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Wallfahrtskirche, Leonhardimuseum und historische Bebauung geben Aigen am Inn mehrere konkrete Blickwinkel auf die Ortsgeschichte. Die Wallfahrt zeigt sich sowohl in der Architektur von St. Leonhard als auch in der Sammlung von Votiv- und Opfergaben. Der Ortskern verweist auf frühere Funktionen als Fischer- und Bauerndorf sowie als Pflegamtsort. Für Abwechslung sorgen außerdem Angebote wie Radfahren und Reiten oder ein ruhiger Aufenthalt am Inn.

Wallfahrtskirche und Leonhardimuseum

Die Wallfahrtskirche St. Leonhard ist eine zweischiffige Hallenkirche mit Mittelpfeilern. Damit ist ihre Bauform klar benannt: Zwei Schiffe und die Mittelpfeiler prägen die architektonische Beschreibung des Kirchenraums.

Das Leonhardimuseum in Aigen am Inn ist der Leonhardiwallfahrt gewidmet. Seine Ausstellung umfasst mehr als 200 Votiv- und Opfergaben aus Eisen, Wachs, Silber und Holz. Diese Materialvielfalt gibt der Sammlung einen konkreten Bezug zu den Gegenständen der Wallfahrt. Im Rahmen der Wallfahrt brachten Pilger vor allem kleine eiserne Opfertiere dar; diese Tradition lässt sich als eigener Aspekt neben der Sammlung betrachten.

Das Leonhardistadel beherbergt das Leonhardimuseum. Für die Saison 2026 ist das Leonhardi-Museum vom 7. April bis zum 29. Oktober geöffnet. Wenn Sie einen späteren Besuch planen, prüfen Sie die dann geltenden Öffnungszeiten.

Historischer Ortskern und frühere Funktionen

Das Ensemble Ortskern Aigen a.Inn umfasst den Nordostteil der Herrenstraße und die historische Ortsmitte des großen alten Fischer- und Bauerndorfes am linken Innufer. Aigen war außerdem früher Pflegamtsort. Diese Ortsgeschichte verbindet die Lage am Inn mit den einstigen Funktionen des Dorfes.

An der Herrenstraße 5 steht der ehemalige Fürstbischöfliche Zehentkasten. Der mächtige Tuffquaderbau stammt aus dem dritten Viertel des 15. Jahrhunderts und besitzt zwei Speichergeschosse. Zu seinen früheren Nutzungen gehörten eine Pflegamtswohnung bis 1704 und eine Tafernwirtschaft. Das Gebäude lässt sich so sowohl über seine Bauweise als auch über seine historische Nutzung einordnen.

Auch die Pfarrkirche St. Stephan gehört in die Baugeschichte des Ortes: Ihr Neubau erfolgte von 1470 bis 1518. Ein späterer historischer Bezug ist das fürstbischöfliche Jagdschloss, das Kardinal Fürstbischof Johann Philipp Graf von Lamberg 1704 in Aigen am Inn bauen ließ.

Die sogenannten Würdinger waren große Eisenfiguren, an denen man seine Kraft messen konnte. Sie stehen damit für einen anderen Zugang zur lokalen Kulturgeschichte als Kirche, Museum und historische Gebäude.

Radfahren und weitere Aktivitäten

Zu den in Aigen am Inn angebotenen Urlaubsaktivitäten zählen Radfahren, Golf, Reiten und Eisstockschießen. Daneben gehören das Sitzen am Inn und das Beobachten von Anglern zu den genannten Möglichkeiten. So reicht das Angebot von bewegungsorientierten Aktivitäten bis zu einer ruhigeren Pause am Fluss.

Der Bad Füssinger Kirchenradweg ist 30 Kilometer lang und führt an der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Aigen vorbei. Die Route ist nicht ausdrücklich ausgeschildert. Wenn Sie sie für eine Radtour einplanen, klären Sie die Orientierung vorab; die angegebene Länge und der Verlauf an der Kirche sind die konkreten Anhaltspunkte für diese Wahl.

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