Aisterham verbindet historische Bezüge zur Herrschaft Haidenburg mit zwei klar bezeichneten Hofanlagen und der Kapelle Aisterham Neustift. Die Ortsgeschichte reicht von frühen Urkunden bis zu einer biografischen Spur aus dem 19. Jahrhundert. Für Ihre Reiseentscheidung steht damit vor allem die Orts- und Baugeschichte im Mittelpunkt.
Historische Spuren in Aisterham
Eine Kaufurkunde von 1423 führte zwei Bauerngüter in Aisterham als Bestandteile der Herrschaft Haidenburg auf. 1461 erwarb Graf Georg III. von Ortenburg einige Renten aus Aisterham. Ein Dokument der Staatlichen Archive Bayerns vom 3. Juni 1484 erwähnt die Namensform Aystershaim im Zusammenhang mit Zehnten in der Herrschaft Haidenburg. Um 1612 verzeichnete ein Steuerregister der Herrschaft vier Anwesen in Aisterham als zu ihr gehörig.
Neben diesen Herrschaftsbezügen gibt es eine biografische Spur: Georg Seil wurde 1858 als Sohn eines Schneidermeisters in Aisterham geboren.
Die Kapelle Aisterham Neustift befindet sich unter der Adresse Aisterham 4, 94496 Ortenburg.
Hofanlagen und Baugeschichte
Die Bayerische Denkmalliste (Stand: 21. Februar 2026) führt Aisterham 2 als Wohnhaus eines ehemaligen Vierseithofs; das Wohnhaus stammt aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. Aisterham 3 ist ein Vierseithof aus demselben Zeitraum. Die beiden Einträge setzen unterschiedliche Schwerpunkte: bei Aisterham 2 das Wohnhaus einer früheren Hofanlage, bei Aisterham 3 den Vierseithof selbst.
Zum Vierseithof Aisterham 3 gehören ein Durchfahrtsstadel mit Riegelsockel, Mittertenne und Steildach sowie ein Traidkasten in Blockbauweise. Der Traidkasten, ein Getreidespeicher, hat ein Satteldach und Traufschrot über Remise und Stall.
Weitere Erlebnisse im Reiseziel Ortenburg
Zum übergeordneten Reiseziel Ortenburg gehören auch die Ortenburger Ritterspiele. Sie finden jedes Jahr am Fuß von Schloss Ortenburg statt; zum Programm zählen Turnierspiele, ein historischer Markt, alte Handwerksstätten, Lagerleben und Greifvogelvorführungen. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Veranstaltungstermine. Im Jahr 2025 zeigte das Schlossmuseum Ortenburg die alte Einrichtung der Schloss-Apotheke aus dem Nachlass von Günther Heumann.
Ein anderer Schwerpunkt ist der Wildpark Schloss Ortenburg. Ein gut ausgeschilderter Rundweg führt durch die etwa 25 Hektar große Parkanlage in naturnaher Landschaft und an Tiergehegen und Volieren vorbei. Zur Anlage gehören außerdem Schautafeln und Ruhebänke; ein Teil der ursprünglichen Bepflanzung des ehemaligen Schlossparks der Grafen von Ortenburg ist erhalten. Der Park lässt sich auf gepflegten Wegen erkunden. Als Einlasszeit nennt der Wildpark täglich 09:00 bis 17:30 Uhr, die Schließzeit ist 19:00 Uhr. Prüfen Sie die aktuellen Zeiten vor Ihrem Besuch beim Betreiber.
Der Tierpark Irgenöd in Ortenburg beherbergt mehr als 90 exotische und heimische Tierarten; die Artenzahl kann sich verändern. Bei der Auswahl eines Naturthemas unterscheiden sich die benannten Schwerpunkte: Im Wildpark stehen die Parkanlage und der Rundweg im Vordergrund, bei Irgenöd die Vielfalt der Tierarten.
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