedlichen Gewässer und ihre Größen vergleichen. Der Hofladen des denkmalgeschützten Beutnerhofs, auch „Krautbauer“ genannt, bietet täglich Gemüse zum Einkauf. Prüfen Sie die Verkaufsangaben vor Ihrem Besuch.
Eine größere Radtour im übergeordneten Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Neustadt An Der Waldnaab ist der Bockl eine eigenständige Möglichkeit für eine längere Tour: Die 52 km lange Strecke führt auf einer historischen Bahntrasse von Neustadt an der Waldnaab nach Eslarn und kann zu Fuß, mit dem Rad oder auf Inlineskates genutzt werden. Sie ist größtenteils asphaltiert und verkehrsfrei; die Steigungen überschreiten nur selten 3 Prozent. Diese Angaben beziehen sich auf den Bockl im übergeordneten Reiseziel, nicht auf Etzenrichts Wege.
Der Start des Bockl in Neustadt an der Waldnaab ist direkt per Bahn erreichbar. Züge fahren im Stundentakt bis zum Endbahnhof der Strecke Nürnberg–Neustadt an der Waldnaab, von wo aus ein direkter Umstieg aufs Rad möglich ist. Prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan. So lässt sich diese regionale Radtour als gesonderte Option betrachten, während die Wege, Kirche und Gewässer in Etzenricht den eigenen Ortsbesuch prägen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weiherhammer.