In Germaringen führen das jährlich gefeierte Wendelinsfest, die Kirchen in Obergermaringen, Untergermaringen und Ketterschwang sowie eine Radtour mit benanntem Verlauf zu unterschiedlichen Reiseanlässen. Die Themen reichen vom kalenderabhängigen Festtermin bis zu einer Route, die durch mehrere Orte weiter nach Kaufbeuren und Neugablonz führt. Das übergeordnete Reiseziel Ostallgäu ergänzt diese lokalen Bezugspunkte um weitere regionale Rad-, Wander-, See- und Kulturthemen.
Festtermin und Baugeschichte
Das Wendelinsfest wird in Germaringen weiterhin jedes Jahr am Dienstag nach Kirchweih gefeiert, dem dritten Sonntag im Oktober. Zum Programm gehören ein Gottesdienst und eine Andacht. Weil sich der Dienstag nach diesem beweglichen Datum richtet, fällt das Fest nicht jedes Jahr auf denselben Kalendertag. Wenn Sie gezielt zu diesem Anlass anreisen möchten, prüfen Sie vor der Festlegung Ihrer Unterkunft den konkreten Termin im betreffenden Jahr.
Die Wallfahrtskirche St. Wendelin in Obergermaringen wurde 1697 anstelle einer Kapelle errichtet, die dort bereits 1580 stand. Die beiden Daten markieren damit eine Abfolge am selben Standort: Auf die Kapelle folgte der Kirchenbau. Am Georgiberg überragt der 718 m hohe Berg Untergermaringen; die Georgibergkirche St. Georg steht 60 m über dem Dorf. Die Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Dinge: 718 m bezeichnet die Höhe des Berges, 60 m die Lage der Kirche über dem Dorf.
In Ketterschwang ist die katholische Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere ein Rokoko-Neubau mit zentralisierenden Kapellenanbauten von 1757/58. Ihr Turm stammt aus 1716 und ist damit älter als der Neubau. An den drei Kirchen lassen sich somit unterschiedliche Aspekte der Baugeschichte betrachten: ein früherer Kapellenstandort, eine erhöhte Lage und zeitlich voneinander abgesetzte Bauphasen.
Radroute und größere Reiseauswahl
Die Radtour „Wertachebene nördlich Kaufbeuren“ führt vor Ketterschwang durch den Dürrenwald nach Untergermaringen und anschließend über Obergermaringen und Mauerstetten nach Kaufbeuren und Neugablonz. Damit ist der Verlauf durch konkrete Ortsnamen nachvollziehbar. Wenn Sie die Tour für eine Fahrt einplanen, prüfen Sie zuvor den aktuellen Routenverlauf.
Ostallgäu als regionaler Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Ostallgäu umfasst die RadReiseRegion thematische Regionalrouten, die sich über das gesamte Ostallgäu erstrecken. Sie sind jeweils 25 bis 76 Kilometer lang und durchgängig beschildert. Dazu kommen 32 Ortsrouten zum Wandern, die besondere Schätze in der Natur und in den Orten zeigen. So können Sie zwischen einem konkret benannten Radverlauf und einer breiteren regionalen Auswahl an Themenrouten oder Wanderwegen unterscheiden.
Am Forggensee treffen eine Radrunde und ein saisonales Schiffsangebot aufeinander: Der Forggensee-Radrundweg führt rund um den See, und die Forggensee-Schifffahrt bietet in der Sommersaison regelmäßig Touren an. Der See ist mehr als 15 km² groß, Bayerns fünftgrößter See und Deutschlands größter Stausee. Wenn Sie eine Schifffahrt einplanen, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Besuch.
Auch kulturelle Ziele ergänzen das Ostallgäu als eigenständigen regionalen Rahmen. Seit dem 12. Juli 2025 gehört Schloss Neuschwanstein gemeinsam mit Schloss Linderhof, dem Königshaus am Schachen und Schloss Herrenchiemsee zum UNESCO-Welterbe. Die beiden Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau können ausschließlich im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Wenn Sie einen Besuch dort einplanen, berücksichtigen Sie diese Voraussetzung. Für die Reisezeit ergibt sich ein klarer Unterschied: Das Wendelinsfest richtet sich nach dem dritten Oktobersonntag, die Forggensee-Schifffahrt ist an die Sommersaison gebunden.
Weitere Reiseziele entdecken: Seeg, Biessenhofen, Pfronten, Schwangau, Eggenthal, Lechbruck Am See, Mauerstetten, Kaufbeuren
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