Diepolz verbindet kirchliche Baugeschichte mit Einblicken in die Allgäuer Bergbauernwelt. Dazu kommen der Kuhnigundenweg als Familien-Erlebnispfad und Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten: gespurte Winterwanderwege auf der einen, eine Panoramarundtour mit Ausblicken auf die Nagelfluhkette auf der anderen Seite.
Bergbauernleben und der Kuhnigundenweg
Das Allgäuer Bergbauernmuseum in Immenstadt-Diepolz liegt über 1.000 m hoch. Als Freilichtmuseum vermittelt es das Leben der Allgäuer Bergbauern einst und heute in historischen Gebäuden. Zu den Themen gehören alte Tierrassen, bäuerliche Arbeitsabläufe sowie die Allgäuer Alp- und Milchwirtschaft; anschauliche Mitmachangebote ergänzen die Darstellung.
Der Museumsbauernhof gibt Einblicke in alltägliche Arbeiten auf einem Bauernhof. Dazu zählen das Füttern, Melken und Misten sowie das Austreiben der Tiere auf die Weide. Der Kuhnigundenweg ist ein Familien-Erlebnispfad in Diepolz mit Spiel- und Informationsstationen rund um das Allgäuer Bergbauernmuseum. Museum und Weg setzen damit unterschiedliche Akzente: Hier stehen die Themen Bergbauernleben und Hofarbeit im Mittelpunkt, dort ergänzen Spiel- und Infostationen das Erlebnis.
Sattler-Hof und Kurse
Der Sattler-Hof ist ein 300 Jahre altes, ursprünglich in Schöllang bei Oberstdorf stehendes gestricktes Bauernhaus, das 2007 nach Diepolz umgesetzt wurde. Seine Geschichte verbindet die ursprüngliche Herkunft mit dem späteren Standort in Diepolz. Im Sattler-Hof werden nach vorheriger Anmeldung pädagogische Angebote und Kurse für alle Altersklassen angeboten. Dazu gehören Buttern sowie Bienen-, Kräuter- und Filzkurse.
Die Baugeschichte von St. Blasius
Die Kirche St. Blasius wurde zwischen 1509 und 1517 größtenteils neu erbaut, 1783/84 barockisiert und 1889 neugotisch umgestaltet. Zu den älteren Ausstattungsstücken zählt ein Taufstein von 1490; markante Schlusssteine befinden sich in den Chorbögen. Die zeitliche Folge der Umbauten zeigt, wie unterschiedliche Stile die Kirche geprägt haben.
Zur Ausstattung gehören außerdem ein Sakramentshäuschen nördlich des Hochaltars sowie Gemälde der 14 Nothelfer und der Kreuzwegstationen im Schiff. Ein Vortragekreuz stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Auch die sehenswerte neugotische Kassettendecke mit Tierkreiszeichen zählt zu den besonderen Merkmalen von St. Blasius. So stehen in derselben Kirche sehr unterschiedliche Details nebeneinander: vom mittelalterlichen Kreuz und Taufstein bis zur neugotischen Gestaltung.
Winterwanderwege und Panoramarundtour
Im Winter gibt es etwa 25 Kilometer gespurte Winterwanderwege von Stein bis nach Diepolz sowie von Akams bis Knottenried. Eine weitere Möglichkeit ist die Panorama-Rundtour von Diepolz nach Akams. Sie führt auf 1.060 Höhenmetern und eröffnet Ausblicke auf die Berge der Nagelfluhkette. Die Angaben setzen verschiedene Planungsakzente: Bei den Winterwegen sind Jahreszeit, ungefähre Länge und Streckenbeziehungen maßgeblich; bei der Panoramarunde prägen Höhenlage und Aussicht den Charakter.
Immenstadt i.Allgäu als übergeordnetes Reiseziel
Auch das übergeordnete Reiseziel Immenstadt i.Allgäu bietet eigene kulturelle und saisonale Anknüpfungspunkte. Das Museum Hofmühle ist ein regionales Schwerpunktmuseum für das obere Allgäu mit einer Ausstellungsfläche von 1.000 m². Die MuseoApp Immenstadt bietet ein Augmented-Reality-Erlebnis durch die Residenzstadt sowie rund um das Museum Hofmühle und das Bergbauernmuseum in Diepolz.
Der traditionelle Immenstädter Christkindlesmarkt findet jedes Jahr am ersten Adventswochenende auf dem Marienplatz und dem Klosterplatz statt. Zum Angebot gehören Kunsthandwerk, Weihnachtsleckereien und musikalische Umrahmung. Der traditionelle Viehscheid in Immenstadt findet immer am dritten Samstag im September statt und wird von einer Party im Festzelt begleitet. Diese festen saisonalen Termine bilden einen eigenen regionalen Kontext neben den Winterwanderwegen und den Kultur- und Bauernhofthemen in Diepolz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Immenstadt Im Allgäu.