Der Jägersteig und die Erinnerungsorte am Edlhoffeld zeigen, wie sich Wandern und Ortsgeschichte bei einem Aufenthalt in Erlau aufgreifen lassen. Der Wanderweg beginnt in Obernzell; Erlau bringt dazu historische Schauplätze, Gedenkzeichen und markante Bauwerke ein. Für die Planung sind sowohl der Zeitbedarf für die Route als auch die einzelnen Orte in Erlau relevant.
Jägersteig: Strecke und Rückfahrt
Der Jägersteig ist ein 6,5 Kilometer langer, mittelschwerer Streckenwanderweg von Obernzell und dauert etwa zwei Stunden. Nach ungefähr fünf Kilometern führt er an der Hauptstraße oberhalb von Erlau vorbei. Die Zeitangabe gibt Ihnen einen Rahmen für die Wanderung selbst: Wer zusätzlich in Erlau anhält, sollte diesen Aufenthalt gesondert einplanen. Im Ort gibt es Gastwirtschaften sowie eine Haltestelle der Bahnbus-Linie für eine mögliche Rückfahrt nach Obernzell. Prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Wandertag, bevor Sie eine Rückfahrt mit dem Bus einplanen.
Edlhoffeld: Schlachtgeschichte und Naturdenkmal
Das Edlhoffeld im Ortsteil Erlau war 1367 Schauplatz einer Schlacht zwischen aufständischen Passauer Bürgern und dem Heer des Passauer Fürstbischofs. Auf dem Edlhoffeld stehen bei den Linden ein restauriertes Feldkreuz und eine Sitzbank zum Verweilen; der Zustand der Sitzbank kann sich ändern. Eine alte Linde am Edlhoffeld bei Erlau ist ein Naturdenkmal. Der geschichtliche Bezug des Feldes und seine benannten Erinnerungs- und Naturmerkmale bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Besuch.
Ortsmitte, Burg und Kirche
Die Büste von Adalbert Stifter steht in der Ortsmitte von Erlau an der Erlaubrücke. Sie wurde von der verwilderten Gedenkstätte in der Erlauer Leithe dorthin versetzt. Die Burg Krempelstein überragt Erlau; durch ihre dominante Lage ist sie ein Wahrzeichen des Ortes.
In Erlau gibt es seit 1957 eine katholische Kirche; pfarrlich gehört der Ort zu Obernzell. Das sind zwei verschiedene Ebenen kirchlicher Orientierung: die Kirche im Ort und die Pfarrzugehörigkeit. Neben der Filialkirche in Erlau steht ein Denkmal aus einer Granitsäule, die von einem Bildstock und einem Bronzekreuz gekrönt wird.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Obernzell
Im übergeordneten Reiseziel Obernzell wurde Schloss Obernzell im 16. Jahrhundert von einer einfachen Burg zu einem repräsentativen Renaissanceschloss ausgebaut. Das Bayerische Donauland-Museum im Schloss zeigt auf etwa 800 Quadratmetern rund 500 Objekte zur Kulturgeschichte entlang der Donau; eröffnet wurde es am 17. Juli 2025. Ebenfalls in Obernzell lassen sich die „Skulpturen der Stille“ bei einem Kunstspaziergang entdecken. Am historischen Marktplatz von Obernzell reicht der Grundriss ins 13. Jahrhundert zurück; im 19. Jahrhundert wurde er im bis heute erhaltenen Inn-Salzach-Stil umgestaltet. Im 17. Jahrhundert diente Schloss Obernzell zeitweise als Regierungssitz der Passauer Fürstbischöfe, nachdem deren Residenz abgebrannt war.
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