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In Mittich verbindet die Pfarrkirche gotische Baukunst mit sakralen Bildwerken und einem Grabdenkmal, das auf die Geschichte der Hofmarken verweist. Dazu kommen Hinweise auf eine deutlich frühere Besiedlung und Infotafeln zur Ortsgeschichte. Wenn Sie ein Reiseziel nach seinen historischen Themen auswählen, bietet Mittich mehrere konkrete Ansatzpunkte für einen Aufenthalt mit kulturellem Schwerpunkt.

Pfarrkirche: Baukörper und Ausstattung

Die Pfarrkirche Mittich wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und ist ein einschiffiger gotischer Bau mit Netzgewölbe und Schlusssteinen. Die spätgotische Kirche in Mittich hat Deckenfresken aus dem 15. Jahrhundert. So kommen verschiedene Aspekte der Bau- und Raumgestaltung zusammen: der einschiffige Grundtyp, das Gewölbe mit seinen Schlusssteinen und die Fresken an der Decke. Wer sich für Kirchenbau interessiert, findet hier einen konkreten Schwerpunkt für die Reiseauswahl.

An der Ostseite der Kirche steht ein 52 Meter hoher Spitzturm mit vier Glocken; an ihrer Westseite ist eine Taufkapelle angebaut. Die beiden Seiten lassen sich so anhand unterschiedlicher Bauteile einordnen: Auf der einen Seite prägt der Turm das Bauwerk, auf der anderen ist die Kapelle angefügt.

Gotische Tafeln und Ortsgeschichte

An den beiden Seitenaltären befinden sich zwei gotische Tafeln: eine mit der Darstellung Maria mit Kind, die andere mit dem Schmerzensmann. In der Pfarrkirche befindet sich außerdem das Grabdenkmal der Freiherren von Schönbrunn. Die Freiherren waren von 1600 bis 1842 die letzten Besitzer der Hofmarken Mattau und Mittich. Damit stehen die Bildwerke für sakrale Motive, während das Grabdenkmal einen Bezug zur Besitzgeschichte der Hofmarken herstellt.

Die Geschichte Mittichs reicht nach der überlieferten Einordnung vermutlich weit vor die Entstehung der Kirche zurück: Mittich ist ein alter besiedelter Kulturraum, dessen Anfänge vermutlich bis in das 2. oder 3. vorchristliche Jahrtausend zurückreichen. Die frühe Datierung bleibt dabei unsicher. Auf dem Stefan-Lachhammer-Platz informieren neu gestaltete Infotafeln Einheimische und Gäste über die Geschichte des Ortes. Damit gibt es neben den kirchlichen Bau- und Kunstwerken einen weiteren örtlichen Bezugspunkt für die Beschäftigung mit Mittichs Vergangenheit.

Ein Bauwerk im näheren Umfeld

Bei Weihmörting, zwischen Neuhaus a.Inn und Mittich, führt eine 1853 neu erbaute, überdachte Holzbrücke über die Rott. Sie liegt im näheren Umfeld und ist ein eigenes historisches Bauwerk neben den Mitticher Kirchenmotiven. Hier stehen die Holzbauweise, die Überdachung und der Flussübergang im Mittelpunkt; das Jahr 1853 bezeichnet den Neubau der Brücke.

Radwege im übergeordneten Reiseziel Neuhaus a.Inn

Für eine weiter gefasste Radplanung bietet das übergeordnete Reiseziel Neuhaus a.Inn zusätzliche Streckeninformationen. Der Rottalradweg führt über 87 km von Neuhaus am Inn bis Neumarkt-St. Veit. Wer von Passau über den Inntalradweg kommt, hat in Neuhaus a.Inn Anschluss an die Radwanderstrecke des Rottals. Der Apfel-Radl-Weg ist eine Rundstrecke, die an jedem Ort begonnen werden kann; Neuhaus a.Inn ist ein idealer Ausgangspunkt für die Tour durch den südlichen Landkreis Passau. Für die Wahl nach Streckenform ist der Unterschied klar: Der Rottalradweg verbindet zwei benannte Endpunkte über 87 km, während der Apfel-Radl-Weg als Runde an jedem Ort begonnen werden kann.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neuhaus Am Inn.

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