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In Kempten (Allgäu) treffen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte auf Wege im Freien: Der Archäologische Park Cambodunum zeigt Zeugnisse der früheren Römerstadt, das Kempten-Museum im Zumsteinhaus erzählt die Stadtgeschichte von der Römerzeit bis heute. Kirchen, Radfahrmöglichkeiten an der Iller und der Landschaftspark Engelhalde ergänzen das Bild. So können Sie kulturelle Schwerpunkte mit Zeit im Freien verbinden.

Römische Geschichte draußen und im Museum

Der Archäologische Park Cambodunum ist ein Freilichtmuseum, das archäologische Zeugnisse der ehemaligen Römerstadt Cambodunum im heutigen Kemptener Stadtgebiet präsentiert. Drei Besucherbereiche geben den Rahmen vor: der gallorömische Tempelbezirk, die Kleinen Thermen sowie das Forum mit Basilika. Der Erlebnis-Rundweg mit 15 Aktivstationen lässt sich eigenständig erkunden; auch eine Virtual-Reality-App ergänzt den Besuch. So stehen römische Überreste und verschiedene Formen ihrer Vermittlung nebeneinander.

Das Kempten-Museum im Zumsteinhaus setzt einen anderen zeitlichen Schwerpunkt. In elf Themenräumen erzählt es ausführlich die Stadtgeschichte von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Während Cambodunum den Blick auf die ehemalige Römerstadt richtet, spannt das Museum den Bogen über mehrere Epochen hinweg. Wer sich für die Entwicklung Kemptens interessiert, findet damit zwei unterschiedliche historische Perspektiven.

Kirchenbau und Kunst im Innenraum

Die St.-Mang-Kirche ist Kemptens älteste Kirche und heute die evangelisch-lutherische Stadtpfarrkirche. Von 1426 bis 1428 wurde sie im gotischen Stil erweitert; dabei wurde der Turm auf seine heutigen 66 Meter erhöht. An der Basilika St. Lorenz steht dagegen ihre historische Bedeutung im Mittelpunkt: Sie gilt als erster großer Kirchenbau in Süddeutschland nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Auch die Innenräume setzen unterschiedliche Akzente. In der Basilika St. Lorenz finden sich erhabener und teilweise vollplastischer Stuck von Giovanni Zuccalli, Stuckmarmorplatten einer „Frau Stuckhatorin“ – vermutlich Barbara Hackl – sowie Fresken von Andreas Asper. Die Baugeschichte der St.-Mang-Kirche und die künstlerische Ausstattung von St. Lorenz bieten so verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Rundgang durch Kemptens Kirchenkunst.

Stadtgeschichte mit Projektionen und Hörbildern

Im Schauraum Erasmuskapelle werden die Mauern mit Beleuchtung, Projektionen und Hörbildern inszeniert. Eine Multivisionsshow thematisiert fast acht Jahrhunderte Stadtgeschichte. Das Gebäude selbst spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Präsentation verbindet historische Inhalte mit einem medialen Zugang und bildet damit einen Kontrast zu den archäologischen Themenräumen und Kircheninnenräumen.

Radfahren und Landschaft im Stadtgebiet

Der Iller-Radweg und der Allgäu-Radweg führen durch Kempten. Dazu kommen Radfahrmöglichkeiten entlang der Iller, im Stadtgebiet und in der Allgäuer Landschaft. Damit stehen unterschiedliche Umfelder für Radausflüge zur Wahl, vom Stadtraum bis zur Umgebung am Fluss oder im Allgäu.

Der Landschaftspark Engelhalde ist eine renaturierte Kiesgrube mit Weiher, Feuchtbiotop und Abenteuerspielplatz. Außerdem befindet sich dort der größte Bikepark der Region. Die Verbindung aus renaturierter Landschaft und Bikepark unterscheidet diesen Ort von den kulturellen Schwerpunkten der Stadt. Für das übergeordnete Reiseziel Kempten (Allgäu) ist auch der Jakobsweg aus Richtung München nach Bregenz relevant: Er führt durch den Engelhaldepark.

Weitere Eindrücke im übergeordneten Reiseziel Kempten (Allgäu)

Auf der Burghalde in der Altstadt sind Überreste einer mittelalterlichen Burg zu sehen. Von dort bietet sich ein ungehinderter Blick in alle Richtungen: Im Süden sind die Alpen zu sehen, nach Westen die Residenz der Fürstäbte und die Basilika St. Lorenz. Dieser Aussichtspunkt verbindet sichtbare Stadtgeschichte mit einem Überblick über weitere Wahrzeichen.

Zum übergeordneten Reiseziel Kempten (Allgäu) gehört auch der Wochenmarkt am Hildegardplatz. Dort bieten etwa 50 Stände zweimal pro Woche saisonales Obst und Gemüse, Käse, Fisch, Wurstwaren, hausgemachte Pasta, Pflanzen, Honig und weitere Spezialitäten aus Kempten, dem Allgäu, der Bodenseeregion oder Italien an. Das saisonale Angebot kann variieren. Am Hildegardplatz treffen sich mittags außerdem Einheimische und Gäste, um unter anderem frisch zubereitete Kässpatzen zu essen.

Anreise zu einer konkreten Tour

Die Tour „Kempten: Auf den Spuren Kneipps“ ist bequem mit dem Pkw und per Bahn erreichbar.

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