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Passau verbindet markante Bau- und Kulturgeschichte mit unterschiedlichen Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden. Die Veste Oberhaus, der Stephansdom und die Wege an der Ilz setzen verschiedene Schwerpunkte. Für die Planung Ihres Aufenthalts lohnt es sich, zuerst zu entscheiden, ob historische Orte oder eine konkrete Wanderung im Mittelpunkt stehen sollen.

Burg, Dom und besondere Baugeschichte

Oberhalb von Passau steht die über 800 Jahre alte Veste Oberhaus, eine der größten erhaltenen Burganlagen Europas. Im Oberhausmuseum werden in den historischen Mauern Ausstellungen zur Stadtgeschichte Passaus und zum mittelalterlichen Leben auf der Burg gezeigt. Im Herzen der Veste liegt die Georgskapelle mit ihrem einzigartigen Freskenzyklus aus dem 14. Jahrhundert. Burganlage, Museum und Kapelle bieten unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes.

Der Stephansdom ist eine bedeutende Barockkirche nördlich der Alpen. Nach dem Brand von 1662 verliehen ihm Carlo Lurago und Giovanni Battista Carlone einen eigenen italienischen architektonischen Charakter. Wer sich für Orgelmusik interessiert, findet hier eine außergewöhnliche Anlage: Fünf einzelne Installationen, 17.974 Pfeifen und 233 Register lassen sich im Dom hören.

Auch andere Bauwerke erzählen von Passaus religiöser und architektonischer Geschichte. Die barocke Jesuitenkirche St. Michael und das ehemalige Jesuitenhaus prägen am Inn die Südfront der Stadt und geben ihr das Aussehen einer italienischen Stadt. Hoch über der Innstadt liegt die barocke Wallfahrtskirche Mariahilf; neben ihr befindet sich das aus dem 17. Jahrhundert stammende Kloster St. Paul. Zur Wallfahrtskapelle führt eine überdachte Treppe mit 321 Stufen. Der Zugang liegt an der Straße Neutorgraben.

Stadtansichten und Spuren der drei Flüsse

Am Dreiflüsseeck treffen Donau, Inn und Ilz aufeinander. Einen Blick auf die historische Altstadt und alle drei Flüsse bietet der Aussichtspunkt Batterie Linde. Der Wittelsbacher Brunnen ergänzt den Spaziergang durch ein konkretes Detail der Stadtgeschichte: Er wurde 1903 errichtet. Auf der Mittelsäule steht Maria; die drei Engel symbolisieren Donau, Ilz und Inn.

In den Klostergebäuden von Niedernburg befindet sich das Freskenmuseum mit mehr als 800 Jahre alten Secco-Malereien. Im Kloster sind auch das Grabmal und der Schrein „Mariä Schutz“ Ziele zahlreicher, überwiegend ungarischer Pilger – seit dem 15. Jahrhundert. Damit stehen in Passau neben den großen Bauwerken auch einzelne Kunstwerke und religiöse Orte für einen Besuch mit eigenem Schwerpunkt.

Wander- und Radwege nach Maß

Für eine überschaubare Wanderrunde bietet sich die Ilztal-Wanderschleife von Passau zur Triftsperre und zurück an: Sie ist 8,5 Kilometer lang, dauert 2 Stunden und 15 Minuten und wird als leicht eingestuft. Eine deutlich längere Option ist der Ilz-Wanderweg. Er führt von Passau-Hals über die Triftsperre und Fürsteneck bis ins Dreiburgenland und ist ungefähr 70 Kilometer lang. Da sich Wegdetails ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Beschilderung.

Auch die Größenordnung des Österreichischen Donauradwegs unterscheidet sich klar von einer einzelnen Wanderrunde: Die Route führt von Passau über Wien bis Bratislava und ist ungefähr 380 Kilometer lang. Die drei Angaben helfen, die Optionen einzuordnen: kurze Rundwanderung, längerer Wanderweg oder Fernradweg. Welche davon zu Ihrem Aufenthalt passt, hängt davon ab, wie viel Zeit und Wegstrecke Sie einplanen möchten.

Unterkunft passend zum Schwerpunkt wählen

Für Gäste, die mit einem Donauschiff ankommen, liegen die Liegeplätze in der Altstadt oder in unmittelbarer Nähe; sie sind direkt an das Stadtzentrum angebunden und ermöglichen den Besuch zahlreicher Sehenswürdigkeiten zu Fuß.

Weitere Reiseziele entdecken: Kößlarn, Tittling, Bad Füssing, Pocking, Untergriesbach, Neukirchen Vorm Wald, Breitenberg, Hofkirchen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Passau.

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